Montag 26. August: Offenes #OsterholzBleibt Treffen

Die Initiative Osterholz Bleibt wird auch in Zukunft Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald leisten. Am Montag dem 26. August wird es um 19:00 Uhr ein offenes Osterholz Bleibt Treffen geben wo das weitere Vorgehen der Initiative besprochen wird. Das Treffen findet im Enough Info-Café, Wiesenstraße 48 in Wuppertal statt. Alle Interessierten die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen.

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CDU besucht Waldbesetzer*innen im Osterholz Wald

Pressemitteilung 23. August 2019

CDU besucht Waldbesetzer*innen im Osterholz Wald

Gestern gab es einen Waldspaziergang im Osterholz Wald. Eingeladen hatte die Wuppertaler CDU. Im Gegensatz zu dem, mit 250 Menschen gut besuchten zweiten Waldspaziergang der Initiative Osterholz Bleibt am 07. Juli, konnte die CDU nur wenige Menschen mobilisieren. Etwa 35 Menschen kamen,darunter viele Kritiker*innen der Rodungspläne. Der Wuppertaler Ordnungsdezernent und CDU-Vorsitzender Matthias Nocke wollte die Diskussionen um die geplante Rodungen im Osterholz Wald „versachlichen“. Einer der beiden Geschäftsführer der Firma Oetelshofen, Moritz Iseke, ist Fraktionsvorsitzender der CDU der Bezirksvertretung Wuppertal-Vohwinkel und sizt für die Partei auch im Umweltausschuss, und so verwundert es dann auch nicht, dass die CDU Wuppertal im Zusammenhang mit dem Osterholz erklärt hat, sie sei ein verlässlicher Partner der Wirtschaft.

Die Versachlichung der Diskussion über die geplante Rodungen im Osterholz Wald, gelang Matthias Nocke nicht so ganz. Während Nocke sehen konnte, dass im Wald überall Totholz rumliegt, fragte er einen der Waldbesetzer*innen provozierend ob sie Bäume gefällt hätten. Eine*r der Besetzer*innen machte deutlich, dass für die gebauten Barrikaden keine Bäume gefällt wurden, aber dass die Waldbesetzer*innen nach dem Polizeieinsatz am 20. August, wo Beamte mit Pfefferspray drohten und auch Polizeihunde ohne Maulkorb im besetzten Teil vom Wald rumliefen, die Barrikaden ausgebaut hätten, um sich zu schützen. René Schuijlenburg einer der Sprecher der Initiative Osterholz Bleibt, sagt dazu: „Es ist deutlich zu sehen, dass die entstandenen Barrikaden mit rumliegendem Totholz gebaut wurden. Das sieht jeder Laie. Warum der Wuppertaler CDU Vorsitzende diese Frage gestellt hat, entzieht sich meiner Kenntnis, aber es trägt nicht zur Versachlichung der Disksussion bei. Da die Besetzer*innen sich aktiv für den Erhalt des Waldes einsetzen, wurden natürlich keine Bäume von den Waldbesetzer*innen gefällt. Wir begrüßen es, dass die Polizei sich während des gestrigen Waldspaziergangs zurückgehalten hat. So konnte der Waldspaziergang in einer relativ entspannten Atmosphäre stattfinden.“

Auch Till Iseke, Assistent der Geschäftsführung der Firma Oetelshofen, war gestern anwesend. Er forderte, dass die Initiative „Osterholz Bleibt“ sich von den Waldbesetzer*innen distanziert. René Schuijlenburg: „Es ist bedauerlich, dass Till Iseke angesichts der dramatische Entwicklungen bezüglich des Klimawandels anscheinend kein Problem damit hat, wenn die Firma, für die er arbeitet, weitere Rodungen im Osterholz Wald plant, stattdessen aber die Waldbesetzer*innen der Gruppe „Jeder Baum Zählt“ als Problem sieht. Es gibt für uns keinen Grund sich von den Waldbesetzer*innen zu distanzieren.“

Erneut bat Anwohnerin und Sprecherin der Intiative „Osterholz Bleibt“, Marjolein Schlüter, Till Iseke um die Initative im Anwohner*innennetzwerk einzubinden. Nachdem die Firma Oetelshofen Gespräche in diversen lokalen Medien in den vergangenen Wochen abgelehnt hatte, sagte Till Iseke gestern überraschend: „Ja gerne.“ Marjolein Schlüter: „Es ist bedauerlich, dass die Firma Oetelshofen bis gestern unser Angebot für Gespräche abgelehnt hat. Dennoch begrüßen wir es, dass Till Iseke gestern positiv auf die Bitte reagierte, die Initiative Osterholz Bleibt ins Anwohner*innennetzwerk einzubeziehen. Wir möchten uns weiterhin für den Erhalt des Waldes einsetzen, sind aber immer Gesprächsbereit, um über Alternativlösungen für den Abfallproblem der Firma Oetelshofen zu reden.“

Osterholz Bleibt, 23. August 2019.

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

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Pressemitteilung: Polizei droht Waldspaziergänger*innen mit Pfefferspray

Pressemitteilung Osterholz Bleibt 21. August 2019

Polizei droht Waldspaziergänger*innen mit Pfefferspray

Gestern fand im Osterholz-Wald ein Polizeieinsatz statt. Laut Aussagen diverser Journalist*innen und der Westdeutsche Zeitung (WZ) hat die Polizei behauptet, dass dieser Einsatz stattgefunden hat, weil „Gegenstände wie Stangen, Ketten, Holz und Paletten in den Wald befördert wurden“ (Zitat WZ). Die WZ schreibt auch, dass die „alarmierte Polizei“ vor Ort auf fünf Personen traf, denen Platzverweise erteilt wurden. Diese Darstellung der Polizei ist so nicht richtig. Der Polizeieinsatz dauerte ungefähr fünf Stunden. Die fünf Personen die ein Platzverweis bekamen, kamen erst mehrere Stunden, nachdem die Polizei die Aktion gestartet hatte, in dem Wald und können also nicht der Grund für den Einsatz gewesen sein. Auch hatten die fünf Personen keine Gegenstände wie Stangen, Holz, Paletten oder Ketten dabei. Es wurde bei dem Platzverweis auch nichts von der Polizei beschlagnahmt.

Unsere Information ist, dass die Polizei mit sechs Beamten zu den besetzten Bäumen kam und dort eine der Aktivist*innen der Aktionsgruppe „Jeder Baum zählt“ eingeschüchtert haben. Waldspaziergänger*innen beobachteten, wie ein Polizeihund ohne Maulkorb im besetzten Teil des Waldes herumgelaufen ist. Als einige Aktivist*innen von „Osterholz Bleibt“ ankamen, um zu verfolgen, was im Wald passiert, berichtete eine Spaziergängerin:

Ein anwesender Polizist sagte ihr: „Hier kann man heute nicht rein“. Als sie nach dem Grund fragte, antwortete der Polizist: „Weil die Polizei das sagt“. Dabei packte er einen Behälter mit Pfefferspray aus, hielt ihn vor ihr Gesicht und fügte hinzu: „Wir verstehen uns, oder?“ Auch einige Anwohner*innen berichteten, dass sie beim spazierengehen durch einen Polizisten mit Pfefferspray bedroht wurden. Andere Spaziergänger*innen berichteten, dass sie ebenfalls Platzverweise bekamen.

Die gestrigen Aktion war nicht der erste Polzeieinsatz im Wald. Am Sonntag gab es auch einen Polizeieinsatz im besetzen Teil des Waldes. Einige Aktivist*innen von „Osterholz Bleibt“ besuchten am Sonntag den besetzten Teil und waren Zeugen dieses ersten Polizeieinsatzes. Im Gegensatz zu gestern waren die beteiligten Polizist*innen am Sonntagg besonnen und um Deeskalation bemüht. Diese Polizist*innen haben auch die Paletten und das Holz gesehen, das schon am Sonntag im besetzten Teil des Waldes gelegen hat. Sie haben sich die Paletten auch angeschaut und entschieden, sie stehen zu lassen.

Wir verurteilen die gestrigen Androhungen von Gewalt gegen Waldspaziergänger*innen und die Einschüchterung von Waldbesetzer*innen durch die Polizei auf das schärfste. Wir appellieren an die Wuppertaler Polizeibehörde und die Stadt Wuppertal, die Situation im Osterholz-Wald nicht eskalieren zu lassen.

Am Donnerstag, den 22. August, lädt die CDU, die Partei des Geschäftsführers der Firma Oetelshofen, Moritz Iseke, zu einem Ortstermin im Osterholz-Wald ein. Moritz Iseke ist CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Vohwinkel und sitzt für die CDU auch im Umweltausschuss. Der Ortstermin fängt um 16:30 Uhr am Wanderparkplatz Hermgesberg/Schöllerweg (südlich vom Wuppertaler Ortsteil Schöller) an. In der Vergangenheit gab es immer wieder Stadtpolitiker*innen, die auf die Wichtigkeit des Kalkabbaus in Bezug auf die von der Firma Oetelshofen geplanten Rodungen im Osterholz-Wald hingewiesen haben. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass es bei den geplanten Rodungen nicht direkt um Kalkabbau geht. Die Firma Oetelshofen möchte im Osterholz-Wald roden, um ihren Abfall auf einer sogenannten Abraumhalde zu lagern.

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per E-Mail: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Pressemitteilung im PDF Format: pressemitteilung21august2019

Bildrechte: „Osterholz Bleibt“. Alle Bilder können frei verwendet werden:

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Fridays For Future: Stellungnahme zum Osterholz

Im Streit um die geplante Rodung des Waldes Osterholz melden sich nun auch die KlimaaktivistInnen von Fridays For Future zu Wort.

In einer Stellungnahme fordern sie den Erhalt des Waldes und die Suche nach einer nachhaltigen Lösung. „Es ist ein Skandal, dass wir Mitte 2019 immer noch darüber diskutieren müssen, ob ein Wald für eine Industriemüllhalde gerodet werden soll“, so Jonathan-Benedict Hütter von Fridays For Future Wuppertal. Der Wald binde auch einen Teil der hunderttausenden Tonnen CO2, die die Kalkwerke Oetelshofen jährlich verbrauchen. Daher, so Hütter, sei es wichtig, auch im Sinne des Klimaschutzes für den Erhalt des Osterholz auf die Straße zu gehen.

Fridays For Future Wuppertal veranstaltet heute, am 16.08.2019, um 11:30 Uhr eine Fahrradtour von der Kluse zum Osterholz, dort soll es gegen 13 Uhr gemeinsam mit der Initiative Osterholz bleibt einen Waldspaziergang geben, bei dem auch ein Treffen mit den WaldbesetzerInnen geplant ist.

FRIDAYS FOR FUTURE
Ortsgruppen Wuppertal (DE) und Haan (DE)
STELLUNGNAHME ZUM OSTERHOLZ

PROLOG
Wir, die Fridays For Future Ortsgruppen Haan und Wuppertal, positionieren uns im Folgenden zum Planfeststellungsverfahren Erweiterung Abraumhalde Kalkwerke Oetelshofen an der gemeinsamen Stadtgrenze.
Wir haben in den letzten Wochen in einem Arbeitskreis mit möglichst vielen verschiedenen Seiten des Verfahrens gesprochen, den Steinbruch, den Wald und Ratssitzungen besucht, um uns ein möglichst ausführliches Bild von der
Gesamtsituation zu machen. Daraus ist die folgende Stellungnahme entstanden:

FAKTENLAGE
• Die Kalkwerke Oetelshofen liegen am der Grenze Wuppertals zu Haan im Stadtteil Vohwinkel (Bezirk Schöller). Die Kalkgrube grenzt an einen durch Menschen angelegten Wald, mehrere Felder und eine begrünte „Abraumhalde“(Müllhalde für Steine, Sand und Erde). In der Nähe im Düsseltal befinden sich weitere (teilweise stillgelegte) Kalkgruben.
• Das Kalkwerk Oetelshofen beliefert verschiedene Industriezweige, unter anderem auch die RWE Power AG, die mit dem Kalk bzw Kalkmilch ihre Abgase entschwefeln.
• Bei der Produktion von Kalk wird CO2 aus dem Kalkstein herausgebrannt. Dafür verwenden die Kalkwerke Oetelshofen Erdgas und Braunkohlestaub von RWE. Insgesamt werden laut Angaben der Vorstandsassistenz jährlich
243.000t CO2 emmitiert.
• Der Wald, „Osterholz“ genannt, ist neben der Grube und der (fast vollen) Abraumhalde das einzige Grundstück im Besitz der Firma Oetelshofen. Er ist Lebensraum für mehrere geschützte Tierarten und Landschaftsschutzgebiet.

SITUATION
Um weiter Kalkstein abbauen und zu Kalk verarbeiten zu können, benötigt die Firma Oetelshofen zeitnah eine neue Möglichkeit, Abraum („Müll“) unterbringen zu können, da die momentan genutzte Halde bald voll sein wird.
Nach Aussage eines Unternehmenssprechers seien die Eigentümer der umliegenden Grundstücke und auch des nahegelegenen, stillgelegten Steinbruchs Rheinkalk nicht zu Verhandlungen bereit. Daher sei es für den Weiterbetrieb des (nach Angaben der Betreiber sehr effizienten) Kalkwerks die Rodung des Osterholz notwendig. Daher haben die Kalkwerkbetreiber ein Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der an den Wald angrenzenden Abraumhalde beantragt.

MÖGLICHE FOLGEN
Die Bestätigung des laufenden Bauantrags durch die Bezirksregierung würde eine Rodung des Waldes Osterholz zur Folge haben, viele Pflanzen und Tiere würden ihren Lebensraum verlieren. Die bestehenden Bäume, die momentan Staub und vor allem CO2 binden, würden nach einer Rodung das gespeicherte CO2 wieder freisetzen, welches von jungen Bäumen nicht gebunden werden kann (je älter desto mehr CO2-Speicherkapazität pro Baum). Außerdem wäre Haan nach einer Rodung ohne Luftfilter dem Staub des Kalkwerks ausgesetzt.

UNSER APPELL
Wir appellieren an die Bezirksregierung Düsseldorf als politisch-verantwortliche Institution, den Bauantrag in seiner jetzigen Form abzulehnen.
Wir fordern die Familie Iseke (Inhaber Kalkwerke Oetelshofen), die Eigentümer des Rheinkalk-Steinbruchs und die Eigentümer der umliegenden Grundstücke auf, dringend über alternative Flächen für die notwendige Abraumhalde zu verhandeln.
Wir fordern zudem die Firma Oetelshofen und alle auf unseren Stadtgebieten liegende Kalkwerke auf, stets in neuste CO2-sparsamste Technik aufzurüsten und spätestens 2050 zur Erreichung der CO2-Nettonull den Betrieb einzustellen.
Deshalb fordern wir die Firmen des Weiteren auf, Unternehmensgewinne in Forschung zu Kalkrecycling und Kalkersatzprodukten zu investieren. Kalk ist schließlich als fossiler Werkstoff endlich, also investieren Sie in unsere Zukunft!
Wir fordern außerdem die Firma Kalkwerke Oetelshofen auf, schnellstmöglich die Geschäftsbeziehungen zur RWE Power AG (insbesondere den Bezug von Braunkohlestaub als Brennstoff) einzustellen.

FAZIT
Wir sehen keine Notwendigkeit, warum der Wald gerodet werden muss. Deshalb solidarisieren wir uns mit der Initiative Osterholz bleibt und werden gemeinsam gegen die Rodung des Osterholz auf die Straße gehen! Wir streiken bis ihr im
Sinne dieses Planeten handelt!

FRIDAYS FOR FUTURE, Ortsgruppen Wuppertal (DE) und Haan (DE), August 2019

PDF Datei: FFF-Stellungnahme-Osterholz

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Pressemitteilung Osterholz Bleibt 08. August 2019

– Weltklimarat fordert Schutz von Wälder

– Firma Oetelshofen möchte weiterhin Osterholz Wald roden

– Kein Gesprächsbereitschaft der Firma Oetelshofen nach offenem Brief

– Weltklimarat macht deutlich, dass Wälder auch hierzulande geschützt werden müssen.

Am 1. Juli 2019 haben wir einen offenen Brief an die beiden Geschäftsführer der Firma Oetelshofen geschickt. Hintergrund war die geplante Rodung von etwa 5 Hektar Wald für eine Abraumhalde vom Kalksteinbruch Osterholz. Unser offener Brief wurde auch auf unserem alten Blog und einigen anderen Medien publiziert. In dem Brief haben wir u.a. geschrieben: „Da die Repräsentanten der Firma Oetelshofen immer wieder sagen, gesprächsbereit zu sein und dass sie offen für einen Dialog seien, bieten wir der Firma Oetelshofen ein Gespräch an. Um völlige Transparenz zu schaffen, würden wir auch Medienvertreter zu diesem Gespräch einladen wollen. Denn noch wurde für die jetzige Planung noch nicht im Osterholz gerodet, noch gibt es eine Möglichkeit sich über Alternativen zu einigen, wir und Sie sind dies dem Klima und der Natur schuldig.“

Direkt nach die Veröffentlichung des Briefes schrieb der Assistent der Geschäftsführung, Till Iseke, auf unserer Facebook-Seite, dass es der Firma nicht gefallen hat, dass unser offener Brief nicht von einer Einzelperson, sondern durch die Initiative Osterholz Bleibt geschrieben wurde. Aber er sagte auch, dass er das Gesprächsangebot erst einmal für eine gute Idee hielt. Auch sagte er zu, dass alles weitere per E-Mail geklärt werden würde. Diese erste Reaktion hat uns sehr gefreut, aber leider gab es diese zugesagte E-Mail nie. Während des zweiten Waldspaziergangs im Osterholz am 07. Juli, behauptete Till Iseke sogar, dies nie auf Facebook geschrieben zu haben. Das war einen peinlichen Moment, denn wir sind im Besitz von Screenshots von dieser Zusage durch Till Iseke.

Wir wissen nicht, warum Till Iseke diese 180 Grad-Umdrehung gemacht hat. Es könnte sein, dass die beiden Geschäftsführer der Firma Oetlshofen, Jörg und Moritz Iseke, Till Iseke zurückgepfiffen haben. Denn am 6. Juli publizierte die WZ einen Artikel, in dem einer der beiden Geschäftsführer (und gleichzeitig auch Mitglied des Umweltausschuss und Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Wuppertal-Vohwinkel), Moritz Iseke, sagt: „Wir haben derzeit keinen öffentlichen Redebedarf mit der Initiative.“ 

Nachdem die Firma Oetelshofen offenbar entschieden hat, nicht mit uns über Alternativlösungen sprechen zu wollen und ein Gespräch mit Mitgieder*innen der Fraktion der Grünen im Wuppertaler Stadtrat, das am 29. Juli stattgefunden hat, ergebnislos beendet wurde, können wir nur sagen dass die Gesprächsbereitschaft der Firma sich sehr in Grenzen hält. Denn entweder werden Zusagen nicht eingehalten oder Gespräche mit Lokalpolitiker*innen der Grünen enden ergebnislos. 

Wir haben das Stimmverhalten der Wuppertaler Grünen am 11. Juli zur Stellungnahme der Stadt Wuppertal zu den Rodungen im Osterholz stark kritisiert. Dennoch möchten wir uns bei den Grünen für ihre Versuche, die Firma Oetelshofen während des Gesprächs am 29. Juli umzustimmen und auch für ihre Bemühungen, sich im Düsseldorfer Landtag gegen die Deregulierung von Tagebauen zu positionieren, bedanken.

Wir bedauern, dass die Firma Oetelshofen die Möglichkeit nicht wahrgenommen hat, zusammen mit uns nach Alternativlösungen zu suchen. Durch die für uns unbegreifliche Haltung der Geschäftsführung startet eine neue Phase. Denn viele Menschen wollen die Rodungen im Osterholz Wald verhindern. Wir werden zusammen weiterhin Widerstand gegen die Rodungen leisten. Sollten Einwände bei der Bezirksregierung erfolglos sein, werden mehrere Personen gegebenenfalls Klage einreichen. Aber auch der öffentliche Protest wird weitergehen. Denn uns hat der heutigen Bericht des Weltklimarats eins nochmal deutlich gemacht: ein einfaches „weiter so“ kann es nicht geben! Dies hat der Weltklimarat gerade auch in Bezug auf den Schutz unsere Wälder deutlich gemacht. Laut Weltklimarat lässt sich nur mit einer naturnahen Landwirtschaft, dem Ende der Waldzerstörung und weniger Fleischkonsum die Erderhitzung bis 2100 bei 1,5 oder 2 Grad stoppen. Wir erwarten, dass die Firma Oetelshofen ihrer Verantwortung gerecht wird und keine weitere Rodungen im Osterholz Wald vornimmt. Falls die Firma dies doch weiterhin tun möchte, werden wir alles Mögliche tun um diese Rodungen zu verhindern. 

Osterholz Bleibt, 08. August 2019

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Offenen Brief  01. Juli 2019 als PDF Datei: offenenbrief01juli2019

Pressemitteilung 08. August 2019 als PDF Datei: Pressemitteilung 08.08.2019 Weltklimarat fordert Schutz von Wälder-converted

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Downloads Erweiterung Abraumhalde Oetelshofen 2019 – Dokumente

Downloads Erweiterung Abraumhalde Oetelshofen 2019 – Dokumente.

Links sind PDF Dateien.

01_Antrag-Erweiterung-Abraumalde-Oetelshofen (1)

02_Anlagen-01-19_Erweiterung_Abraumhalde_Oetelshofen

03_Anhang-1_Schriftverkehr-Regionalplanung

03_Anhang-2_Chemische-Untersuchungen_DMT

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-2-IKM-

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-3-Chemische-Untersuchung

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-4-Vorbelastung-

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-5-Vorbelastung-Kalkwerke-Oeteslhofen

03_Anhang-4_Schalltechnische-Untersuchung

03_Anhang-5_Archaeologisch-historisch-bodenkundliches-Gutachten

03_Anhang-6_Faunistischer-Bericht

03_Anhang-7_Artenschutzrechtlicher-Fachbeitrag

03_Anhang-8_Hoehlen–und-Biotopbaumkontrolle

03_Anhang-8_Hoehlen–und-Biotopbaumkontrolle-Anlage01

03_Anhang-8_Hoehlen–und-Biotopbaumkontrolle-Anlage02

2019_13AmtsblattderStadtWuppertalApril2019

Ratsitzung Stadt Haan 02. Juli 2019

Beschluss:einstimmig beschlossen. Abstimmung:Ja: 21, Nein: 0, Enthaltungen: 17.

Quelle: https://www2.haan.de/bi/to0040.php?__ksinr=2127&toselect=14027

PDF Dokument: Stellungnahme_Stadt_Haan_Erweiterung_Halde_Oetelshoven

 

Ratsitzung Stadt Wuppertal (08. Juli 2019, vertagt auf 11. Juli 2019)

Tagesordungspunkt 9.2 „Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Halde Oetelshofen – Stellungnahme der Stadt Wuppertal – VO_0422_19_Beschlussvorlage Stadt Wuppertal (PDF Dokument) Beschluss des Rates der Stadt Wuppertal vom 11.07.2019: Die Verwaltungsdrucksache wird gemäß Vorlage beschlossen.

Abstimmungsergebnis:

Stimmenmehrheit gegen die Fraktionen DIE LINKE und Freie Wähler, bei Enthaltung der Stadtverordneten Frau Schäfer – Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – und Frau Glauner – Ratsgruppe DCW).“

Zitat aus: Rat_der_Stadt_Wuppertal_20190708_Niederschrift_oeffentlicher_Teil

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Oetelshofen und Rheinkalk pumpen Grundwasser ab: Landesbehörde stuft Grundwassermengen in Kalkabbaugebieten als kritisch ein

In den letzten Wochen waren Trockenheit und Wassermangel immer wieder ein Thema in den Medien. In einigen Städten wurden Feuerwehrfahrzeuge eingesetzt, um Bäumen zu gießen. Es gab zudem Berichte über sterbende Bäume durch eine Kombination von Hitze und Trockenheit. Auch in Wuppertal und Haan-Gruiten ist das ein Thema. Wasser ist nicht nur eine der Lebensgrundlagen für Pflanzen und Bäume. Es ist die Lebensgrundlage für alle Lebewesen auf der Erde, auch für uns Menschen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) stuft die Mengen an Grundwasser unter Haan-Gruiten und Teilen von Wuppertal-Vohwinkel als „schlecht“ ein. Trotzdem sollen riesigen Mengen an Grundwasser genau dort durch die Firma Oetelshofen bis einschließlich 2047 weiterhin abgepumpt werden.
 
2013 bekam Oetelshofen die Genehmigung, 11 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr im Steinbruch Osterholz abzupumpen [4]. Die Stadt Wuppertal erteilte die Genehmigung, obwohl in einem Gegengutachten, das von der Stadt Haan in Auftrag gegeben wurde, große Bedenken geäußert wurden [1]. In dem Gegengutachten des Ingenieurbüros Heitfeld-Schetelig aus Aachen geht es um die Auswirkungen der damaligen Erweiterung des Steinbruchs Osterholz auf dem Stadtgebiet Haan. Das Büro des renommierten Hydrogeologen hielt es in dem Gegengutachten für wahrscheinlich, dass sich die für den Kalkabbau nötige „Sümpfung“ negativ auf die Grundwasser-Landschaft im Gruiten-Dornaper Massenkalkzug und die angrenzenden Schiefergebiete westlich von Gruiten auswirken wird. Dabei hat der Gutachter Konsequenzen auch für die angrenzenden Gebiete der Städte Erkrath und Mettmann nicht ausgeschlossen. Nach unserem Kenntnisstand gab die Stadt Wuppertal damals kein Gutachten in Auftrag.
 
Immer wieder fallen die Grundwasserkörper (GWK) Gebiete 27_15 und 27_16 in offiziellen Berichten auf. Das sind die GWKs der Massenkalkgebiete in Wuppertal. Unter der Steingrube Osterholz liegt GWK 27_16, dieser GWK umfasst auch Gruiten und Teile von Wuppertal-Vohwinkel. In einem Dokument von 30. Juni 2014 [2] auf https://www.flussgebiete.nrw.de/, einer Webseite vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, steht auf Seite 4: „Die Ursache für den schlechten mengenmäßigen Zustand der Grundwasserkörper des Wuppertaler Massenkalks liegt in der Sümpfung durch die Kalkabbaue. Bedingt durch Abbaumethoden, für die es keine technisch machbare wirtschaftliche Alternative gibt, wird den beiden Grundwasserkörpern mehr Grundwasser entzogen als sich neu bildet. Dieser Zustand wird voraussichtlich noch über mehrere Jahrzehnte anhalten, bis der Kalkabbau abgeschlossen ist. Daher sind weitere Maßnahmen kurz- und mittelfristig weder möglich noch sinnvoll. Im Rahmen des Kalkabbaus erfolgen bereits Maßnahmen zur Minderung der Umweltauswirkungen. Es wird eine Ausnahmeregelung bezüglich der Erreichung der Bewirtschaftungsziele für den mengenmäßigen Zustand beantragt.“ Auf Seite 9 vom gleichen Dokument ist zu lesen, dass der mengenmäßige Zustand von GWK 27_15 und GWK 27_16 schlecht ist. Die Mengenbilanz wird als „nicht ausgeglichen“ qualifiziert. Deweiteren steht auf Seite 9 auch, dass es signifikant fallende Trends gibt, was die Menge an Grundwasser in beiden GWKs betrifft und dass dies Auswirkungen auf die Oberflächenwasserkörper (OFWK) hat.
 
 
 
Im Grundwasserteil vom Bewirtschaftungssplan 2016-2021 [3] schreibt LANUV auf Seite 96: „In mengenmäßiger Hinsicht als gefährdet eingestufte Grundwasserkörper im Rheineinzugsgebiet (zweite Bestandsaufnahme) (…) 27_15 Wuppertaler Massenkalk· 27_16 Wuppertaler Massenkalk“. Auf Seite 136 heißt es: „Bei den drei Grundwasserkörpern 27_15, 27_16 und 27_08 ist die Grundwasserbilanz aufgrund hoher Entnahmen (Sümpfungen) nicht ausgeglichen. Dies sind die Grundwasserkörper des Wuppertaler Massenkalks (Kalksteinabbau) und ein Grundwasserkörper in der Niederung des Rheins.“ Auf Seite 188 geht es weiter mit „Im Teileinzugsgebiet Rheingraben-Nord erreichen derzeit neun Grundwasserkörper (von insgesamt 32 GWK) in mengenmäßiger Hinsicht nicht den guten Zustand. Es handelt sich dabei um sieben linksseitige Grundwasserkörper der quartären Lockergesteinsgebiete der Niederung des Rheins (27_01, 27_02, 27_04, 27_05, 27_06, 27_08 und 27_18) und zwei Grundwasserkörper im rechtsrheinischen Devon des Wuppertaler Massenkalkes (27_15, 27_16), wie oben angegeben und begründet.“ Auf Seite 227 wird klar, dass es in den kommenden Jahren wahrscheinlich nicht besser wird: „Die betroffenen Grundwasserkörper 27_15 und 27_16 können das Bewirtschaftungsziel für den mengenmäßigen Zustand aufgrund der durch den Kalkabbau bedingten Sümpfungsmaßnahmen bis 2015 und voraussichtlich auch bis zum Jahre 2027 nicht erreichen. Die Zielerreichung ist praktisch unmöglich, weil der Kalkabbau noch bis maximal 2048 anhält und sich danach nur sehr allmählich wieder der ursprüngliche Grundwasserstand einstellt. Ein Kalkabbau ohne künstliche Grundwasserabsenkung ist nur dort möglich, wo sich die Abbausohle natürlicherweise oberhalb des Grundwasserspiegels befindet, was in den betreffenden Tagebauen nicht der Fall ist.“
 
Im Planfeststellungsbeschluss der Stadt Wuppertal vom 26. März 2013 [4] geht hervor, dass die Firma Oetelshofen zur Beobachtung der Grundwasserstände, insbesondere im Bereich des westlichen Düsseltals (Grundwasserscheide), ein Hydromonitoring durchzuführen muss. Die Firma überwacht also selbst und muss die Ergebnisse an die Behörden melden. Aus einem Monitoring Leitfaden vom LANUV von 23. November 2018 geht hervor, dass das Landesamt selbst kein Monitoring in dem Wuppertaler Massenkalkgebiet durchführt. Auf Seite 58 steht: „In NRW wird das überblicksweise Monitoring für jeden [11] GWK durchgeführt, also auch für solche GWK, deren Zielerreichung im Rahmen der Bestandsaufnahme als „wahrscheinlich“ angesehen wird.“ Unter [11] steht dann aber: „Eine Ausnahme bilden derzeit infolge Bergbauaktivitäten leergesümpfte GWK (kein Messnetz: 274_06, 286_08, 27_15, 27_16), in denen zurzeit kein Grundwassermonitoring möglich ist. (…).
 
Aus einem Dokument [5] auf https://wassernetz-nrw.de/, einem Projekt der Umweltorganisationen BUND-NRW, NABU-NRW und LNV-NRW, geht hervor, dass GWK 27_16 auch ein Gebiet der sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, FFH) beeinflusst: das Neandertal. Auch laut diesem Dokument wird das Monitoring für das Neandertal von den Firmen Rheinkalk GmbH und Iseke GmbH & Co (Steinbruch Osterholz, Oetelshofen) übernommen. Die Landesbehörden selbst kontrollieren nicht. Unter GWK 27_16 liegt auch noch das Naturschutzgebiet Dolinengelände Krutscheid. Dieses Gebiet ist Teil vom Osterholz und liegt in Wuppertal-Vohwinkel. Dieses Naturschutzgebiet umfasst eine unterschied- lich strukturierte Waldfläche. Vor allem in den Randgebieten treten bis zu 25 m hohe Buchen und Eschen auf. Durch die Tiefe der Wurzeln der Bäume in dieses Gebiet ist stark davon auszugehen, dass auch sie durch die Absenkungen vom Grundwasser von Trockenheit bedroht sind. 
 

Screenshot Luftaufnahme GWK 27_16 (untere) auf https://www.elwasweb.nrw.de/elwas-web/index.jsf#

Neben der Rodung von 5 Hektar Wald für den Abfall der Firma Oetelshofen, wird das gesamte Osterholz Wald durch Trockenheit bedroht. Die Absenkung vom Grundwasser ist eine zusätzliche Belastung für den Wald. Zusätzlich betrifft der schlechte Mengenzustand auch Haan-Gruiten und Teile von Wuppertal-Vohwinkel. Besonders durch großräumige und lang anhaltende Grundwasserabsenkungen können in naheliegenden Ortschaften Schäden an Gebäuden auftreten. Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass viele Wälder und Bäume in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus durch Trockenheit sterben. Deswegen fordert BUND Vorsitzende Hubert Weiger: „Um die gestressten Wälder besser gegen die Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, müssen wir sie schonender behandeln. Wir müssen unsere Wälder endlich ökologisch verträglich bewirtschaften, sodass mehr Feuchtigkeit im Wald verbleibt und dieser sich selbst stabilisieren kann. Das bedeutet: weniger drastische Eingriffe für die Holzernte, ein Stopp der Entwässerung von Wäldern und die Vermeidung der Verdichtung von Waldböden durch Befahrung.“
 
Es wird höchste Zeit, dass mehr nach ökologisch vertretbaren Alternativen für den Rohstoff Kalk geforscht wird. Im Herstellungsprozess für braunen und weißen Zucker wird Kalk benötigt. Aber Produkte die braunen oder weißen Zucker ersetzen, gibt es jetzt schon. Für Vollrohrzucker und viele natürliche Zuckerersatzprodukte wie z.B. Birkenzucker wird z.B kein Kalk benötigt. Auch bei der Herstellung des sogenannten Portlandzement wird Kalk benötigt. Aber auch da gibt es bereits jetzt erste Resultate, um Zement in Zukunft ohne Kalk herstellen zu können [6]. Es ist wichtig, den massiven CO2-Ausstoß beim Kalkbrennen und das Absenken von Grundwasser schnellstmöglich zu beenden. Eine Zukunft ohne Kalk würde da einen großen Beitrag liefern. 
 
Osterholz Bleibt, 30. Juli 2019 

[6] PDF Datei: zementohnekalk
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Samstag 27. Juli: Offenes #OsterholzBleibt Treffen

Die Initiative Osterholz Bleibt wird auch in Zukunft Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald leisten. Am Samstag dem 27. Juli wird es um 15:00 Uhr ein offenes #OsterholzBleibt Treffen geben wo das weitere Vorgehen der Initiative besprochen wird. Das Treffen findet im Enough Info-Café, Wiesenstraße 48 in Wuppertal statt. Alle Interessierten die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen.

Facebook Veranstaltungseite: https://www.facebook.com/events/888396624880115/

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Dreihundert Menschen protestierten für den Erhalt vom Osterholz Wald

Pressemitteilung 21. Juli 2019

Dreihundert Menschen protestierten für den Erhalt vom Osterholz Wald

Am gestrigen Samstag haben über 300 Menschen an einer Demonstration für den Erhalt von Osterholz Wald in Wuppertal-Vohwinkel teilgenommen.

Bei leichtem Regenfall zog der Demonstrationszug vom Bahnhof Vohwinkel zu einer der schon bestehenden Abraumhalden der Firma Oetelshofen, die den Kalksteinbruch Osterholz betreibt. Oetelshofen hat eine Antrag zur Rodung von etwa 5 Hektar Wald im Osterholz bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt, aber der Widerstand gegen die Rodungen wächst.

Einer der Sprecher der Initiative Osterholz Bleibt, René Schuijlenburg, sagt: „Es war nicht ohne Risiko, eine Demonstration in der Ferienzeit zu organisieren. Viele Menschen sind im Moment im Urlaub. Wir sind als Initiative dennoch sehr zufrieden weil wir im Vergleich zum letzten Waldspaziergang zahlenmäßig noch mal zulegen konnten. Der Widerstand gegen die Rodungspläne wächst weiter.“

Marjolein Schlüter, eine der Sprecherinnen der Initiative Osterholz Bleibt sagt: „Es war eine tolle Atmosphäre während der Demo. Viele neue Menschen haben sich angeschlossen und es gab währenddessen regen Austausch von Informationen. Es sind auch Kontakte zu anderen Bürgerinitiativen geknüpft worden“.

Marjolein Schlüter spricht auf die Osterholz Bleibt Demonstration am 20. Juli.

In Redebeiträgen wurden die Kalklieferungen der Firma Oetelshofen an die Braunkohleindustrie im Rheinland kritisiert, aber auch über die Schönheit des Osterholzer Waldes gesprochen. Eine der Rednerinnen beschrieb, wie sie als Kind im Osterholz Wald gespielt hat.

Die Initiative Osterholz Bleibt hatte vor knapp 3 Wochen einen offenen Brief an die Firma Oetelshofen geschrieben, der bis heute leider nicht beantwortet wurde. René Schuijlenburg dazu: „Till Iseke, Assistent der Geschäftführung, beklagte sich zwar, dass der Brief von der Initiative Osterholz Bleibt als Initiative unterschrieben wurde, sagte auf unserer Facebookseite dennoch zu, die Details über Gespräche in einem E-Mail zu klären. Diese Zusage hat Till Iseke dann auf unserem zweiten Waldspaziergang, der am 07. Juli statt gefunden hat, abgestritten. Die Firma Oetelshofen hat in der Vergangenheit immer wieder gesagt, dass sie zum Dialog bereit sind. In der Realität werden gemachte Zusagen aber leider nicht eingehalten. Wir wissen, dass die Wuppertaler Grünen am 29. Juli einem Gespräch mit dem Kalksteingrubebetreiber hat und hoffen, dass bei diesem Termin die Firma noch zum Einlenken bewegt werden kann, und zwar von den Rodungspläne insgesamt. Es ist nicht einzusehen, dass auch nur ein Baum für den Müll der Firma Oetelshofen gerodet wird.“

Die Initiative Osterholz Bleibt wird auch in Zukunft Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald leisten. Am Samstag dem 27. Juli wird es um 15:00 Uhr ein offenes Treffen geben wo das weitere Vorgehen der Initiative besprochen wird. Das Treffen findet im Enough Info-Café, Wiesenstraße 48 in Wuppertal statt. Alle Interessierten die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen. (Facebook Veranstaltungseite: https://www.facebook.com/events/888396624880115/)

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Pressemitteilung als PDF Datei: Pressemitteilung21juli

Die Wuppertaler Musikgruppe „Fortschrott“ spielte einige ihre Lieder auf die Demonstration am 20. Juli.

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