Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Osterholz Bleibt“ – 21. Februar, 2021

 

Die Geschäftsführung der Kalkwerke Oetelshofen hat weiterhin keine Genehmigung für ihre Rodungspläne im Osterholz Wald. Wuppertaler Oberbürgemeister Uwe Schneidewind äußert sich. Waldbesetzer*innen kündigen Barrikadenabbau an

Wuppertal – Haan. Die Pressemitteilung der Kalkwerke Oetelshofen vom vergangenen Freitag klingt fast wie das gute Ende eines Märchens. Sie schreiben: „Aufgrund der aktuell angespannten öffentlichen Diskussion zur geplanten Haldenerweiterung haben wir uns in enger Abstimmung mit dem Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal dazu entschlossen, die dafür vorgesehene Rodung zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu forcieren.“

Damit startet die Firma erneut einen PR Vorstoß, der bei näherer Betrachtung erst mal nicht viel mehr ist, als ein Versuch das Image der Firma aufzupolieren. Es ist natürlich erfreulich, dass im Osterholz Wald vorerst nicht flächig gerodet wird, doch die Firma Oetelshofen unterschlug in ihrer Pressemitteilung einen wichtigen Fakt: Die Kalkwerke Oetelshofen dürfen im Moment wegen der fehlenden Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf gar nicht roden, dazu kommt, dass Ende Februar die Rodungssaison endet und dann für einige Monate Rodungen generell untersagt sind.

Einer der Pressesprecher der Bürgerinitiative, René Schuijlenburg sagt dazu: „Die Geschäftsführung der Firma Oetelshofen suggeriert, sie hätten angeboten vorerst auf die Rodung zu verzichten. Das stimmt aber nur bedingt. Fakt ist, dass die Bezirksregierung in Düsseldorf, Oetelshofen noch gar keine Genehmigung erteilt hat. Oetelshofen darf im Moment also gar nicht roden.“

In einem Post auf seiner Facebook Seite bestätigte Uwe Schneidewind heute, dass er mit der Firma Oetelshoven gesprochen hat. Schneidewind sagte: „In den letzten Wochen habe ich viele Gespräche geführt, um eine drohende Eskalation im Osterholz zu vermeiden.“

René Schuijlenburg dazu: „Wir begrüßen es, dass Herr Schneidewind geschrieben hat, dass er sich einsetzen wird um mögliche Alternativen zur Rodung zu erörtern. Mir persönlich gefällt zwar so einiges nicht was Herr Schneidewind über die Firma Oetelshofen in seinem Statement gesagt hat, einiges trifft meiner Meinung nach auch nicht zu, aber die Kernaussage ist erst mal positiv. Das Suchen nach alternativen Lösungen ist wichtig. Es geht hier um die Frage: Wird ein wertvoller Wald und ein Naherholungsgebiet für die Menschen für die Profitmaximierung einer privaten Firma geopfert oder wird eine Lösung gefunden, die die Natur, die viele Lebewesen im Wald und das Klima schützt, vorzugsweise natürlich eine Lösung der auch für die Firma Oetelshofen tragbar ist. Es wird nicht einfach werden, aber Prinzipiell sind wir Gesprächsbereit.“

Marjolein Schlüter, eine der Sprecher*innen der BI Osterholz Bleibt!: „Herr Schneidewind sagt, dass Wälder in Zeiten des Klimawandels einen besonderen Schutz genießen müssen. Gerade in den letzten Tagen ist berichtet worden, dass die EU Deutschland wegen jahrelanger Verstöße gegen geltendes Naturschutzrecht vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Wichtig ist zu klären, ob das auch auf den Osterholz Wald zutrifft.“

Aktivist*innen besetzen nach wie vor einen Teil des gefährdeten Osterholz Wald. Sie teilten der Bürgerintiative ‚Osterholz bleibt‘ mit, dass die Waldbesetzung fortgeführt wird, bis der Wald sicher ist. Als Zeichen ihres guten Willens werden sie aber am 01. März damit beginnen einige der Barrikaden abzubauen. Damit wollen sie die emotionale Anspannung auf Seiten der Kalkwerke abbauen.

Am Montag den 22. Februar und Donnerstag den 25. Februar 2021 organisiert die Bürgerinitiative Osterholz Bleibt zwischen 8:30 und 16:00 Uhr Mahnwachen. Die Versammlungen finden auf dem Parkplatz Osterholzer Straße, Waldeingang Osterholz, statt.

Osterholz Bleibt, 21. Februar 2021

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

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Osterholz Bleibt Mahnwachen: Donnerstag, 18.02.2021, Montag, 22.02.2021, Donnerstag, 25.02.2021

Osterholz Bleibt Mahnwachen:

Donnerstag, 18.02.2021 08:30 Uhr bis 16 Uhr
Montag, 22.02.2021 08:30 bis 16 Uhr
Donnerstag, 25.02.2021 08:30 bis 16 Uhr

Auch über das Wochenende gab es erhöhte Aktivitäten der Polizei rund um den Osterholz Wald. Sei es mit Fahrzeugen, einem Hubschrauber oder einer Besichtigung mit vielen Polizist:innen am vergangenen Donnerstag. Seit einigen Wochen gibt es immer öfter Polizei in oder rund um den Wald. Die Anzeichen für eine zukunftsnahe größere Polizeiaktion mehren sich. Unklar ist auch der Stand der Dinge vom Genehmigungsverfahren der Firma Oetelshofen bei der Bezirksregierung. Dort wird seit Wochen gemauert. Auch Anwohner:innen, die Beschwerde gegen die Rodung von 5 Hektar Wald eingelegt haben, bekommen von der Bezirksregierung seit Wochen keine Auskunft mehr. Eine Fachrechtbeschwerde wurde eingereicht.
 
Die Firma Oetelshofen ist nach wie vor fest entschlossen, 5 Hektar Wald im Osterholz zu roden. Die größeren Polizeiaktionen der letzten Tage, könnten die Einleitung zu genau dieser Rodungsaktion sein. Wir wollen uns solidarisch mit der Waldbesetzung zeigen, die seit dem 15. August 2019 für den Erhalt des Waldes und der vielen Lebeswesen, die dort ihr Zuhause haben, kämpfen. Auch für uns ist eine Rodung absolut inakzeptabel und eine Leugnung der Bedeutung der Klimakrise. Dagegen wollen wir erneut protestieren. Dieses mal mit einer Mahnwache, die am Montag den 15. Februar um 08:00 Uhr Morgens startet. Wir wollen am frühen Morgen anfangen, denn wir gehen davon aus, dass eine eventuelle Polizeiaktion gegen die Waldbesetzung schon sehr früh anfangen wird. 
 
Die Mahnwache findet auf dem Parkplatz Osterholzer Straße, Waldeingang Osterholz, statt. Diesen Parkplatz findet ihr aus der Richtung Wuppertal Vohwinkel kommend, an der rechten Seite, direkt nach dem Waldeingang am Ende des Waldes.
 
 
 
Mit dem Bus erreicht ihr die Mahnwache mit Linie 641. Dieser fährt ab Wuppertal Vohwinkel Bahnhof (Richtung Haan-Gruiten) von 07:40 Uhr bis 18:40 Uhr stündlich und von Haan Gruiten S-Bahnhof (Richtung Wülfrath Stadtmitte) von 07:04 Uhr bis 18:04 Uhr stündlich. Steigt an der Haltestelle „Neu Amerika“ aus. Wenn ihr in Wuppertal Vohwinkel Bahnhof eingestiegen seid, seid ihr bereits an der Mahnwache vorbeigefahren. Von der Haltestelle 250m (zurück) Richtung Wuppertal gehen, die Mahnwache findet ihr dann auf dem Parkplatz auf der linken Seite.
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Osterholz Bleibt Mahnwache – Montag, den 15.Februar, ab 08:00 Uhr

 
Auch über das Wochenende gab es erhöhte Aktivitäten der Polizei rund um den Osterholz Wald. Sei es mit Fahrzeugen, einem Hubschrauber oder einer Besichtigung mit vielen Polizist:innen am vergangenen Donnerstag. Seit einigen Wochen gibt es immer öfter Polizei in oder rund um den Wald. Die Anzeichen für eine zukunftsnahe größere Polizeiaktion mehren sich. Unklar ist auch der Stand der Dinge vom Genehmigungsverfahren der Firma Oetelshofen bei der Bezirksregierung. Dort wird seit Wochen gemauert. Auch Anwohner:innen, die Beschwerde gegen die Rodung von 5 Hektar Wald eingelegt haben, bekommen von der Bezirksregierung seit Wochen keine Auskunft mehr. Eine Fachrechtbeschwerde wurde eingereicht.
 
Die Firma Oetelshofen ist nach wie vor fest entschlossen, 5 Hektar Wald im Osterholz zu roden. Die größeren Polizeiaktionen der letzten Tage, könnten die Einleitung zu genau dieser Rodungsaktion sein. Wir wollen uns solidarisch mit der Waldbesetzung zeigen, die seit dem 15. August 2019 für den Erhalt des Waldes und der vielen Lebeswesen, die dort ihr Zuhause haben, kämpfen. Auch für uns ist eine Rodung absolut inakzeptabel und eine Leugnung der Bedeutung der Klimakrise. Dagegen wollen wir erneut protestieren. Dieses mal mit einer Mahnwache, die am Montag den 15. Februar um 08:00 Uhr Morgens startet. Wir wollen am frühen Morgen anfangen, denn wir gehen davon aus, dass eine eventuelle Polizeiaktion gegen die Waldbesetzung schon sehr früh anfangen wird. 
 
Die Mahnwache findet auf dem Parkplatz Osterholzer Straße, Waldeingang Osterholz, statt. Diesen Parkplatz findet ihr aus der Richtung Wuppertal Vohwinkel kommend, an der rechten Seite, direkt nach dem Waldeingang am Ende des Waldes.
 
 
 
 
 
Mit dem Bus erreicht ihr die Mahnwache mit Linie 641. Dieser fährt ab Wuppertal Vohwinkel Bahnhof (Richtung Haan-Gruiten) von 07:40 Uhr bis 18:40 Uhr stündlich und von Haan Gruiten S-Bahnhof (Richtung Wülfrath Stadtmitte) von 07:04 Uhr bis 18:04 Uhr stündlich. Steigt an der Haltestelle „Neu Amerika“ aus. Wenn ihr in Wuppertal Vohwinkel Bahnhof eingestiegen seid, seid ihr bereits an der Mahnwache vorbeigefahren. Von der Haltestelle 250m (zurück) Richtung Wuppertal gehen, die Mahnwache findet ihr dann auf dem Parkplatz auf der linken Seite.
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Pressemitteilung der Bürgerinitiative ‚Osterholz Bleibt‘ – 12. Februar, 2021

Die Bürgerinitiative ‚Osterholz Bleibt‘ fordert einen Stopp der Rodungspläne im Osterholz. Welche Position vertritt der Wuppertaler Oberbürgermeister Herr Schneidewind?

Gestern morgen, am Donnerstag den 11. Februar 2021, war eine große Gruppe Polizist*innen im Osterholz. Obwohl es keine offizielle Entscheidung der Bezirksregierung Düsseldorf zu den Rodungsvorhaben der Firma Oetelshofen gibt, scheint es, als ob eine Räumung vorbereitet wird. Die Besichtigung der Polizei wirkte wie eine Erkundung.

Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universitäten Harvard, Birmingham, Leicester und des University College in London sind allein durch das Verbrennen fossiler Energieträger im Jahr 2018 8,7 Millionen Menschen auf unserem Planeten gestorben [1]. Die Zahl der Opfer übersteigt die aller Menschen, die jedes Jahr weltweit durch das Rauchen von Tabak und an Malaria sterben. Die Firma Oetelshofen trägt in unserer Region dazu bei, die Zahlen der Opfer in die Höhe zu treiben, denn ihre Kalköfen werden mit fossilen Energieträgern wie Braunkohle betrieben.Das ist der dreckigste fossile Energieträger, der momentan verfügbar ist.

Anstatt zu begreifen, dass der ökologische Umbau unserer Gesellschaft kein PR-Spiel, sondern die Lebensgrundlage für unsere Kinder ist, möchte Oetelshofen weiter den Klimawandel ignorieren und Geld sparen. Die Erweiterungspläne für die Halde und die damit verbundene Rodung des Osterholz stellt die Firma ohne erkennbare Selbstweifel zynisch als Umweltschutz dar. Die Bürgerinitiative ‚Osterholz bleibt ist sicher: Die Firma bläst Tag für Tag eine große Menge CO2 in die Atmosphäre und möchte trotzdem 5 Hektar alten Waldbestand sowie 3,5 Hektar Aufforstungen für ihren Abfall aus dem Steinbruch roden. Damit wird wertvoller Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen zerstört, CO2 nicht mehr gebunden und die Verantwortung für die Bekämpfung des Klimawandels abgelehnt.

Wuppertal hat seit etwa 100 Tagen einen neuen Bürgemeister, der auch für eine ökologische Wende bei der Wahl 2020 angetreten ist. Wir erwarten, dass Herr Schneidewind sich einsetzt, um diesen ökologischen Irrsinn im Osterholz Wald zu stoppen. Es ist nicht hinnehmbar, dass im Jahr 2021 immer noch Wälder für Autobahnen, wie in Hessen, oder für den Müll der Firma Oetelshofen gerodet werden sollen.

Der Presseprecher der Initiative ‚Osterholz Bleibt!‘, René Schuijlenburg, sagt dazu: „Uns ist natürlich bekannt, dass die Entscheidung auf der Ebene der Bezirksregierung in Düsseldorf getroffen wird. Aber wir erwarten dennoch, dass der Wuppertaler Oberbürgermeister Uwe Schneidewind sich öffentlich und deutlich positioniert. Er kann nicht antreten mit dem Versprechen sich für eine ökologische Wende einzusetzen und dann tatenlos zusehen, wie 5 Hektar Wald für Müll gerodet werden. Wir erwarten von Herrn Schneidewind auch eine Aussage über die mit Braunkohle betriebenen Kalköfen im Wuppertaler Stadtgebiet.“

Die Sprecherin von ‚Osterholz bleibt‘ und engagierte Anwohnerin Marjolein Schlüter fügt hinzu: „Die Kosten für eine zeitgemäße Entsorgung spart sich die Firma Oetelshofen und zwingt die Konsequenzen der Allgemeinheit auf. Eine grüne Lunge verschwindet und auch der restliche Osterholz-Wald ist in Zukunft bedroht. Die Vergangenheit zeigt: Stück für Stück wird der Wald dem Kalkabbau geopfert. Typisches Verhalten der Industrie. Kosten werden externalisiert, Gewinne privatisiert. Die nächsten Generationen zahlen die Zeche“.

Die Firma Oetelshofen gibt sich zwar gesprächsbereit, scheint aber nur vordergründig an Alternativlösungen interessiert zu sein. In Wirklichkeit treibt die Geschäftsleitung der Firma ihre Rodungspläne immer weiter voran. Damit bringt sie auch jede Menge Arbeitsplätze auf längere Sicht in Gefahr, da ihr Geschäftsmodell auf diese Weise nicht zukunftsfähig ist, denn die

ökologische Wende wird kommen. Eine Firma, die ihre Kalköfen mit Braunkohle betreibt und 5 Hektar Wald für ihren Abfall rodet, ist schlichtweg nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

 

Osterholz Bleibt, 12. Februar 2021

 

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

[1] Die Studie wurde u.a. auf Science Direkt veröffentlicht: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0013935121000487

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Waldspaziergang Osterholz bleibt! Jetzt erst recht!

Für die einen sind es einfach nur „Bäume“ = Holz = Kapital für die anderen ist es „die grüne Lunge der Stadt“ = Luft zum Atmen + Erholung = wertvolles Leben. Wenn Du den Wald erhalten möchtest, dann wandere mit auf unserem Infospaziergang.

Immer noch sollen in Wuppertal Vohwinkel und Haan Gruiten 5 Hektar des Osterholz Waldes zuzüglich 3,5 Hektar Neuaufforstungen gerodet werden, um einem gewaltigen Berg von Abraum Platz zu schaffen.

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorüber, dennoch wollen wir mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ab August wieder regelmäßig Waldspaziergänge entlang des Waldstückes, welches gerodet werden soll, anbieten. Dabei erklären wir, was sich verändert, wenn das Vorhaben wie geplant umgesetzt werden sollte. Außerdem vermitteln wir, warum dieser Wald nicht gerodet werden darf und was wir bereits getan und erreicht haben sowie in Zukunft tun werden. Jeden ersten Sonntag im Monat treffen wir uns um 14:00 Uhr auf dem Wanderparkplatz Hermgesberg.

Wir haben von der Versammlungsbehörde bereits die Auflagen erhalten. Diese betreffen nur den Schutz vor einer weiteren Corona Ausbreitung gemäß der Coronaschutzverordnung.

Während des Waldspazierganges muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden und es muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Augen und Ohren müssen dabei frei bleiben. Es dürfen sich Grüppchen von maximal 5 Personen bilden, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden muss. Die Grüppchen müssen jedoch zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Wir empfehlen, dass sich solche Grüppchen nur aus solchen Personen bilden, welche auch ansonsten einen näheren Kontakt pflegen und bitten darum, dass zu unbekannten Personen aus Rücksichtnahme der Mindestabstand eingehalten wird.

Wenn Spaziergänger*innen passieren wollen, muss diesen ebenfalls ermöglicht werden, den Mindestabstand einzuhalten (also einen Durchgang von mindestens 1,5 Metern freihalten).

Die nächsten Termine:

  • Sonntag, 07.02.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 07.03.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 04.04.2021 (Ostern) 14:00 Uhr
  • Sonntag, 02.05.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 06.06.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 04.07.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 01.08.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 05.09.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 03.10.2021 (Tag der deutschen Einheit) 14:00 Uhr
  • Sonntag, 07.11.2021 14:00 Uhr
  • Sonntag, 05.12.2021 14:00 Uhr

Wanderparkplatz Hermgesberg, 42781 Haan/Gruiten

Google Map Link zum Wanderparkplatz Hermgesberg: https://goo.gl/maps/RLDcgvwMJ8KGm4Ms6

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Erörterungstermin am 22.09.

Seit über einem Jahr kämpft unsere Bürgerinitiative zusammen mit den Besetzer*innen von ‚Jeder Baum zählt‘ für den vollständigen Erhalt des Osterholz.

Ein Teil dieses wunderschönen Mischwaldes mit etlichen Tieren und Pflanzen, die auf der roten Liste stehen, soll für die Erweiterung der Abraumhalde der Kalkwerke Oetelshofen gerodet werden. In Zeiten des Klimawandels über Waldrodung überhaupt nachzudenken, ist mehr als unverantwortlich und so tun wir alles was wir können um das vielfältige Ökosystem zu erhalten.
Leider zeigen sich die Betreiber der Kalkwerke uneinsichtig und bevorzugen weiterhin die kostengünstige Variante der Rodung. Der Familienbetrieb in dritter Generation und Kunde von RWE hat sich die Loyalität von Politik und Umweltverbänden in der Region durch geschickte Vernetzungsarbeit gesichert und so gab es keinen Widerstand, bis sich unsere Initiative zusammenfand.

Am Dienstag, den 22.09.2020 ab 9:30 findet in der Unihalle, Albert-Einstein-Str. 20, der Erörterungstermin statt, bei dem die Menschen gehört werden, die Widerspruch bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingelegt haben. Personen, die Widerspruch eingelegt haben und an diesem Termin aber nicht teilnehmen können, haben die Möglichkeit eine Vollmacht auszustellen und sich vertreten zu lassen.

‚Jeder Baum zählt‘ und ‚Osterholz bleibt‘ werden vor der Unihalle mit einem Stand vertreten sein und wir hoffen, dass viele Menschen am Erörterungstermin teilnehmen können. Kommt vorbei, besucht uns und zeigt euch solidarisch.

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„Osterholz bleibt!“ hat die Zeit der Corona-Pandemie genutzt

Nach einer langen Pause setzen wir unsere monatlichen Waldspaziergänge am Sonntag den 2. August 2020 fort.
 
Wir sind in dieser Pause nicht tatenlos geblieben und haben die Zeit genutzt um weiter in alten Akten zu recherchieren.
 
Dabei haben wir die Bezirksregierung um Einsicht in die Unterlagen vom vorherigen Planfeststellungsverfahren gebeten: Abbauerweiterung der Grube Osterholz und Errichtung von 2 Abraumhalden Holthauser Heide und Schöller. Wir wurden an die Stadt Wuppertal verwiesen , damals zuständige Behörde für dieses Verfahren. Marjolein Schlüter, eine der Sprecher*innen der Initiative Osterholz bleibt! sagt: „Wie ist es möglich, dass die Bezirksregierung Düsseldorf keine Akten aus diesem Verfahren vorliegen hat? Aufgrund des Beschlusses des Oberbürgermeisters der Stadt Wuppertal, Resort Umweltschutz, Untere Naturschutzbehörde geht hervor, dass eine Erweiterung bzw. Erhöhung der Halde Oetelshofen nicht möglich ist. Dieses Wissen ist relevant für das aktuelle Planfeststellungsverfahren, da dies der alleinige Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens 2019 ist. Ich frage mich, ob die Bezirksregierung hiervon Kenntnis hat“.
 
Das ist wohl auch bei der Verwaltung beider Städte, Wuppertal und Haan, niemandem aufgefallen.
Das Planfeststellungsverfahren 2019 hätte nach unserer Auffassung in dieser Form überhaupt nicht beantragt werden können.
 
Auch in 2013 sind unsere Meinung nach grobe Fehler gemacht worden.
Die Stadt Haan hat bezüglich Grundwasser Einspruch erhoben, nicht gegen eine Rodung von 3 ha Wald iLandschaftsschutzgebiet.
 
Da ein Planfeststellungsverfahren übergreifend bzw. übergeordnet ist und Konzentrationswirkung hat, haben mit dem Beschluss von 2013 die 3 Haaner Waldgrundstücke automatisch ihren Status als LSG verloren. Marjolein Schlüter dazu: „Die Stadt Haan hat einfach stillschweigend hingenommen, dass aus Landschaftsschutzgebiet Industriegebiet geworden ist. Warum ist das niemand aufgefallen? Wir Bürger sind wieder mal um ein Stück Naherholungsgebiet betrogen“.
 
Jetzt die Halde. Im Zuge eines Verfahrens aus 2005, Regiobahn, wurde entschieden, dass die Halde Hanielsfeld in Wuppertal ihr  Status aberkannt  wurde, dafür sollte die Halde Oetelshofen den Status Besonderen Schutz de Natur (BSN) erhalten. Dies ist nach unserer Überprüfung bereits im Regionalplan eingetragen. Es scheint, als ob die Politiker/Verwaltungen nur einen Blick auf den Regionalplan werfen, wenn es um Bebauung/Versiegeln von Grundstücken geht. Wer überprüft den Regionalplan bei Eintragungen, die die Natur betreffen? Marjolein Schlüter: „Diese Halde wartet seit 15 Jahren auf den Status Naturschutzgebiet. Wieder mal werden wir betrogen. Wenn wir als Alternativlösung vorschlagen, die vorhandenen Steinbruch-Löcher in näherer Umgebung zu verfüllen, heißt es: das sind Naturschutzgebiete! Weil der Halde Oetelshofen der Eintrag in die Liste der Naturschutzgebiete Wuppertal bis jetzt verwehrt wurde, können dort auch in diesem Herbst wieder zwei Großveranstaltungen stattfinden. Warum hakt da niemand nach?“.
 
Seit dem 13. Juni 2020 gibt es eine von der Firma Oetelshofen initiierte Waldbewässerung, die 2-wöchtlich stattfindet. Daran beteiligen sich auch Freiwillige unserer Initiative Osterholz bleibt! An sich eine gute Aktion, wäre da nicht die Tatsache, dass die Firma jährlich 11 MILLIONEN Liter Grundwasser abpumpt. Schlüter: „Ich habe das erste Mal bei der Waldbewässerung mitgemacht, weil ich den Bäumen „was Gutes“ tun wollte. Allerdings bekommen die Bäume (und nur ein Teil davon) alle 2 Wochen ca. 30.000 Liter zurück, eine Menge, die die Firma Tag ein, Tag aus innerhalb von 1,5 Minuten der Erde wegnimmt. Dies im Hinterkopf zu haben, tut weh. Und dann habe ich noch erfahren, dass die Firma Oetelshofen das Material, das zur Bewässerung benötigt wird, von einem anderen Menschen stellen lässt. Lediglich das Grundwasser wird von der Firma gestellt; Grundwasser, das Allgemeingut ist. Da ist meine Motivation auf Null gesunken. Dem Waldbesitzer scheint sein Wald doch nicht so wertvoll zu sein“.
 
Wir dagegen haben diesen wunderschönen Wald durchsucht und schöne, geschützte Arten gefunden: Orchideen, Hirschzungenfarn, Schmetterlinge, sogar einen Frosch. Dies haben wir den Unteren Naturschutzbehörden des Kreises Mettmann und der Stadt Wuppertal, sowie der Bezirksregierung Düsseldorf mitgeteilt.
 
Klimaschutz, Naturschutz ist Knochenarbeit. Wir machen weiter, wir klären auf, wir gehen der Sache auf den Grund.
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Waldspaziergang am 22.03. abgesagt

Um die Ausbreitung des neuen Corona Virus zu verlangsamen, findet der für kommenden Sonntag, den 22.03.2020 angekündigte Waldspaziergang nicht statt. Bis auf weiteres werden wir unsere Aktivitäten auf Website, Social Media und Presse reduzieren.

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Waldspaziergang im Osterholz aus Sicherheitsgründen abgesagt – neuer Termin steht bereits

Die Initiative „Osterholz bleibt!“ sagt ihren für den kommenden Sonntag geplanten Waldspaziergang aus Sicherheitsgründen ab. Auch weiterhin sind starke Sturmböen angesagt. Bei den durch den Orkan vorgeschädigten Bäumen besteht dadurch jederzeit die Gefahr, dass einzelne Äste herunterfallen oder sogar Bäume umstürzen.
 
Der Termin für den nächsten Waldspaziergang steht aber schon fest. Am Sonntag, den 22.03.2020, 14:00 Uhr trifft man sich auf dem Wanderparkplatz Hermgesberg am Übergang vom Hahnenfurther Weg zum Schöllerweg in Haan/Gruiten. Auf dem Waldspaziergang wird vermittelt, welche Bereiche des Waldes die Firma Oetelshofen für eine Erweiterung der Abraumhalde roden will, warum diese Bereiche besonders schützenswert sind und welche Alternativen es gibt. Außerdem wird von Gesprächen mit der Firma Oetelshofen berichtet.
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Pressemitteilung Osterholz Bleibt 25. Januar 2020 – Gespräch mit Firma Oetelshofen

Am Montag, den 20. Januar 2020 trafen sich Menschen der Initiative ‚Osterholz Bleibt!‘ mit dem Geschäftsführer Jörg Iseke und seinem Assistenten Till Iseke zum konstruktiven Gespräch.Nach einer Power Point Präsentation und Führung durch das Gelände der Kalkwerke Oetelshofen wurden in entspannter Atmosphäre Gedanken und Standpunkte ausgetauscht.

Neben den Rodungsplänen der Firma wurde auch der Zustand des Osterholzer Waldes angesprochen. Durch die Trockenheit der letzten zwei Jahre ist der Wald angeschlagen. Es wurde u. a. über Bewässerungsmöglichkeiten diskutiert. Die Firma Oetelshofen denkt darüber nach, dafür das abgepumpte Grundwasser zu Verfügung zu stellen und hofft auf ehrenamtliche Unterstützung.

Über die Rodungspläne wurde keine Einigung erzielt. Die Initiative ‚Osterholz Bleibt!‘, ist nach wie vor der Meinung, dass die geplante Rodung von 5 Hektar Mischwald inakzeptabel ist. Die Firmen Iseke GmbH & Co. KG und Oetelshofen GmbH & Co. KG möchten nach wie vor ihr Vorhaben umsetzen und die Abraumhalde in den Wald erweitern.

Der Erörterungstermin über die Erweiterungspläne, der für Anfang Februar von der Bezirksregierung Düsseldorf angedacht war, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Das zeigt, dass es noch einige Unklarheiten/Widersprüche gibt, die einem Termin im Moment im Wege stehen. Es wird auch auf Hochtouren nach alternativen Lösungen gesucht.

Einer der Sprecher der Initiative Osterholz Bleibt, René Schuijlenburg sagt: „Wir sind froh, dass das Gespräch mit den Vertretern der Firma Oetelshofen in einer gute Atmosphäre verlaufen ist. Beide Parteien möchten versuchen eine Lösung zu finden, die für beide tragbar ist. Das wird nicht einfach werden, aber der Wille ist bei beiden Parteien da.“

Eine der Sachen, welche die Bürgerinitiative auch gerne geklärt haben möchte, ist z. B. die Situation rund die 3 Hektar Wald, die bereits 2016 auf Haaner Stadtgebiet Wald gerodet wurde, wobei der Flächennutzungsplan bis heute keine Umwandlung der betroffenen Grundstücke vorsieht. Allein aus diesem Grund scheint das jetzige Vorhaben nicht realisiert werden zu können. Außerdem wurde 2013 im Planfeststellungsbeschluss festgestellt, dass eine Haldenerweiterung nicht möglich war. Dies ist allerdings der einzige Gegenstand im jetzigen Antrag. Hiermit wird ein amtlicher Beschluss absolut ignoriert. Zwischenzeitlich hat es einige wichtigen Änderungen gegeben.

Einer der Großkunden der Firma Oetelshofen ist RWE. RWE benötigt Kalk u.a. für die Entschwefelungsanlagen ihrer Braunkohle Zentralen.

Wie Herr Guido Steffen der Firma RWE Power AG hat verlauten lassen, braucht RWE extra Abraum für eine vernünftige Rekultivierung des RWE Tagebaus, seitdem feststeht, dass der Hambacher Wald erhalten bleibt. Damit der Hambacher Wald überhaupt stehen bleiben kann, wenn später ein See in der jetzige Braunkohle Grube entsteht, muss die steile Abbruchkante abgeflacht werden, sonst würde der Wald „abrutschen“ oder der Wald müsste weggebaggert werden.

Die Firma Oetelshofen verfügt über ein Schienennetz, ihre Produkte werden teilweise per Bahn zu RWE im Rheinland transportiert. Da liegt es auf der Hand, dass auch der Abraum auf diesem Wege zum RWE Tagebau im Rheinland gebracht werden kann. Auf dieser Weise könnten die 5 ha Altbaumbestand im Osterholz erhalten werden und gleichzeitig würde die Firma helfen den restlichen Teil vom Hambacher Wald zur retten.

René Schuijlenburg, sagt: „Während RWE zum Teil nur deswegen weiter baggern möchte, weil sie nach eigener Aussage mehr Abraum brauchen um den Hambacher Wald zu sichern, weiß die Firma Oetelshofen nicht wohin mit ihrem Abraum und möchte dafür 5 Hektar Wald roden. Da wäre es doch ein gute Idee beide Wälder vollständig zu erhalten, durch den Abraum und den Kalk von Oetelshofen mit der Bahn ins Rheinland zu bringen. Es fahren ja jetzt schon regelmäßig Züge mit Kalk von Oetelshofen vom Betriebsgelände zu RWE im Rheinland.“

Die Bürgerinitiative hofft auf weitere Gespräche mit Vertretern der Firma Oetelshofen. Schuijlenburg dazu: „Wir würden weitere Gespräche mit Oetelshofen begrüßen. Durch die vielen Proteste haben wir es geschafft, die Rodung zu verzögern, schließlich war es der Plan schon in Oktober 2019 mit den Rodungen anzufangen. Im Moment glaubt auch die Firma Oetelshofen nicht mehr, dass in dieser Rodungsaison noch gerodet werden kann. Das gibt sowohl uns, als auch der Firma Oetelshofen, Zeit um an einer Alternativlösung zu arbeiten. Wir liegen zwar weit auseinander, aber wollen beide eine Lösung. Als Initiative wollen wir zusätzlich auch weiter reden über mögliche Maßnahmen gegen die Trockenheit des Waldes. Oetelshofen untersucht da einige interessante Ansätze, um mittels Bewässerung den Wald in einen besseren Zustand zu bringen. Es wäre wünschenswert wenn auch Folgegespräche in einer guten Atmosphäre stattfinden, und wir eine für alle Beteiligten akzeptable Einigung erzielen würden. Nicht zuletzt für die Anwohner*innen, das Klima und alle Lebewesen im Wald.“

Für Fragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung.

Per Email:

OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Bilder (Bildrechte: Osterholz Bleibt. Alle Bilder können frei verwendet werden):

 

 

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