Waldspaziergang Osterholz bleibt! Jetzt erst recht!

Für die einen sind es einfach nur „Bäume“ = Holz = Kapital für die anderen ist es „die grüne Lunge der Stadt“ = Luft zum Atmen + Erholung = wertvolles Leben. Wenn Du den Wald erhalten möchtest, dann wandere mit auf unserem Infospaziergang.

Immer noch sollen in Wuppertal Vohwinkel und Haan Gruiten 5 Hektar des Osterholz Waldes gerodet werden, um einem gewaltigen Berg von Abraum Platz zu schaffen.

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorüber, dennoch wollen wir mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ab August wieder regelmäßig Waldspaziergänge entlang des Waldstückes, welches gerodet werden soll, anbieten. Dabei erklären wir, was sich verändert, wenn das Vorhaben wie geplant umgesetzt werden sollte. Außerdem vermitteln wir, warum dieser Wald nicht gerodet werden darf und was wir bereits getan und erreicht haben sowie in Zukunft tun werden. Jeden ersten Sonntag im Monat treffen wir uns um 14:00 Uhr auf dem Wanderparkplatz Hermgesberg.

Wir haben von der Versammlungsbehörde bereits die Auflagen erhalten. Diese betreffen nur den Schutz vor einer weiteren Corona Ausbreitung gemäß der Coronaschutzverordnung.

Während des Waldspazierganges muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden und es muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Augen und Ohren müssen dabei frei bleiben. Es dürfen sich Grüppchen von maximal 5 Personen bilden, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden muss. Die Grüppchen müssen jedoch zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Wir empfehlen, dass sich solche Grüppchen nur aus solchen Personen bilden, welche auch ansonsten einen näheren Kontakt pflegen und bitten darum, dass zu unbekannten Personen aus Rücksichtnahme der Mindestabstand eingehalten wird.

Wenn Spaziergänger*innen passieren wollen, muss diesen ebenfalls ermöglicht werden, den Mindestabstand einzuhalten (also einen Durchgang von mindestens 1,5 Metern freihalten).

Die nächsten Termine:

  • Sonntag, 01.11.2020 14:00 Uhr
  • Sonntag, 06.12.2020 14:00 Uhr

Wanderparkplatz Hermgesberg, 42781 Haan/Gruiten

Google Map Link zum Wanderparkplatz Hermgesberg: https://goo.gl/maps/RLDcgvwMJ8KGm4Ms6

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Erörterungstermin am 22.09.

Seit über einem Jahr kämpft unsere Bürgerinitiative zusammen mit den Besetzer*innen von ‚Jeder Baum zählt‘ für den vollständigen Erhalt des Osterholz.

Ein Teil dieses wunderschönen Mischwaldes mit etlichen Tieren und Pflanzen, die auf der roten Liste stehen, soll für die Erweiterung der Abraumhalde der Kalkwerke Oetelshofen gerodet werden. In Zeiten des Klimawandels über Waldrodung überhaupt nachzudenken, ist mehr als unverantwortlich und so tun wir alles was wir können um das vielfältige Ökosystem zu erhalten.
Leider zeigen sich die Betreiber der Kalkwerke uneinsichtig und bevorzugen weiterhin die kostengünstige Variante der Rodung. Der Familienbetrieb in dritter Generation und Kunde von RWE hat sich die Loyalität von Politik und Umweltverbänden in der Region durch geschickte Vernetzungsarbeit gesichert und so gab es keinen Widerstand, bis sich unsere Initiative zusammenfand.

Am Dienstag, den 22.09.2020 ab 9:30 findet in der Unihalle, Albert-Einstein-Str. 20, der Erörterungstermin statt, bei dem die Menschen gehört werden, die Widerspruch bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingelegt haben. Personen, die Widerspruch eingelegt haben und an diesem Termin aber nicht teilnehmen können, haben die Möglichkeit eine Vollmacht auszustellen und sich vertreten zu lassen.

‚Jeder Baum zählt‘ und ‚Osterholz bleibt‘ werden vor der Unihalle mit einem Stand vertreten sein und wir hoffen, dass viele Menschen am Erörterungstermin teilnehmen können. Kommt vorbei, besucht uns und zeigt euch solidarisch.

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„Osterholz bleibt!“ hat die Zeit der Corona-Pandemie genutzt

Nach einer langen Pause setzen wir unsere monatlichen Waldspaziergänge am Sonntag den 2. August 2020 fort.
 
Wir sind in dieser Pause nicht tatenlos geblieben und haben die Zeit genutzt um weiter in alten Akten zu recherchieren.
 
Dabei haben wir die Bezirksregierung um Einsicht in die Unterlagen vom vorherigen Planfeststellungsverfahren gebeten: Abbauerweiterung der Grube Osterholz und Errichtung von 2 Abraumhalden Holthauser Heide und Schöller. Wir wurden an die Stadt Wuppertal verwiesen , damals zuständige Behörde für dieses Verfahren. Marjolein Schlüter, eine der Sprecher*innen der Initiative Osterholz bleibt! sagt: „Wie ist es möglich, dass die Bezirksregierung Düsseldorf keine Akten aus diesem Verfahren vorliegen hat? Aufgrund des Beschlusses des Oberbürgermeisters der Stadt Wuppertal, Resort Umweltschutz, Untere Naturschutzbehörde geht hervor, dass eine Erweiterung bzw. Erhöhung der Halde Oetelshofen nicht möglich ist. Dieses Wissen ist relevant für das aktuelle Planfeststellungsverfahren, da dies der alleinige Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens 2019 ist. Ich frage mich, ob die Bezirksregierung hiervon Kenntnis hat“.
 
Das ist wohl auch bei der Verwaltung beider Städte, Wuppertal und Haan, niemandem aufgefallen.
Das Planfeststellungsverfahren 2019 hätte nach unserer Auffassung in dieser Form überhaupt nicht beantragt werden können.
 
Auch in 2013 sind unsere Meinung nach grobe Fehler gemacht worden.
Die Stadt Haan hat bezüglich Grundwasser Einspruch erhoben, nicht gegen eine Rodung von 3 ha Wald iLandschaftsschutzgebiet.
 
Da ein Planfeststellungsverfahren übergreifend bzw. übergeordnet ist und Konzentrationswirkung hat, haben mit dem Beschluss von 2013 die 3 Haaner Waldgrundstücke automatisch ihren Status als LSG verloren. Marjolein Schlüter dazu: „Die Stadt Haan hat einfach stillschweigend hingenommen, dass aus Landschaftsschutzgebiet Industriegebiet geworden ist. Warum ist das niemand aufgefallen? Wir Bürger sind wieder mal um ein Stück Naherholungsgebiet betrogen“.
 
Jetzt die Halde. Im Zuge eines Verfahrens aus 2005, Regiobahn, wurde entschieden, dass die Halde Hanielsfeld in Wuppertal ihr  Status aberkannt  wurde, dafür sollte die Halde Oetelshofen den Status Besonderen Schutz de Natur (BSN) erhalten. Dies ist nach unserer Überprüfung bereits im Regionalplan eingetragen. Es scheint, als ob die Politiker/Verwaltungen nur einen Blick auf den Regionalplan werfen, wenn es um Bebauung/Versiegeln von Grundstücken geht. Wer überprüft den Regionalplan bei Eintragungen, die die Natur betreffen? Marjolein Schlüter: „Diese Halde wartet seit 15 Jahren auf den Status Naturschutzgebiet. Wieder mal werden wir betrogen. Wenn wir als Alternativlösung vorschlagen, die vorhandenen Steinbruch-Löcher in näherer Umgebung zu verfüllen, heißt es: das sind Naturschutzgebiete! Weil der Halde Oetelshofen der Eintrag in die Liste der Naturschutzgebiete Wuppertal bis jetzt verwehrt wurde, können dort auch in diesem Herbst wieder zwei Großveranstaltungen stattfinden. Warum hakt da niemand nach?“.
 
Seit dem 13. Juni 2020 gibt es eine von der Firma Oetelshofen initiierte Waldbewässerung, die 2-wöchtlich stattfindet. Daran beteiligen sich auch Freiwillige unserer Initiative Osterholz bleibt! An sich eine gute Aktion, wäre da nicht die Tatsache, dass die Firma jährlich 11 MILLIONEN Liter Grundwasser abpumpt. Schlüter: „Ich habe das erste Mal bei der Waldbewässerung mitgemacht, weil ich den Bäumen „was Gutes“ tun wollte. Allerdings bekommen die Bäume (und nur ein Teil davon) alle 2 Wochen ca. 30.000 Liter zurück, eine Menge, die die Firma Tag ein, Tag aus innerhalb von 1,5 Minuten der Erde wegnimmt. Dies im Hinterkopf zu haben, tut weh. Und dann habe ich noch erfahren, dass die Firma Oetelshofen das Material, das zur Bewässerung benötigt wird, von einem anderen Menschen stellen lässt. Lediglich das Grundwasser wird von der Firma gestellt; Grundwasser, das Allgemeingut ist. Da ist meine Motivation auf Null gesunken. Dem Waldbesitzer scheint sein Wald doch nicht so wertvoll zu sein“.
 
Wir dagegen haben diesen wunderschönen Wald durchsucht und schöne, geschützte Arten gefunden: Orchideen, Hirschzungenfarn, Schmetterlinge, sogar einen Frosch. Dies haben wir den Unteren Naturschutzbehörden des Kreises Mettmann und der Stadt Wuppertal, sowie der Bezirksregierung Düsseldorf mitgeteilt.
 
Klimaschutz, Naturschutz ist Knochenarbeit. Wir machen weiter, wir klären auf, wir gehen der Sache auf den Grund.
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Waldspaziergang am 22.03. abgesagt

Um die Ausbreitung des neuen Corona Virus zu verlangsamen, findet der für kommenden Sonntag, den 22.03.2020 angekündigte Waldspaziergang nicht statt. Bis auf weiteres werden wir unsere Aktivitäten auf Website, Social Media und Presse reduzieren.

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Waldspaziergang im Osterholz aus Sicherheitsgründen abgesagt – neuer Termin steht bereits

Die Initiative „Osterholz bleibt!“ sagt ihren für den kommenden Sonntag geplanten Waldspaziergang aus Sicherheitsgründen ab. Auch weiterhin sind starke Sturmböen angesagt. Bei den durch den Orkan vorgeschädigten Bäumen besteht dadurch jederzeit die Gefahr, dass einzelne Äste herunterfallen oder sogar Bäume umstürzen.
 
Der Termin für den nächsten Waldspaziergang steht aber schon fest. Am Sonntag, den 22.03.2020, 14:00 Uhr trifft man sich auf dem Wanderparkplatz Hermgesberg am Übergang vom Hahnenfurther Weg zum Schöllerweg in Haan/Gruiten. Auf dem Waldspaziergang wird vermittelt, welche Bereiche des Waldes die Firma Oetelshofen für eine Erweiterung der Abraumhalde roden will, warum diese Bereiche besonders schützenswert sind und welche Alternativen es gibt. Außerdem wird von Gesprächen mit der Firma Oetelshofen berichtet.
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Pressemitteilung Osterholz Bleibt 25. Januar 2020 – Gespräch mit Firma Oetelshofen

Am Montag, den 20. Januar 2020 trafen sich Menschen der Initiative ‚Osterholz Bleibt!‘ mit dem Geschäftsführer Jörg Iseke und seinem Assistenten Till Iseke zum konstruktiven Gespräch.Nach einer Power Point Präsentation und Führung durch das Gelände der Kalkwerke Oetelshofen wurden in entspannter Atmosphäre Gedanken und Standpunkte ausgetauscht.

Neben den Rodungsplänen der Firma wurde auch der Zustand des Osterholzer Waldes angesprochen. Durch die Trockenheit der letzten zwei Jahre ist der Wald angeschlagen. Es wurde u. a. über Bewässerungsmöglichkeiten diskutiert. Die Firma Oetelshofen denkt darüber nach, dafür das abgepumpte Grundwasser zu Verfügung zu stellen und hofft auf ehrenamtliche Unterstützung.

Über die Rodungspläne wurde keine Einigung erzielt. Die Initiative ‚Osterholz Bleibt!‘, ist nach wie vor der Meinung, dass die geplante Rodung von 5 Hektar Mischwald inakzeptabel ist. Die Firmen Iseke GmbH & Co. KG und Oetelshofen GmbH & Co. KG möchten nach wie vor ihr Vorhaben umsetzen und die Abraumhalde in den Wald erweitern.

Der Erörterungstermin über die Erweiterungspläne, der für Anfang Februar von der Bezirksregierung Düsseldorf angedacht war, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Das zeigt, dass es noch einige Unklarheiten/Widersprüche gibt, die einem Termin im Moment im Wege stehen. Es wird auch auf Hochtouren nach alternativen Lösungen gesucht.

Einer der Sprecher der Initiative Osterholz Bleibt, René Schuijlenburg sagt: „Wir sind froh, dass das Gespräch mit den Vertretern der Firma Oetelshofen in einer gute Atmosphäre verlaufen ist. Beide Parteien möchten versuchen eine Lösung zu finden, die für beide tragbar ist. Das wird nicht einfach werden, aber der Wille ist bei beiden Parteien da.“

Eine der Sachen, welche die Bürgerinitiative auch gerne geklärt haben möchte, ist z. B. die Situation rund die 3 Hektar Wald, die bereits 2016 auf Haaner Stadtgebiet Wald gerodet wurde, wobei der Flächennutzungsplan bis heute keine Umwandlung der betroffenen Grundstücke vorsieht. Allein aus diesem Grund scheint das jetzige Vorhaben nicht realisiert werden zu können. Außerdem wurde 2013 im Planfeststellungsbeschluss festgestellt, dass eine Haldenerweiterung nicht möglich war. Dies ist allerdings der einzige Gegenstand im jetzigen Antrag. Hiermit wird ein amtlicher Beschluss absolut ignoriert. Zwischenzeitlich hat es einige wichtigen Änderungen gegeben.

Einer der Großkunden der Firma Oetelshofen ist RWE. RWE benötigt Kalk u.a. für die Entschwefelungsanlagen ihrer Braunkohle Zentralen.

Wie Herr Guido Steffen der Firma RWE Power AG hat verlauten lassen, braucht RWE extra Abraum für eine vernünftige Rekultivierung des RWE Tagebaus, seitdem feststeht, dass der Hambacher Wald erhalten bleibt. Damit der Hambacher Wald überhaupt stehen bleiben kann, wenn später ein See in der jetzige Braunkohle Grube entsteht, muss die steile Abbruchkante abgeflacht werden, sonst würde der Wald „abrutschen“ oder der Wald müsste weggebaggert werden.

Die Firma Oetelshofen verfügt über ein Schienennetz, ihre Produkte werden teilweise per Bahn zu RWE im Rheinland transportiert. Da liegt es auf der Hand, dass auch der Abraum auf diesem Wege zum RWE Tagebau im Rheinland gebracht werden kann. Auf dieser Weise könnten die 5 ha Altbaumbestand im Osterholz erhalten werden und gleichzeitig würde die Firma helfen den restlichen Teil vom Hambacher Wald zur retten.

René Schuijlenburg, sagt: „Während RWE zum Teil nur deswegen weiter baggern möchte, weil sie nach eigener Aussage mehr Abraum brauchen um den Hambacher Wald zu sichern, weiß die Firma Oetelshofen nicht wohin mit ihrem Abraum und möchte dafür 5 Hektar Wald roden. Da wäre es doch ein gute Idee beide Wälder vollständig zu erhalten, durch den Abraum und den Kalk von Oetelshofen mit der Bahn ins Rheinland zu bringen. Es fahren ja jetzt schon regelmäßig Züge mit Kalk von Oetelshofen vom Betriebsgelände zu RWE im Rheinland.“

Die Bürgerinitiative hofft auf weitere Gespräche mit Vertretern der Firma Oetelshofen. Schuijlenburg dazu: „Wir würden weitere Gespräche mit Oetelshofen begrüßen. Durch die vielen Proteste haben wir es geschafft, die Rodung zu verzögern, schließlich war es der Plan schon in Oktober 2019 mit den Rodungen anzufangen. Im Moment glaubt auch die Firma Oetelshofen nicht mehr, dass in dieser Rodungsaison noch gerodet werden kann. Das gibt sowohl uns, als auch der Firma Oetelshofen, Zeit um an einer Alternativlösung zu arbeiten. Wir liegen zwar weit auseinander, aber wollen beide eine Lösung. Als Initiative wollen wir zusätzlich auch weiter reden über mögliche Maßnahmen gegen die Trockenheit des Waldes. Oetelshofen untersucht da einige interessante Ansätze, um mittels Bewässerung den Wald in einen besseren Zustand zu bringen. Es wäre wünschenswert wenn auch Folgegespräche in einer guten Atmosphäre stattfinden, und wir eine für alle Beteiligten akzeptable Einigung erzielen würden. Nicht zuletzt für die Anwohner*innen, das Klima und alle Lebewesen im Wald.“

Für Fragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung.

Per Email:

OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Bilder (Bildrechte: Osterholz Bleibt. Alle Bilder können frei verwendet werden):

 

 

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Waldspaziergänge im Januar und Februar

Einladung Waldspaziergang

In Wuppertal Vohwinkel und Haan Gruiten soll ein Teil des Osterholz Waldes gerodet werden, um einer gewaltigen Abraumhalde Platz zu schaffen. Bei unseren Waldspaziergängen vermitteln wir, welche Teile von der Rodung bedroht sind und warum dieser Wald nicht gerodet werden darf.

Waldspaziergang

Sonntag 19. Januar 2020, 14:00 Uhr und
Sonntag 16. Februar 2020, 14:00 Uhr
Startpunkt: Wanderparkplatz Hermgesberg, Haan-Gruiten

Googlemap Link zum Wanderparkplatz Hermgesberg: https://goo.gl/maps/RLDcgvwMJ8KGm4Ms6

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Dezember 2019: Zwei Osterholz Bleibt Info-Veranstaltungen – Waldspaziergang am 08. Dezember

 
In der ersten Dezember-Woche kommt dieses Jahr nicht nur der Nikolaus, sondern auch 3 Osterholz Bleibt Veranstaltungen. Am 03. und 05. Dezember gibt es zwei Info-Veranstaltungen und am 08. Dezember findet der nächste Waldspaziergang im Osterholz Wald statt.
 
Es ist viel passiert in den vergangenen drei Monaten. Wir freuen uns über die breite Unterstützung und die vielen Menschen die sich für den Erhalt vom Osterholz Wald einsetzen. Aber auch wenn wir immer mehr Zuspruch bekommen, sollten wir uns nichts vor machen: Die Firma Oetelshofen plant nach wie vor fünf Hektar im Osterholz Wald auf der Stadtgrenze von Wuppertal-Vohwinkel und Haan-Gruiten aus Kostengründen zu roden. Denn die Rodung ist für den Steinbruchbetreiber nach eigener Aussage die günstigste Variante um ihr „unbrauchbares Material“ zu lagern. Die Firma weigert sich weiterhin mit uns über alternative Lösungen für ihr Abfallproblem zu sprechen. Anscheinend soll das Waldstück , wenn es nach den beiden Geschäftführeren Jörg und Moritz Iseke geht, koste was es wolle gerodet werden. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Firma Oetelshofen im Osterholz Wald roden möchte, viele Bäume sind in den vergangenen Jahrzehnten schon verloren gegangen. 
 
Am Sonntag den 08. Dezember wollen wir erneut einen Waldspaziergang durch den Osterholz Wald machen. Wir sammeln uns um 14:00 Uhr auf dem Hermgesberg Wanderparkplatz und werden dann gemeinsam durch den Wald laufen, um erneut gegen die geplante Rodung zu protestieren. Dieser schöne Mischwald, mit u.a. 140 Jahre alten Buchen und vielen Eichen, ist auch der Lebensraum von vielen Tierarten. Der Krötenzaun, der angeblich die unter strengem Schutz stehenden Kreuzkröten aus dem Gebiet, das die Firma Oetelshofen roden möchte, fern halten soll, funktioniert nicht. Immer wieder sehen wir diese wunderschönen Tiere innerhalb des Krötenzauns.
 
Es gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen , dass ein alter Mischwald wie der Osterholzwald mehr CO2 aufnimmt, als neue Aufforstungen. Wir wissen auch, dass die Tiere ihren Lebensraum brauchen, zuviel wurde den Tieren in der Vergangenheit schon weggenommen. Wenn wir etwas gegen den Klimawandel und das Artensterben unternehmen wollen, ist es unerlässlich Rodungen wie die geplante Rodung im Osterholz Wald zu verhindern. 
 
Noch hat die Bezirksregierung keine Entscheidung über den Antrag der Firma Oetelshofen bezüglich der geplanten Rodungen getroffen. Falls die Bezirksregierung grünes Licht für die zerstörerischen Pläne der Firma Oetelshofen gibt, behalten wir uns das Recht vor sofort Klage einzureichen. Auch die Gruppe „Jeder Baum Zählt“, die seit dem 15. August Teile des Osterholz Waldes besetzt hält, hat angekündigt nur dann freiwillig den Wald zu verlassen, wenn die geplanten Rodungen definitiv vom Tisch sind.
 
Lasst uns am 08. Dezember noch mal gemeinsam im Wald spazieren gehen um deutlich zu machen, dass der Widerstand gegen die Rodungen weiter geht. Gleichzeitig werden wir die wunderschöne Natur geniessen und dadurch noch mal spüren, warum es wichtig ist, sich für die Natur und unsere Lebensgrundlage einzusetzen. 
 
Osterholz Bleibt 
 
Waldspaziergang
 
Sonntag 08. Dezember, 14:00 Uhr
Startpunkt: Hermgesberg Wanderparkplatz, Haan-Gruiten
 
 
 
Infoveranstaltungen:
 
Dienstag 03. Dezember, 19:00 Uhr
Gemeindezentrum, Gräfratherstraße 15, 42329 Wuppertal-Vohwinkel
 
Donnerstag 05. Dezember, 19:00 Uhr
Gemeindehaus, Prälat-Marschall-Straße 60, 42781 Haan-Gruiten
 
 
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Offenes Osterholz Bleibt Treffen

 
Die Initiative Osterholz Bleibt wird auch in Zukunft Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald leisten. Am Montag den 04. November wird es um 19:00 Uhr ein offenes Treffen geben wo das weitere Vorgehen der Initiative besprochen wird. Das Treffen findet im Enough Info-Café, Wiesenstraße 48 in Wuppertal statt. Alle Interessierten die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen.
 
Mehr Informationen:https://osterholzbleibt.org
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„Rodungspläne der Firma Oetelshofen eventuell sogar strafrechtlich relevant“

Pressemitteilung Osterholz Bleibt Montag, den 28. Oktober 2019

Wuppertal/Haan. Etwa 100 Menschen haben gestern für den Erhalt des Osterholz Waldes demonstriert. Es war der dritte Waldspaziergang, der durch die Bürger*inneninitiative Osterholz Bleibt organisiert wurde.

Während der Auftaktkundgebung sagte einer der Redner*innen, dass er diverse Arten u.a. vom Aussterben bedrohte Pflanzen dokumentiert hat. Eine dieser Arten ist z.B. die Stendelwurz-Orchidee. Diese Orchideen-Art steht in NRW auf der Roten Liste. Laut Umweltverband BUND ist die Stendelwurz-Orchidee u.a. gefähdet durch Biotopveränderungen (https://www.aho-nrw.de/orchideen-in-nrw/arten/muellers-stendelwurz/). Der Redner sagte, dass auch vom Aussterben bedrohte Wildbienen im Osterholz Wald leben.

Einer der Sprecher der Initiative Osterholz Bleibt, René Schuijlenburg, sagt dazu: „Außer dem Fakt, dass wir in NRW diverse unter strengem Schutz stehende Arten wie z.B. Kreuzkröten und Feuersalamander im Osterholz gesehen und auch dokumentiert haben, wissen wir, dass es auch Pflanzen und Tiere im Osterholz Wald gibt, die in NRW auf der Roten Liste stehen. Auch dies haben wir alles dokumentiert. Das macht die Rodungspläne der Firma Oetelshofen eventuell sogar strafrechtlich relevant. Wir gehen deshalb auch davon aus,dass die geplante Rodung spätestens vor Gericht gestoppt wird.“

Schuijlenburg ergänzt: „Die Kreuzkröten, die wir dokumentiert haben, haben wir innerhalb des Gebietes, das gerodet werden soll, dokumentiert, ein weiteres Zeichen, dass der Krötenzaun nicht funktioniert. Die Firma Oetelshofen hat letzte Woche eine PR Kampagne angefangen, die nach Desinformation riecht. Auf der Webseite der Firma Oetelshofen finden Menschen z.B. nichts über die auf der Roten Liste vorkommenden Orchideen und Wildbienen, auch nicht über den nicht funktionierenden Krötenzaun, oder die große Population Zaunkönige. Diese wunderschönen Vögel haben dort ihr Revier und sind von daher kaum umsiedelbar.“

Die Bezirksregierung hat noch keinen Termin für die Anhörungen von den vielen Menschen, die Einwände gegen die geplante Rodung eingereicht haben, bekannt gegeben. Die Bezirksregierung konnte von daher noch keine Entscheidung treffen. Schuijlenburg: „Vielleicht weiß die Bezirksregierung auch, dass eine eventuelle Entscheidung die Rodung zu genehmigen juristisch kaum haltbar sein wird. Der Osterholz Wald ist Landschaftsschutzgebiet, und für eine Rodung muss die Firma Oetelshofen von der bestehenden Landesgesetzgebung, die Waldrodungen in Landschaftsschutzgebieten verbietet, befreit werden. Durch die Artenvielfalt im Osterholz Wald, mit einigen unter strengem Schutz stehenden Arten, die zum Teil sogar auf der Roten Liste stehen, ist eine Befreiung von bestehender Gesetzgebung überhaupt nicht einzusehen. Da fragt Mensch sich eher, warum es solche Gesetze gibt, wenn sie so einfach außer Kraft gesetzt werden können.“

Die Inititiative Osterholz Bleibt bedauert, dass die Firma Oetelshofen nach wie vor keine Gespräche über Alternativlösungen führen möchte. Schuijlenburg dazu: „Ein halbes Jahr nachdem die Frist für Einwände von Bürger*innen abgelaufen ist, kündigte die Frima Oetelshofen letzte Woche eine Informationsveranstaltung für Bürger*innen an. Dies hätte die Firma natürlich vor dem Ablauf der Frist tun müssen. Jetzt, wo die Bürger*innen keine Einwände mehr gegen die geplanten Rodungen einreichen können, hat das Ganze einen faden Beigeschmack. Gespräche über Alternativ-Lösungen werden nach wie vor von Oetelshofen verweigert, ich persönlich betrachte die angekündigte Informationsveranstaltung dann auch als ein Versuch das ramponierte Image der Firma und ihrer beiden Geschäfstführer Jörg und Moritz Iseke, aufzupolieren. Schließlich steht Moritz Iseke vermutlich nächstes Jahr bei den Kommunalwahlen wieder für die CDU zur Wahl und das Ganze könnte ihm und der Wuppertaler CDU reichlich Stimmen kosten. Auch das Image der Firma Oetelshofen ist beschädigt, weil die Firma bis jetzt an ihren Rodungsplänen festhält. Unsere Tür steht nach wie vor offen für Gespräche über Alternativlösungen. Diese Gespräche sollten auf Augenhöhe geführt werden und zu einer Lösung führen. Ein Informationsabend der Firma Oetelshofen eignet sich dafür nicht, das ist ja ein einseitig organisierter Informationsabend. Was alle Beteiligten und auch die Allgemeinheit brauchen, ist eine Lösung.“

Die gestrigen Waldspaziergänger*innen zeigten auch Solidarirät mit den Waldbesetzer*innen der Gruppe „Jeder Baum zählt“. Einige der Teilnehmer*innen besuchten den Teil vom Osterholz Wald, der seit dem 15. August besetzt ist.

Osterholz Bleibt, 28. Oktober 2019

 

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Bildrechte: Osterholz Bleibt. Alle Bilder können frei verwendet werden.

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