Demonstration: Ob Amazonas, Hambi oder Osterholz – Jeder Baum zählt!

Demonstration: Samstag 28. September, 13:00 Uhr, Bahnhofsvorplatz (Döppersberg), Wuppertal Hauptbahnhof 
 

 
 
Über dem Sommer gab es eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Trockene Wälder hierzulande, wo tausende Bäume sterben, massive Waldbrände in der Arktis, im Amazonas und in Afrika. Währenddessen wird weiter gerodet, ob im Amazonas, in Rumänien, einem der letzten Urwälder Europas, oder auch hierzulande.
 
In und rund um Wuppertal gibt es Pläne,  Grünstreifen, wie die Kleine Höhe, zu versiegeln, sowie  Platanen und einen alten Ahorn in Elberfeld zu roden. Pläne für Rodungen für die Verbreiterung der A3, vom Kreuz Hilden bis Kreuz Leverkusen und im Osterholz Wald sollen rund 1000 Bäume für den Abfall des Kalksteinbruchs Oetelshofen auf der Grenze von Wuppertal-Vohwinkel und Haan-Gruiten gerodet werden. An der anderen Seite von Wuppertal plant die Stadt Schwelm die Versiegelung von Grünstreifen für ein Gewerbegebiet in Schwelm-Linderhausen. In Wuppertal Nächstebreck sollen 63 000 Quadratmeter für eine Gewerbefläche geopfert werden. Also auch an der Ostseite von Wuppertal wird munter weiter versiegelt. Der Nächstebrecker Bürgerverein hat immerhin erreicht, dass die ursprünglich geplante Fläche, welche für das Gewerbegebiet in Nächstebreck gerodet und versiegelt werden soll, um rund 50% reduziert werden konnte. 63.000 Quadratmeter ist aber immer noch zu viel. Insgesamt werden die oben genannten Pläne negative Folgen für die Luftqualität und Temperatur in Wuppertal, den Klimawandel und die Artenvielfalt haben. Bäume im Wald, auf Grünstreifen und in der Stadt speichern nicht nur CO2, sie kühlen auch ab.
 
Während der Klimawandel in aller Munde ist, wird also munter weiter versiegelt und gerodet. Die Bezirksregierung Düsseldorf und die Stadt Wuppertal führen eine „immer weiter so“ Politik. Auch die Grünen stimmten für eine Stellungnahme der Stadt Wuppertal, in der Rodungen im Osterholz Wald zugestimmt wurde. Die Grüne Ratsfrakion in Wuppertal tat dies im Wissen, dass diese Stellungnahme in die Entscheidung der Bezirksregierung Düsseldorf mit einfließt. Daran ändert eine Pressemitteilung, in der Bündnis 90 / Die Grünen die Rodungen ablehnen, auch nichts. Die CDU kam zum Osterholz Wald um mitzuteilen, dass „Wirtschaft und Umwelt nur zusammen gehen und sprach über Investitionssicherheit der Firma Oetelshofen. Über die Luftqualität und das Allgemeinwohl hat die CDU während ihres Spaziergangs im Osterholz nicht viele Wörter verloren. Dies ist nicht überraschend, denn einer der beide Geschäftsführer der Firma Oetelshofen ist gleichzeitig Franktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Wuppertal-Vohwinkel und sitzt im Umweltausschuss. Die CDU macht damit den Bock zum Gärtner. Schließlich stoßen die Kalkbrennöfen der Firma Oetelshofen große Mengen CO2 aus und die eventuellen Rodungen im Osterholz Wald würden jede Menge Kapazitäten, um CO2 zu speichern, vernichten. Am 01. Oktober fängt die Rodungssaison an, aber viele Menschen werden auf verschiedensten Ebenen weiterhin Widerstand leisten.
 
Die Kleine Höhe ist eine landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen Wuppertal und Velbert Neviges und Teil eines Grüngürtels, der sich von der Ruhr über das Deilbachtal und dem Neandertal bis Richtung Rhein erstreckt. Dieser wichtige Grünstreifen soll,seit inzwischen 50 Jahren, mit unterschiedlichsten Plänen bebaut werden. Aktuell geht es um eine forensische Klinik.Zusätzlich plant die Bezirksregierung ein Wohngebiet auf der Kleiner Höhe / Asbruch.
 
Für die Verbreiterung der A3 sollen das Further Moor und die Landschaftsschutzgebiete, die unmittelbar an die Autobahn angrenzen, geopfert werden. Statt auf andere Verkehrskonzepte zu setzen, wird weiterhin auf die fahrenden Lager (LKW’s) und eine Zunahme von PKW’s gesetzt. Karl Wilhelm Bergfeld vom BUND Langenfeld sagt: „Nach eigener Erfahrung fließt der Verkehr auf dieser Strecke, solange er nicht durch Baustellen oder Unfälle behindert wird. Ein Ausbau auf acht Spuren ist daher überhaupt nicht notwendig.“
 
Die Rodungen und immer weiter fortschreitende Versiegelung muss ein Ende haben. Es gibt viele leere Gebäude und brach liegende ehemalige Handels- und Industrieflächen in und rundum Wuppertal. Diese sollen wieder benutzt werden.
 
Für den Erhalt von Bäumen und Grünstreifen!
 
Erstunterzeichner*innen:
 
Osterholz Bleibt
 
Wenn ihr, oder eure Gruppe oder Organisation (aber bitte keine Politische Parteien) den Aufruf auch unterzeichnen wollt, dann schreib eine Mail an: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org
 

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