Dreihundert Menschen protestierten für den Erhalt vom Osterholz Wald

Pressemitteilung 21. Juli 2019

Dreihundert Menschen protestierten für den Erhalt vom Osterholz Wald

Am gestrigen Samstag haben über 300 Menschen an einer Demonstration für den Erhalt von Osterholz Wald in Wuppertal-Vohwinkel teilgenommen.

Bei leichtem Regenfall zog der Demonstrationszug vom Bahnhof Vohwinkel zu einer der schon bestehenden Abraumhalden der Firma Oetelshofen, die den Kalksteinbruch Osterholz betreibt. Oetelshofen hat eine Antrag zur Rodung von etwa 5 Hektar Wald im Osterholz bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt, aber der Widerstand gegen die Rodungen wächst.

Einer der Sprecher der Initiative Osterholz Bleibt, René Schuijlenburg, sagt: „Es war nicht ohne Risiko, eine Demonstration in der Ferienzeit zu organisieren. Viele Menschen sind im Moment im Urlaub. Wir sind als Initiative dennoch sehr zufrieden weil wir im Vergleich zum letzten Waldspaziergang zahlenmäßig noch mal zulegen konnten. Der Widerstand gegen die Rodungspläne wächst weiter.“

Marjolein Schlüter, eine der Sprecherinnen der Initiative Osterholz Bleibt sagt: „Es war eine tolle Atmosphäre während der Demo. Viele neue Menschen haben sich angeschlossen und es gab währenddessen regen Austausch von Informationen. Es sind auch Kontakte zu anderen Bürgerinitiativen geknüpft worden“.

Marjolein Schlüter spricht auf die Osterholz Bleibt Demonstration am 20. Juli.

In Redebeiträgen wurden die Kalklieferungen der Firma Oetelshofen an die Braunkohleindustrie im Rheinland kritisiert, aber auch über die Schönheit des Osterholzer Waldes gesprochen. Eine der Rednerinnen beschrieb, wie sie als Kind im Osterholz Wald gespielt hat.

Die Initiative Osterholz Bleibt hatte vor knapp 3 Wochen einen offenen Brief an die Firma Oetelshofen geschrieben, der bis heute leider nicht beantwortet wurde. René Schuijlenburg dazu: „Till Iseke, Assistent der Geschäftführung, beklagte sich zwar, dass der Brief von der Initiative Osterholz Bleibt als Initiative unterschrieben wurde, sagte auf unserer Facebookseite dennoch zu, die Details über Gespräche in einem E-Mail zu klären. Diese Zusage hat Till Iseke dann auf unserem zweiten Waldspaziergang, der am 07. Juli statt gefunden hat, abgestritten. Die Firma Oetelshofen hat in der Vergangenheit immer wieder gesagt, dass sie zum Dialog bereit sind. In der Realität werden gemachte Zusagen aber leider nicht eingehalten. Wir wissen, dass die Wuppertaler Grünen am 29. Juli einem Gespräch mit dem Kalksteingrubebetreiber hat und hoffen, dass bei diesem Termin die Firma noch zum Einlenken bewegt werden kann, und zwar von den Rodungspläne insgesamt. Es ist nicht einzusehen, dass auch nur ein Baum für den Müll der Firma Oetelshofen gerodet wird.“

Die Initiative Osterholz Bleibt wird auch in Zukunft Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald leisten. Am Samstag dem 27. Juli wird es um 15:00 Uhr ein offenes Treffen geben wo das weitere Vorgehen der Initiative besprochen wird. Das Treffen findet im Enough Info-Café, Wiesenstraße 48 in Wuppertal statt. Alle Interessierten die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen. (Facebook Veranstaltungseite: https://www.facebook.com/events/888396624880115/)

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Pressemitteilung als PDF Datei: Pressemitteilung21juli

Die Wuppertaler Musikgruppe „Fortschrott“ spielte einige ihre Lieder auf die Demonstration am 20. Juli.

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