Osterholz Bleibt Interview auf Radio Wuppertal

Audio Mitschnitt vom heutigen Interview auf Radio Wuppertal.

Bild oben: Studio Radio Wuppertal

Anja P. schrieb am 17. Juli: „Gesehen: Heute auf dem Milchweg im Osterholz.

Schutzstatus
„Besonders geschützt“ gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung. Besonders geschützte Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. (Nabu.de.)

Ein Grund mehr für die Erhaltung des Waldes zu demonstrieren! Kommt rum!“

Kommt zur Osterholz Bleibt Demonstration am Samstag, dem 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof WuppertalVohwinkel. Facebookveranstaltungseite mit mehr Informationen: https://www.facebook.com/events/1624510461012747/

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Kommt zum #HambiBleibt Block auf der #OsterholzBleibt Demo am 20. Juli!

Was haben der OsterHolzer Wald und der Hambacher Forst gemeinsam? Kommt zum #HambiBleibt Block auf der #OsterholzBleibt Demo am 20. Juli!

Ursprünglich auf Indymedia DE veröffentlicht: https://de.indymedia.org/node/34623

Während RWE immer näher an den Hambacher Wald heran rückt und die ersten Bäume dort schon umgefallen sind, liefert die Wuppertaler Firma Oetelshofen einen großen Teil von dem im Kalksteinbruch Osterholz gefördeten Kalk an die RWE Braunkohle Industrie im Rheinland. Nach allen vorherigen Rodungen im Osterholzer Wald, möchte die Firma Oetelshofen nun fünf weitere Hektar Wald im Osterholz roden.

Die nächsten fünf Hektar Wald, die im Osterholzer Wald gerodet werden sollen, werden noch nicht einmal für die Kalkförderung gerodet, sondern für Müll! Laut Oetelshofen war weniger Kalk im Boden als es ein Gutachten vor der letzten Vergrößerung des Kalksteinbruchs im Osterholz fälschlicherweise prognostiziert hatte. So wurde einiges aus dem Boden geholt, was Thyssenkrupp, RWE und andere Kalkabnehmer der Firma Oetelshofen nicht haben möchten. Aus diesem Grund sollen nun weitere fünf Hektar Wald gerodet werden. Oetelshofen möchte dieses Stück Wald auf der Stadtgrenze von Haan und Wuppertal durch einen sogenannten „Abhalderaum“ ersetzen, um, wie die Firma Oetelshofen es euphemistisch nennt, „unbrauchbares Material“ zu lagern.

Oetelshofen liefert u.a. Kalk für die Entschwefelungsanlagen der RWE Braunkohlekraftwerke im Rheinland. Natürlich argumentiert Oetelshofen, dass dies den Ausstoß von giftigem Rauch aus den Braunkohlekraftwerken vermindert. Was Oetelshofen nicht sagt, ist, dass die Braunkohlekraftwerke im Rheinland trotzdem die größte Stickstoffdioxid-Wolke in Europa produzieren und dass die Entschwefelungsanlagen die RWE Kraftwerke erst genehmigungsfähig machen.

Kalk wird von RWE auch im Braunkohle- Tagebau im Rheinland benutzt. Kalk wird zusammen mit Kraftwerksasche als Säure-Puffer benutzt, um den stetigen Strom von Schadstoffen in den Untergrund zu minimieren. Aber während RWE ihre moralischen Umwelt-Verbrechen damit versucht rein zu waschen, schreibt der BUND, dass im Endeffekt diese Maßnahmen lediglich zu einer Reduzierung der Pyritverwitterung um circa vier Prozent absolut führen könnten. Damit ist eine relative Minimierung der Versauerung des Grundwassers von maximal einem Drittel erreichbar, das heißt, es verbleiben zwei Drittel Versauerungspotential.

Oetelshofen klopft sich auf die Schultern und betont immer wieder, was ihr Kalk so alles Gutes für die Umwelt tut. Das ist mehr als zynisch. Damit der gefördete Kalk überhaupt brauchbar wird,muss zuerst das gespeicherte CO2 aus dem rohen Kalkstein freigesetzt werden. Das passiert in den Kalkbrennöfen, damit sogeannter Branntkalk entseht. In 2018 hat Oetelshofen 243.000 Tonnen CO2 emittiert. Hinzu kommen noch durch die Kalklieferungen an Konzerne wie RWE und Thyssenkrupp zusätzliche Tonnen von CO2 in die Athmosphäre. Kalkbrennen ist vergleichsweise so „schmutzig“ wie Strom aus Braunkohle. Aus dem industriellen Prozess stammen dabei nur zwei Drittel bis drei Viertel der gesamten Emissionen bei der Kalkherstellung. Der „Rest“ kommt noch aus den eingesetzten fossilen Brennstoffen hinzu. Oetelhofens Kalkbrennöfen VII und VIII bekamen erst vor ein paar Jahren eine Genehmigung, um u.a. mit Braunkohle befeuert zu werden.

Während weiterhin gigantische Mengen an CO2 ausgestoßen werden, sind Wälder wie der Hambacher Forst und der Osterholzer Wald von Rodungen bedroht, obwohl sie jede Menge CO2 speichern. Wir werden aber alles tun um diese Rodungen zu verhindern! Die Zerstörung von Lebensraum für viele Pflanzen, Bäume und Tierarten muss hier und jetzt ein Ende haben!

Klimaschutz bleibt Handarbeit!

Alarmstufe ROT! – für den Wald – für die Dörfer – Keinen Meter Weiter! Hambi Bleibt!

Alarmstufe ROT! Wald statt Müll! Osterholz Bleibt!

Kommt zum Hambi Block auf der Osterholz Bleibt Demo am 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz am Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel. Ihr erkennt uns an den Hambi-Fahnen.

One Struggle! One Fight!

 

 

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Pressemittilung: Initiative Osterholz Bleibt! ruft zu Demonstration am 20. Juli 2019 auf.

Pressemitteilung Osterholz Bleibt 13. Juli 2019

  • Initiative Osterholz Bleibt! ruft zu Demonstration am 20. Juli 2019 auf. Treffpunkt um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel
  • Ratsfraktion Bündis90/Die Grünen Wuppertal ist Zusammenarbeit mit Koalitionpartner CDU wichtiger als Waldschutz

Wuppertal/Haan. Nachdem die Initiative Osterholz Bleibt! zwei Waldspaziergänge im Osterholz organisiert hat, ruft die Initiative jetzt zu einer Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel auf. Die Demonstration wird am 20. Juli ab 13:00 Uhr stattfinden. Der Treffpunkt ist der Bahnhofsvorplatz am Bahnhof Wupertal-Vohwinkel.

Am 7. Juli wurde deutlich, dass der Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald wächst. 250 Menschen kamen zum zweiten Waldspaziergang im Osterholz. Die Haltung der Wuppertaler Grünen sollte nur wenige Tage später zeigen, wie wichtig es ist, dass Menschen die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Osterholz Bleibt Aktivist René Schuijlenburg dazu: „Die Wuppertaler Ratssitzung von vergangenen Donnerstag war ein Trauerspiel. Die Stadt Wuppertal scheint in den70er Jahre stecken geblieben zu sein und speziell die Haltung der Grünen zeigt, dass nicht überall, wo Grün drauf steht, auch Grün drin ist. Die Stellungnahme der Städte Haan und Wuppertal spielt natürlich sehr wohl eine Rolle im Entscheidungsprozess der Düsseldorfer Bezirksregierung, auch wenn die Wuppertaler Grünen behaupten, dass sie kein Einfluss hätten. In Haan war die Haltung da sehr viel klarer und das haben wir auch begrüßt.“

Die Grünen hatten während der Wuppertaler Ratssitung am vergangenen Donnerstag für eine Stellungnahme gestimmt, in der die Rodung im Osterholz Wald gebilligt wird, während die in Wuppertal mit der CDU regierende „Ökopartei“ in einer Mitteilung gleichzeitig sagte, dass sie gegen eine Rodung vom Osterholz Wald ist. Ein Ratsmitglied der Grünen hat sich enthalten. Die Fraktionen der Linken, der Freien Wähler und auch die Piraten stimmten gegen die Stellungnahme der Stadt Wuppertal.

Schuijlenburg ergänzt: „Es ist eine ähnliche Situation, wie in der damaligen Rot/Grünen Landesregierung in NRW, als die Grünen für eine Betriebsgenehmigung für den Tagebau Hambach stimmten und damit dem RWE-Konzern den Weg frei machten, den Hambacher Forst zu roden. Auch damals, aus Rücksicht auf ihren Koalitionspartner, in diesem Fall war das die SPD. Wenn der letzte Teil vom Hambacher Forst doch nicht gerodet wird, ist das der Verdienst von den vielen Menschen und Iniativen, die sich für diesen wunderschönen Wald eingesetzt haben, und nicht der Verdienst der Grünen.“

Die Initiative Osterholz Bleibt! war darauf eingestellt, dass sie selbst aktiv werden müssen, um den Osterholz Wald zu schützen. „Es passiert immer wieder, dass wirtschaftliche Interessen durch große Teile der Politik und Unternehmen über den Klimaschutz und den Erhalt von Wäldern und anderer Naturgebiete gestellt werden. Nicht nur die Grünen, auch die CDU, SPD und FDP zeigen durch ihr Stimmverhalten im Wuppertaler Stadtrat für ein ‚weiter so‘, dass sie eine Politik betreiben, welche der Vergangenheit angehören sollte und muss. Und das passiert in 2019, obwohl wir jetzt alle wissen, dass diese Politik in eine Katastrophe führt. Aus dem Grund ist uns klar, dass nur wir als Bevölkerung die Rodung stoppen und Wälder schützen können. Als nächster Schritt ist die Demonstration am 20. Juli in Vohwinkel geplant. Wir wissen, dass es mitten in der Ferienzeit ist, dennoch ist es uns wichtig den Druck zu erhöhen. Der Osterholz Wald darf auf gar kein Fall gerodet werden und wir werden unser Bestes geben, um die Rodung zu stoppen.“ sagt Schuijlenburg.

Demonstration: Samstag, dem 20. Juli 2019, 13:00 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel.

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Initiative Osterholz Bleibt, 13. Juli 2019

 

Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1624510461012747/

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Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel: Wald statt Müll!

Kommt zur Osterholz Bleibt Demonstration am Samstag, den 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel.
 
 
Wenn es nach der Firma Oetelshofen geht, werden Ende des Jahres fünf Hektar Wald im Osterholz auf der Stadtgrenze von Wuppertal und Haan-Gruiten „aus Kostengründen“ gerodet. Der Osterholzer Wald soll für eine sogenannte Abraumhalde weichen. Auf dieser Abraumhalde soll unbrauchbares Material aus dem Steinbruch Osterholz gelagert werden. Die Geschäftsführer der Firma Oetelshofen, Herr Jörg Iseke und Herr Moritz Iseke (letzterer ist gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Wuppertal-Vohwinkel) hören es nicht so gerne, wenn wir die Dinge beim Wort nennen: Der Osterholzer Wald soll für die Müllentsorgung von „unbrauchbarem Material“ aus dem Steinbruch Osterholz benutzt werden.
 
Osterholz ist ein artenreiches Waldgebiet, wo der besonders schutzwürdige Lebensraumtyp „Waldmeister Buchenwald“ großflächig vertreten ist. Ein Teil des Untergrundes ist aus wasserdurchlässigem Kalkstein bzw. aus Dolomit aufgebaut. Dort haben sich ökologisch wertvolle und seltene Landschaftselemente entwickelt, wie z.B. Fließquellen, Dolinen (Einsturztrichter früherer oberflächennaher Höhlen)und eine Bachversickerung. In dem Gebiet gibt es u. a. auch seltene Kröten und Fledermäuse.
 
Während immer mehr Politiker*innen endlich das Ende von Waldrodungen und stattdessen zusätzliche Aufforstungen fordern, soll im Osterholz weiter gerodet werden. In dem Planverfahren konnten die Städte Haan und Wuppertal nur eine Empfehlung abgeben. Es ist die Bezirksregierung Düsseldorf, die letztendlich entscheidet. Die Bezirksregierungen sind in erster Linie Landesmittelbehörden, die für die Landesregierung Aufgaben im Rahmen der Landesverwaltungen in ihren Bezirken wahrnehmen. Sie sind daher Teil der Exekutive des Landes und werden nicht direkt von der Bevölkerung gewählt. Klimapolitik bleibt also Handarbeit und Waldrodungen müssen wir selbst stoppen.
 
Kalk aus dem Boden zu fördern ist alles andere als nachhaltig. Zukünftigen Generationen steht der Rohstoff irgendwann nicht mehr zur Verfügung. Bei der Aufbereitung muss viel Energie in Form von fossilen Brennstoffen aufgewendet werden. Oetelshofen bekam erst vor einigen Jahre die Genehmigung der Bezirksregierung, zwei ihrer Kalkbrennöfen mit Braunkohle zu betreiben. Außerdem entweicht beim Brennen von Kalk CO2, welches in dem Gestein gebunden ist. Gebrannter Kalk wird unter anderem in Entschwefelungsanlagen für Kohlekraftwerke und für die Herstellung von Zement verwendet. Die Firma Oetelshofen unterstützt auch die Braunkohleindustrie im Rheinland. RWE ist eine der größte Abnehmer der Firma Oetelshofen und damit trägt Oetelshofen eine Mitverantwortung für die größte Umweltzerstörung, die es in NRW gibt. Nach Braunkohle ist die Kalkindustrie eine der schmutzigsten Industrien, wenn es um CO2 Ausstoß und Feinstaubbelastung geht.
 
Mit altbewährten „Greenwashing“-Argumenten wie „Renaturierung“ wird das Vorhaben der Firma Oetelshofen schön geredet. Doch es ist bekannt, dass alte Waldbestände wesentlich mehr CO2 aufnehmen können als neu angepflanzte Wälder. Darüber spricht diese Firma natürlich nicht. Den Abfall woanders lagern möchte die Firma auch nicht, denn das sei zu kostspielig.
 
Wer braucht noch Geld auf einem zerstörten Planeten? Niemand! Wir werden für den Erhalt des Osterholzer Waldes kämpfen. Es muss ein Ende haben, dass Wälder und andere Naturgebiete wegen der Profitlogik weichen müssen.
 
Kommt zur Demonstration am Samstag, den 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel.
 
Mobilisierung
 
Auf unsere Downloadseite könnt ihr Facebook und Twitter Titelbilder downloaden. Auch gibt es da Vorlagen für Aufkleber, Plakate und Flyer in JPEG und PDF Format: https://osterholzbleibt.org/downloads/
 
Ihr könnt die Mobilisierung u.a. unterstützen durch die Facebook Veranstaltung für die Demonstration zu liken, teilen und dort eure Freund*innen einzuladen: https://www.facebook.com/events/1624510461012747/
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Rat der Stadt Wuppertal: Wissensdefizite bei Ratsmitglieder*innen

Der Rat der Stadt Wuppertal hat am 11.07. einer Stellungnahme gegenüber der Bezirksregierung zugestimmt, welche die Rodung von ca. 5 Hektar Wald im Osterholz befürwortet. Nur WfW, Linke und Piraten haben dagegen gestimmt.

Die im Nachgang zu der Entscheidung über die Stellungnahme geführten Interviews offenbaren eklatante Wissenslücken bei den Entscheidungsträger*innen. (Siehe im Artikel von Dirk Lotze auf: https://mailchi.mp/d6bef16c581e/2019-07-11-osterholz-bleibt-rat )

Die Kalk- und damit zusammenhängende Zementindustrie sind nach der Verbrennung von fossilen Brennstoffen der größte Emittent von klimaschädlichem CO2. Neben dem CO2, welches beim Brennen aus dem Kalk getrieben wird (ca. 785 kg pro Tonne gebranntem Kalk) benötigt man sehr viel Energie für den Brennvorgang. Dabei wird insgesamt mehr als eine Tonne CO2 pro Tonne gebranntem Kalk freigesetzt.

Oetelshofen im Osterholz.

Wenn wir frühzeitig das Geld, was in die Subventionierung von Kohle geflossen ist, in erneuerbare Energien und Speichertechnologien gesteckt hätten, so müsste schon heute kein Kalk mehr für die Rauchgasreinigung von Kraftwerken oder das Kalken von Wäldern und Böden eingesetzt werden. Denn ohne die Verfeuerung fossiler Brennstoffe gäbe es gar keinen sauren Regen. Kohlekraftwerke gehören zu den größten Abnehmern für Kalk und gebrannten Kalk.

Auch dann, wenn zur Rauchgasreinigung und der Kalkung von Wäldern und Böden ungebrannter Kalk eingesetzt wird, so wird daraus durch den sauren Regen Gips und es wird dabei CO2 freigesetzt.

In dem Prozess  der Stellungnahme gab es für der Rat der Stadt Wuppertal nicht nur die Möglichkeit, für oder gegen den Entwurf der Verwaltung zu stimmen, sondern es hätte auch die Möglichkeit gegeben, die Stellungnahme zu verändern – wenn es denn gewollt wäre. Und die Stellungnahme wird natürlich von der Bezirksregierung Düsseldorf berücksichtigt. Zu behaupten, man habe ja eh keinen Einfluss, ist schlicht falsch.

Und sich für die Industrie zu entscheiden, weil man es ja immer so gemacht hat (es gehe um „den klassischen Widerspruch zwischen Industrie und Umweltschutz“), ist uberhaupt nicht mehr zeitgemäß.

Initiative Osterholz Bleibt, 12. Juli 2019

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Klimanetzwerk Wuppertal Treffen

Klimanetzwerk Wuppertal Treffen: Dienstag, 16. Juli 2019, 19:00 Uhr. Diakoniekirche, Friedrich straße, 42105 Wuppertal.

Wir treffen uns und besprechen unsere nächsten Aktionen und Veranstaltungen. Über neue Menschen freuen wir uns immer!

Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/338505590161365/

Homepage Klimanetzwerk Wuppertal: https://klimanetzwerkwuppertal.wordpress.com/

Email: KlimanetzwerkWuppertal@tutanota.com

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Die Feinstaubbelastung bei der Verladestation des Kalksteinbruchs Oetelshofen

Feinstaubbelastung: PM10-Werte (Feinstaub) sind schwer zu messen. Die Messungen sind oft ungenau. Deshalb schreibt das Landesamt für Natur, Umwelt, Klima und Verbraucherschutz (LANUV) auf ihrer Webseite auch, dass ihre publizierten PM10-Werte nur vorläufige Ergebnisse sind. Dies gilt auch für die von der Initiative „Osterholz Bleibt!“ gemessenen PM10-Werte rund um den Kalksteinbruch Oetelshofen im Osterholz. Das LANUV hat in Wuppertal Messtationen auf der Gathe und in Wuppertal-Langerfeld. In Haan und Wuppertal-Dornap gibt es keine Messationen vom LANUV. Zumindest keine, die auf der LANUV-Webseite gelistet werden: https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/immissionen/aktuelle-luftqualitaet/partikel-pm10-feinstaub/ 

10. Juli 2019. Messgerät Hahnenfurther Weg.

Seit 2005 darf auch eine PM10-Konzentration von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Tagesmittel nur an höchstens 35 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden. Überschreitungen des Tageswertes von 50 µg/m³ werden vor allem in Ballungsräumen an verkehrsnahen Stationen festgestellt.

Unsere eigenen Messgeräte haben heute Morgen, am 10. Juli, auf dem Hahnenfurther Weg, etwa 800 Meter vom Steinbruch der Firma Oetelshofen entfernt, einen PM10 Wert von 39 µg/m³ gemessen. Bei der Verladestation für die Kalkzüge der Firma Oetelshofen zeigte das gleiche Messgerät ein PM10-Wert von 170 µg/m³. Zum Vergleich: Heute Morgen wurde vom Messgerät des LANUV um 8 Uhr auf der Gathe eine PM10-Belastung (Feinstaub) von 17 µg/m³  gemessen. Am Vortag war der Tageswert auch 17 µg/m³, am 8. Juli lag auf der Gathe der Wert bei 16 µg/m³.

10. Juli 2019. Messgerät am Verladestation der Firma Oetelshofen.

10. Juli 2019. Messgerät am Verladestation der Firma Oetelshofen.

Wir forden das Landesamt für Natur, Umwelt, Klima und Verbraucherschutz auf, ein Messgerät bei der Verladestation der Firma Oetelshofen zu installieren und diese Messungen auch mit einem sogenannten Referenzverfahren zu kalibrieren, um genaue Messergebnisse zu erhalten. Desweiteren fordern wir die zuständigen Gesundheitsämter von Haan (Kreis Mettmann) und Wuppertal auf, mögliche Gesundheitsschäden durch Feinstaubbelastung rundum den Kalksteinbruch Osterholz der Firma Oetelshofen zu untersuchen.

Initiative Osterholz Bleibt!

OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Video vom Verladestation der Firma Oetelshofen (28. Juni 2019):

Die Verladestation der Firma #Oetelshofen beim Kalksteinbruch in #Wuppertal #Osterholz. Von hier werden u. a. die Braunkohlen zentralen im #Rheinland beliefert. #HambiBleibt #OsterholzBleibt

Gepostet von Osterholz Bleibt am Freitag, 28. Juni 2019

 

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Wuppertal Osterholz: Offener Brief an Oberbürgermeister Andreas Mucke

Die Bearbeitung der noch offenen Punkte der Wuppertaler Ratssitzung wurden am vergangenen Montag um 20:30 Uhr auf den 11. Juli 2019 vertagt. Am Donnerstag steht auch Osterholz auf der Tagesordnung. Wir publizieren einen offenen Brief, der am 7. Juli an Oberbürgermeister Andreas Mucke verschickt wurde.

Offener Brief an den Oberbürgermeister zum Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Halde Oetelshofen

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mucke,

am morgigen Montag will der Rat der Stadt Wuppertal über die Abholzung von mehr als 5ha 100-140 Jahre alten Buchwaldes beschließen, in einem für viele Anwohner und Naturfreunde wichtigen Naherholungsgebiet und CO2-Speicher. Dieser soll den monetären Interessen der Fa. Oetelshofen weichen, die dort stattdessen ihren Abraum/Müll auf Halde schütten möchte. Heute fand ein gemeinsamer Waldspaziergang vor Ort zu diesem Thema statt, an dem informiert und viel diskutiert wurde. Sogar Herr Iseke (junior) nahm teil und stellte sich mutig den Fragen der besorgten Bürger. Sie oder andere Vertreter Ihrer Fraktion habe ich leider vermißt! Statt solchen Vorhaben in Zeiten des Klimawandels (war nicht dieser Juni gerade der Wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen?) und der Erreichung von CO2-Zielen Einhalt zu gebieten und dem mutig entgegen zu treten, kommen Sie den wirtschaftlichen Interessen der hiesigen Industrie nach, spielt diese doch die Karte Arbeitsplätze aus und übertrumpft hiermit alle ökologischen Interessen.

Sie als Vorsitzender/Mitglied des Rates der Stadt Wuppertal sind hier in der Verantwortung den offensichtlich anders lautenden Bürgerwillen umzusetzen, ein offenes Ohr für unsere Interessen zu haben und die Naturschutzgebiete unserer Stadt zu erhalten, statt deren Zerstörung zuzulassen.

Auf der gleichen Sitzung des Rates wollen Sie über das 14-Punkte Paket für mehr Klimaschutz abstimmen. Wie passt das zusammen? Wie Ihnen bekannt sein dürfte müssen wir auf unserem Planeten 1/3 mehr(!) Waldfläche anbauen um nur im entferntesten die Klimaziele zu erreichen. Wie passt hierzu ein Abholzen von alten Baumbeständen? Ich fordere Sie dazu auf, auf der Sitzung gegen die Stellungnahme zum Planfestellungsverfahren zu stimmen und im weiteren die Erweiterung der Halde und die Umwidmung des Waldgebietes zu verhindern. Ich apelliere an Ihr Gewissen als Bürger der Stadt Wuppertal, als Mensch auf unserem geschädigten Planeten und vielleicht auch als Vater/Großvater, der seinen Kindern oder Enkeln irgendwann einmal erklären muß, warum er solchen Maßnahmen zugestimmt hat und danach noch gut schlafen konnte…

Eins noch: Wer in diesem Wald schon einmal gewandert ist und das abendliche Gezwitscher der Vögel in den hohen Bäumen einer Kathedrale gleich bewundert hat oder dort Rehe in freier Wildbahn beobachten konnte, versteht die Welt nicht mehr. Wie kann ein verantwortungsbewußter Politiker solch ein Wunderwerk der Natur mit hohem Naherholungswert wirtschaftlichen Interessen opfern? …und dann noch darauf hoffen wiedergewählt zu werden?

Man fragt sich wohl zurecht ob unsere Politik die Botschaft vieler tausender demonstrierender Schüler nicht verstanden hat, die fordern, dass solchem unverantwortlichen Treiben Einhalt geboten wird. In diesem Sinne: Fridays for Future – nicht nur für Schüler!

Mit verständnislosen Grüßen

Erik Kreiskott

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Zweiter Osterholz Bleibt Waldspaziergang: Der Widerstand wächst!

Der zweite Waldspaziergang im Osterholzer Wald am 07.07.2019 war ein großer Erfolg. Rund 250 Teilnehmer*innen trafen sich am östlichen Parkplatz der Grube 7 und diskutierten über die Rodungspläne der Firma Oetelshofen. Das waren rund vier Mal so viele Menschen wie am Sonntag zuvor. An der Stadtgrenze von Wuppertal-Vohwinkel und Haan-Gruiten sollen 5 ha Wald mit bis zu 140 Jahre alten Bäumen abgeholzt werden. Hier soll eine Haldendeponie errichtet werden, um dort unbrauchbares Abfallmaterial zu entsorgen. Ein weiterer Abbau ist langfristig nicht geplant,da das Kalkvolumen, lt. Oetelshofen zu gering ist. Aber der Widerstand gegen die Rodungspläne wächst.

Beim Startpunkt diskutierten Mitglieder*innen der Initiative ‚Osterholz Bleibt‘, Teilnehmer*innen des Waldspaziergangs und einige Lokalpolitiker*innen zum Thema. Auch Wuppertals ehrenamtliche Bürgermeisterin und Vorsitzende des Umweltausschusses, Bettina Brücher (Bündnis 90/Die Grüne), beteiligte sich an der Diskussion. Brücher sagte u. a. „Man muss an allen Stellen kämpfen, damit alte Wälder erhalten bleiben und nicht abgeholzt werden.“ Ob die Grünen Koalitionspartnerin der CDU in Wuppertal mit diesen Kampf meint, dass die Grünen in der Bezirksvertretung Vohwinkel am 19. Juni 2019 für die Beschlussvorlage der Stellungnahme der Stadt Wuppertal gestimmt haben und sich damit für das Abholzen des Waldes aussprechen, ist unbekannt. Im Umweltausschuss enthielten sich Bündnis 90/Die Grünen und die Partei Die Linke am 25. Juni. Am 27. Juni stimmten Bündnis 90/Die Grünen der Abholzung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen sogar zu, nur Die Linke enthielten sich. Das Argument so abzustimmen, weil die Städte Haan und Wuppertal nur eine Stellungnahme abgeben dürfen, wurde von viele Teilnehmer*innen der Waldspaziergang als äußerst schwach empfunden. Das ist nachvollziehbar, denn die Frage bleibt was in diesen Stellungnahmen steht. Wenn die Stadt Wuppertal in ihrer Stellungnahme die Abholzung billigt und die Grünen und andere Parteien sich nicht klar gegen die Abholzung posiionieren, wird das etwas sein, was bei den Kommenalwahlen im kommenden Jahr eine wichtige Rolle spielen wird.
Dass Bettina Brücher noch Schützenhilfe für den Wuppertaler Koalitionspartner CDU leistete, macht es nicht besser. Einer der beiden Geschäftsführer von Oetelshofen, Moritz Iseke, ist gleichzeitig Fraktionsvorsitender der CDU in der Bezirksvertretung Vohwinkel, hat an der Beschlussfassung in Vohwinkel nicht teilgenommen, sagte Brücher. Das ist richtig, denn Moritz Iseke ist befangen. Aber zu denken, dass seine Befangenheit damit gelöst wurde, grenzt schon an Realsatire. Die CDU ist bekannt für ihreFraktionsdisziplin und dass der Fraktionsvorsitzende nicht außerhalb der Beratung mit seiner Fraktionsmitglieder*innen spricht, darf bezweifelt werden. Als Fraktionsvorsitzender dürfte er auch an den Fraktionssitzungen teilgenommen haben. Auch dies sollten Menschen im Kopf haben, wenn sie nächstes Jahr ihre Stimme abgeben.

Als die Spaziergänger sich auf den Weg machten, stieß Till Iseke, Assistent und Sohn einer der beide Geschäftsführer, dazu. Der Fairness halber muss gesagt werden, und dies trifft durch das Abstimmungsverhalten der Grünen in Wuppertal auch auf Bettina Brücher zu, dass er mutig war, sich der Diskussion der Rodungsgegner*innen auf einer Demonstration im Wald zu stellen und dort das Gespräch zu suchen. Auch wenn dies vermutlich Teil einer Gegenstrategie gegen die wachsenden Proteste ist. Till Iseke begab sich nach seinem Erscheinen bei dem ersten Waldspaziergang erneut unter die Rodungsgegner. Das, was er am Sonntag sagte, diente vor allem den Interessen der Firma Oetelshofen. Dort hat man sich ausgedacht, dass es eine gute Gegenstrategie ist, zu behaupten, dass das Transportieren von Abfall der Firma Oetelshofen in entfernte Gegenden zuviel CO 2 erzeugt. Mal abgesehen von dem Fakt, dass die Firma Oetelshofen in ihrem Antrag zum jetzigen Planverfahren geschrieben hat, die Abraumhalde aus Kostengründen auf dem jetzigen Osterholz Waldstück zu errichten, ist Kalkbrennen vergleichsweise so „schmutzig“ wie Strom aus Braunkohle. Aus dem industriellen Prozess stammen dabei nur zwei Drittel bis drei Viertel der gesamten Emissionen bei der Kalkherstellung. Der „Rest“ kommt noch aus dem eingesetzten fossilen Brennstoff hinzu. Darüber hinaus ist einer der größten Abnehmer die RWE Braunkohle Industrie. Dadurch trägt Oetelshofen eine Mitverantwortung für die größte Stickstoffdioxid-Wolke in Europa. Auch wenn Till Iseke dies vermutlich anders sieht: Die Argumentationskettte, dass im Osterholz Wald für eine bessere CO 2 Bilanz gerodet werden muss, ist mehr als zynisch.

Die 250 Teilnehmer*innen hörten sich alles in Ruhe an und bildeten ihre eigene Meinung. Es gab auch während der Gespräche viele Diskussionen und es entstanden Ideen für neue Aktionen.

Beim Waldspaziergang am 07.07.2019 war das Polizeiaufgebot leider absolut unverhältnismäßig. Dies passiert aber oft, wenn die Klimabewegung auf die Straße geht. Die Polizei hielt sich allerdings zurück und ist zu keinem Zeitpunkt eingeschritten.

Die für den 08. Juli 2019 angesetzte Entscheidung im Wuppertaler Stadtrat über die Stellungnahme zu den geplanten Rodungen im Osterholz Wald wurde auf Donnerstag, den 11. Juli 2019 verschoben. Wir dürfen gespannt auf das Ergebnis sein. Es ist aber leider zu erwarten, dass der Wuppertaler Stadtrat ihre Beschlussvorlage annimmt und somit den Rodungen mit ein paar kleinen Einschränkungen zustimmen wird. Die Bezirksregierung Düsseldorf (die letztendlich entscheidet) wird es mit dieser Stellungnahme leichter haben, den Rodungen zuzustimmen und dies vermutlich auch tun. Dies zeigt einmal mehr, dass Klimaschutz Handarbeit ist und nur die Menschen selbst die Rodung stoppen können.

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