Osterholz Bleibt Mahnwache: Samstag 15. Mai, 2021

Die Firma Oetelshofen weigert sich bis jetzt auf die Rodung von 5 Hektar Wald im Osterholz auch permanent zu verzichten. Ihr Versprechen, den 5 Hektar im Osterholzer Wald im Moment nicht zu roden, ist damit erst mal nur eine PR Maßnahme, weil die Firma ohnehin noch gar keine Rodungsgenehmigung hat und die Rodungssaison erst am 1. Oktober beginnt. 

Am Samstag, den 15. Mai 2021, veranstalten wir eine weitere Mahnwache, um Menschen zu informieren und für den Erhalt des kompletten Osterholzer Waldes zu protestieren.

#OsterholzBleibt Mahnwache, Samstag 15. Mai, 2021, 11:00 – 16:00 Uhr, Wanderparkplatz Hermgesberg, 42781 Haan.
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Rede von Marjolein Schlüter auf der Kundegbung am 02.05.

Mein Name ist Marjolein Schlüter, ich bin Sprecherin der Bürgerinitiative Osterholz Bleibt! und mündige Bürgerin. Ich bin ein Alptraum für Behörde und Verwaltungen. Ich gehe den Sachen auf den Grund. Ich lasse mich nicht abwimmeln und ich lasse mir von keinem Menschen den Mund verbieten bzw. in eine politische Ecke drängen. Ich weiß mittlerweile in welcher politischen Ecke unsere „Pappenheimer“ stehen, aber dazu komme ich gleich. Wir sind eine Bürgerinitiative und unser Ziel ist es, den Lebensraum, unser Lebensraum und die der Arten in Osterholz Wald zu bewahren.

Bis jetzt bin ich immer gemäßigt geblieben, denn wir sind davon ausgegangen, dass wir einigen Menschen Zeit lassen sollten, damit sie Ihre Meinung zum Erhalt des Osterholz Waldes nochmal überdenken können.

Nun lassen die Ereignisse seit Mitte Februar dieses Jahres mir keine andere Wahl als jetzt mal Tacheles zu reden.

Als in Februar ersichtlich wurde, dass es zu der Zeit zu keiner Entscheidung kommen konnte wegen unserem gemeinsamen Widerstand, hat eine Diffamierungskampagne gegen uns, die Bürgerinitiative und auch gegen die Waldbesetzung begonnen.  Die Waldbesetzung ist nur mal ein Dorn im Auge. Komischerweise gab es 1,5 Jahre davor und auch bis jetzt nichts: keine Vorfälle, keine Übergriffe.

Außerdem wurde es durch die Kalkwerke Oetelshofen gut vermarktet: sie hätten sich entschieden erstmal auf einer Rodung zu verzichten.

Ich habe mir das Interview am 12 April von Herrn Schneidewind in der VHS genau angehört. Er sieht in der heutigen Zeit eine Rodung vom Wald als problematisch, aber ihm gefallen unsere Argumente nicht. Mir gefällt auch vieles nicht, Herr Schneidewind. Darüber könnten wir mal persönlich sprechen. Aber Sie meiden das Gespräch mit uns, dafür sprechen Sie mit vielen anderen Menschen. Es folgen Diffamierungen, die nie hinterfragt oder bestätigt wurden.

Es folgt eine Lobeshymne für die Familie Iseke, die so gesprächsbereit ist. Es sind angeblich viele Alternative angedacht, aber welche, darüber wird nicht gesprochen. Ich bin der Meinung, dass das alles Floskeln sind, Zeichen des Aussitzens.

Ich habe Herrn Schneidewind am 9. März eine E-Mail geschrieben und ihm in seiner Funktion als Leiter der Wuppertaler Verwaltung um Hilfe gebeten. Am 21. April folgte dann eine Anfrage zum Sachstand Osterholz mit dem Verweis auf § 24 der Gemeindeordnung. Nun muss der Wissenschaftler Herr Prof. Dr. Schneidewind nach 5 Monaten in der Verwaltung angekommen sein, wissen, dass Bürger*innen einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen haben. Allerdings erwähnte Herr Schneidewind am Ende des Interviews, dass die „Pappenheimer“ bekannt sind, die immer wieder Emails schicken und dass er keine Lust hat, 1-2 Stunden damit zu verbringen die selbst oder von Mitarbeiter*innen beantworten zu lassen. Diese „Pappenheimer“ sind Bürger*innen, Herrn Schneidewind, in der Stadt wo Sie Oberbürgermeister sind. Für so eine Respektlosigkeit sollten Sie sich schämen. Herr Schneidewind: Sie können sich sicher sein, dass in den nächsten Tag diese „Pappenheimerin“ Sie wieder mit einem Schreiben „verehren“ wird. Sie setzen sich für die großen Sachen ein. Passen Sie nur auf, dass die 5,5 ha Osterholz Wald Sie nicht um die Ohren fliegt oder auf die Füße fällt: Sie haben die Wahl. WIR möchten einen diffamierungsfreien Dialog.

In meinem Schreiben an Herrn Schneidewind geht es u.a. um den Artenschutz in Osterholz Wald und um die Darstellung der Halde in diversen amtlichen Plänen.

Die Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörden Wuppertal ist dermaßen laienhaft und benötigt dringend Aufklärung, die die Unteren Naturschutzbehörde mir verweigert. Traurigerweise bekommen wir auch keine Unterstützung der lokalen Naturschutzorganisationen. Der BUND hat keine Stellungnahme zum Verfahren abgegeben. Frau Petersen der BUND Wuppertal sagt, dass der BUND in Sache Osterholz in einer Zwickmühle ist. Es folgte wieder eine Lobeshymne in Richtung Familie Iseke. Mit dem alteingesessenen Familienunternehmen bestehe der Eindruck, dass bessere Lösungen für Naturräume gefunden werden könnten. Auch würden es von Studenten der Uni Wuppertal immer wieder regelmäßig Kartierungen stattfinden und es würden z.B. sehr viele Vögel kartiert werden.

Der BUND würde eine neutrale Position in dem Konflikt einnehmen.

Das sehe ich anders. Hat der BUND die Verfahrensunterlagen durchgelesen? In dem Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag der Kalkwerke Oetelshofen kommt der Gutachter zum Schluss, dass 25 bedrohte, geschützte Arten von dem Verfahren betroffen werden können und dass tiefere Beobachtungen notwendig sind.

Die Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde Wuppertal schreibt, dass 15 bedrohte, geschützte Arten und, dass keine systematischen Kartierungen stattfinden.

Lieber BUND, wie wäre es, wenn Sie die Studenten mal im Wald kartieren lassen. Das ist auf der anderen Seite des Geländezauns. Es kann nicht sein, dass diese Vögel, die auf dem Werksgelände kartiert werden, am Zaun innehalten, um nicht in den Wald zu fliegen. Ist kein Interesse vorhanden, wie es um die Arten im Wald steht? Oder passt das nicht zum Greenwashing-Programm der Kalkwerke Oetelshofen? Ich habe vor ca. 10 Tagen erneut eine Fachaufsichtsbeschwerde eingereicht beim Ministerium, u.a. wegen einer Artenschutzrechtichen Prüfung, Messung von Lärmschutz und der Darstellung der Haldenfläche im Flächennutzungsplan der Stadt Wuppertal.

Die Loyalität ist förmlich zu riechen. Und so ist sichtbar, wie in Jahrzehnten ein Netzwerk von Loyalitäten aufgebaut wurden, die gegenseitig verpflichten und auch auf gegenseitige Zufriedenheit ruhen. Ich möchte an dieser Stelle auf jeden Fall erwähnen, dass es auch Menschen in dem BUND gibt, die uns persönlich großartig unterstützen. Vielen herzlichen Dank dafür. Danke auch an der BUND Velbert und Erkrath. Nur schade, dass die Hauptakteure des BUND Wuppertal den lokalen Ruf so ruinieren.

Genauso sieht es mit den GRÜNEN Wuppertal aus. Hier gibt es auch einzelne Menschen, die uns in regelmäßigen Abständen immer wieder begleiten bei unseren Waldspaziergängen. Da freuen wir uns immer drüber, vielen Dank. Aber was ist mit den anderen? Es war sehr enttäuschend, dass bei der Demo in März der Friday für Future in Vohwinkel kein Mensch der Grünen von der Bezirksvertretung anwesend war. Da war das Hauptthema „Osterholz Bleibt“. Einen Blick auf der Homepage der Grünen Wuppertal zeigt, dass der Osterholz Wald kein Thema ist. Ich habe alles angeklickt; von oben bis unten. Es gibt tatsächlich das Thema Bäume auf der Homepage. Es heißt: Alle Bäume in der Stadt sind schützenswert. Klar sind Bäume in der Stadt wichtig. Aber sind die Bäume in der Stadt grüner als im Außenbereich? Wichtiger als die grüne Lunge Wuppertals? Herr Christen, Vorsitzender des Umweltausschusses sagt in der Pressemitteilung v. 22. April: „Baumschutz ist Klimaschutz! Darum müssen wir alles dafür tun, dass gesunde Bäume erhalten bleiben. Wir freuen uns über diesen Bericht, der genau richtig kommt zum Internationalen Tag des Baumes am 25. April.“ Warum gibt es denn kein öffentliches Statement FÜR den Erhalt von 5,5 ha Wald? Können die Grünen das nicht, weil sie hinter ihren „grünen“ Bürgermeister stehen müssen?

Das sind alles großartige Sprüche, die gut ankommen, denn wir wissen, bald sind Bundestagswahlen. Zurzeit gewinnen die GRÜNEN viel Zuspruch nicht zuletzt nach der Nominierung von Frau Baerbock. Aber wie wollen die GRÜNEN auf Bundesebene was ändern, wenn sie das lokal nicht hinkriegen?

Schauen wir mal in Deutschland wie mithilfe der GRÜNEN Wälder platt gemacht werden!

Mit großartigen Sprüchen und Versprechen kann keiner mehr was reißen, die Zeiten sind vorbei.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Fraktion Bündnis 90/die GRÜNEN Wuppertal bis auf einer Person in der Ratssitzung Juli 2019 für das Verfahren ausgesprochen hat. Ein Stück der grünen Lunge Wuppertals soll wieder einmal weichen. Das sah im Verfahren 2013 noch anders aus. Weil die zahlreichen Fragen der GRÜNEN zum Verfahren aus Zeitmangel nicht rechtzeitig schriftlich und umfassend beantwortet wurden, hat die GRÜNE Ratsfraktion dem Planfeststellungsbeschluss daher nicht zugestimmt und sich enthalten.

Ich habe eine Zeitung der GRÜNEN aus Mai 2013 vorliegen und daraus geht hervor, dass es rein rechtlich 2013 ein ungewöhnliches Verfahren war. Der Rat sollte als Genehmigungsbehörde fungieren und eine sogenannte „gebundene“ Entscheidung treffen, d.h. den Mitgliedern des Rates wurde in diesem Verfahren untersagt, Änderungen oder weitere Auflagen zu beschließen. Und so hätte die Firma Oetelshofen es am liebsten noch Jahrzehntelang weiter gemacht. Wozu haben sie sich sonst so Mühe gegeben dieses Netzwerk aus Loyalitäten aufzubauen.

Die GRÜNEN Wuppertal haben in Februar zwar eine große Anfrage zu Ausgleichsmaßnahmen in Osterholz im Umweltausschuss gestellt, aber da hätten sie sofort nachhaken müssen, denn da gab es einige Antworten der UNB, die erklärungsbedürftig waren. Herr Christenn hat mir geschrieben, dass er nicht so tief drin ist wie ich und dass er auch nicht die Emotionalität wie ich aufbringen kann, und will in der Auseinandersetzung mit Verwaltungsvorgängen. Politiker müssen die Verwaltung auf die Finger schauen, wozu sind sie da? Allein der Gedanke 5,5 ha Wald aus rein privatwirtlichen Interessen zu roden, sollte an jeden Menschen nicht emotionslos vorüber gehen.

Seit einigen Wochen schreibe ich von Hunz bis Kunz und stelle Fragen, wie es überhaupt möglich ist, dass dieses Verfahren nicht bereits beim Einreichen abgewiesen wurde. In dem Beschluss 2013 ist festgestellt worden, dass die Halde nicht erweitert bzw. erhöht werden kann. Federführend war damals die Stadt Wuppertal.

Die Halde ist im Verfahren der Regiobahn 2005 als Ausgleichsfläche für die Grube Hanielsfeld bestimmt worden, und zwar als BSN (Bereich für Besonderen Schutz der Natur). Die Bezirksregierung Düsseldorf hat 2006 angeregt den Flächennutzungsplan zu ändern, da die Halde in diesem Plan sowohl als Fläche für Ausschüttungen sowie auch als Windenergievorrangsfläche dargestellt war. Die Stadt Wuppertal ist diese Anregung nicht gefolgt. Diese Fläche ist nach wie vor in Ihrer Nutzung nicht geändert worden. Wer für diesen Eintrag verantwortlich ist, möchte ich auch gerne wissen. Mittlerweile muss der Abstand zwischen Windmühle und Bebauung 1500 m sein. Sind wir Anwohner*innen wohl komplett ausgeblendet worden. Oder steht bei mir in Kürze ein Bagger vor der Tür?

Damit aus der Halde ein BSN Gebiet werden kann, muss erst ein Änderungsverfahren im Landschaftsplan durchgeführt werden. Wir leben hier schließlich in Deutschland, die Bürokratie wird hier ganz großgeschrieben.

Zufälligerweise lief ein solches Verfahren im Jahre 2014 – 15. Das wurde wiederum von Stadtgremien gestoppt, der Bereich Wuppertal-Nord wurde rausgenommen.

Somit gab es in dieser Hinsicht auch keine Änderung für die Haldenfläche und die Kalkwerke Oetelshofen sowie die Stadt Wuppertal meinen mit der Halde walten und schalten zu können, wie es gerade passt. Oder doch nicht?

Im Regionalplan ist diese Fläche bereits als BSN dargestellt. Und der Regionalplan steht über den Flächennutzungsplan. So ein Pech! Aber wen stört das? Wo kein Kläger, da kein Richter. Die Unteren Naturschutzbehörde Wuppertal hat dies nicht in ihrer Stellungnahme erwähnt.

Letzten Donnerstag haben die Grünen Wuppertal wieder eine Anfrage im Umweltausschuss. Es ging um den Stand der Landschaftsplanung.

  1. „Welchen Stellenwert haben der Klimaschutz und die Klimafolgen-Anpassung bei der Landschaftsplanung und dem Landschaftsschutz?“

„Im Rahmen der Landschaftsplanung und somit auch beim Natur- und Landschaftsschutz haben Klimaschutz und Klimafolgen-Anpassung einen hohen Stellenwert“.

  1. „Werden Ausgleichsflächen im Rahmen der Landschaftsplanung und Landschaftspflege berücksichtigt?“

„Bei der Auswahl von Ausgleichsflächen werden die Vorgaben der Landschaftsplanung, wie Schutzgebietsausweisungen und Entwicklungsziele berücksichtigt“.

Es wird wieder einmal Osterholz Wald ausgeblendet! Da wird der Eindruck geweckt, dass die Verwaltung der Stadt Wuppertal alles daran gelegen ist die Halde für die Kalkwerke Oetelshofen so zu schützen, dass es ein „weiter so“ gibt.

Im Landschaftsplan Wuppertal-Nord, Grundlagenteil v. 29. März 2005, wie wir wissen, ist es das Aktuelle gibt es Aussagen der Flächennutzungsplanung, hier sind folgende Planungsgrundsätze für den Bereich Freiraum von der Stadt Wuppertal formuliert worden:

Unter Landschaft/Biotope: Lebensräume und Lebensstätte seltener Tiere und Pflanzen sollen geschützt werden.

Unter Wald: Der Wald soll mit seinen vielfältigen Funktionen geschützt und entwickelt werden.

Unter Freizeit und Erholung: In den landschaftlich geprägten Freiräumen der Stadt sollen die Erholungsgebiete als Aktions- und Erlebnisräume insbesondere für die bewegungsorientierte Freizeitgestaltung unter Beachtung von Umweltbelangen erhalten und entwickelt werden.

Das scheint keine*r in Wuppertal zu lesen, aber das ist für mich nichts Neues.

Das Verfassungsgericht hat jetzt entschieden, dass Menschen ein Grundrecht auf Zukunft haben!

Es ist für mich persönlich unheimlich dreist, dass die Kalkwerke Oetelshofen 2019 ein Verfahren einreichen mit dem Ziel 5,5 ha Wald zu vernichten, weil das die preiswerteste Lösung ist. Die Firma, die im gleichen Jahr einen Überschuss von 1,8 Mio erwirtschaftet hat, erwirtschaftet durch Umweltvernichtung. Dabei sind 2013 bereits 3,5 ha Wald vernichtet worden, für weitere Bäume liegt aus dem Verfahren noch eine Rodungsgenehmigung vor. Um von den Ackerflächen nicht zu sprechen, die für die zwei Halden weichen mussten. Und vergessen wir nicht die Waldflächen, die bereits als Abbaugebiet im Regionalplan festgelegt wurden und in Zukunft bedroht sind.

RWE hat letztes Jahr 2,6 Milliarden Steuergelder bekommen. Die wollen den Abraum nicht. Obwohl Sie Abraum brauchen!

Fragt uns jemand was wir wollen? Uns soll wieder einmal ein Stück Erholungsgebiet weggenommen werden. Ein kleines Stückchen Glück in unserem Alltag. In einer Zeit, wo wir nicht verreisen können, wo wir Urlaub zuhause machen müssen. Wir können uns keine Stunde Entspannung in einem herrlichen Wald bei Amazon bestellen. Hat ein Mensch schon mal diesen Wert ausgerechnet? Diesen Wert finden wir in keiner Bilanz. Hier wird nur an privatwirtschaftlichen Profit und Gewerbesteuer gedacht.

So geht es nicht weiter.

Die Arbeit des BUND Wuppertal ist sehr wichtig und wertvoll aber wir können und dürfen keine wertvollen Lebensräume gegeneinander ausspielen.

Das Narrativ der Firma Oetelshoven, dem die Politik und auch die Umweltverbände folgen ist, dass die Rodung des Waldes in Wirklichkeit eine Umweltschutzmaßnahme wäre, denn die Halde wäre in Wirklichkeit gar keine Abraumhalde, sondern ein zukünftiges Biotop, dass viel wertvoller ist als der Wald an sich.

Wir müssen Alternativlösungen umsetzen, die die Rodung des Waldes verhindern. Für Herrn Schneidewind als ehemaliger Leiter des Wuppertal Instituts müsste Osterholz das richtige Thema sein zu zeigen, dass er das angeblich Unmögliche möglich machen kann. Es lebe die Transformation!

Wir kämpfen weiter, damit #Osterholz Bleibt!

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Kundgebung im Osterholz Wald am 02.05.

Am Sonntag, den 02. Mai um 14 Uhr findet normalerweise der monatliche Waldspaziergang der Bürgerinitiative ‚Osterholz bleibt!‘ statt, bei dem der von Rodung bedrohte Osterholz Wald besichtigt wird. Wegen der hohen Coronainzidenz ändert die Bürgerinitiative die Planung ab und hält am 02. Mai um 14 Uhr stattdessen eine Kundgebung auf der Lichtung neben der eingezäunten Aufforstungsfläche ab, die nur ein paar Gehminuten vom Wanderparkplatz Hermgesberg entfernt liegt.

Die Initiative teilt die neusten Entwicklungen und den Stand des Verfahrens mit. Gastredner*innen von anderen Gruppen werden sprechen und wir freuen uns über die Zusage der Band FORTSCHROTT.

Bis zum Start der Rodungssaison werden noch einige Monate ins Land gehen, doch der Kampf um den Wald befindet sich jetzt in einer Hochphase.
Der neue grüne Oberbürgermeister von Wuppertal, Uwe Schneidewind, in den viele Bürger*innen große Hoffnung setzen, hat Mitte Februar noch gesagt, dass er sich einen diffamierungsfreien Dialog wünscht. Im Interview in der VHS am 12. April 2021 argumentiert Herr Schneidewind aber selbst mit Diffamierungen.
Marjolein Schlüter, Sprecherin der Initiative sagt: „Ich bin eine mündige Bürgerin und lasse mich nicht in eine politische Ecke drängen. Es hat bis heute kein Gespräch mit uns stattgefunden. Die Beziehung mit der Familie Iseke scheint Herr Schneidewind aber sehr gut zu pflegen.“
Das Narrativ der Firma Oetelshofen, dem auch der BUND Wuppertal folgt, ist, dass die Rodung des Waldes in Wirklichkeit eine Umweltschutzmaßnahme wäre, denn die Halde wäre in Wirklichkeit gar keine Abraumhalde, sondern ein zukünftiges Biotop, dass wertvoller ist, als der Wald an sich.
Marjolein Schlüter sagt dazu: „Hier werden wertvolle Biotope gegeneinander ausgespielt. Die geschützten Arten im Wald werden ignoriert, sowie der Fakt, dass der Osterholz ein sehr beliebter Ort für die Erholung der Besucher*innen ist. Gerade in Zeiten der Pandemie wird dieser Wert sehr deutlich, der in keiner Bilanz auftaucht.“

Wir fordern nach wie vor, dass Alternativlösungen umgesetzt werden müssen und die Rodung des Waldes zu verhindern ist. Wir können uns nicht die preiswerteste Lösung leisten, die auf Kosten der Allgemeinheit geht.

Maßnahmen zum Schutz gegen die Coronainfektion halten wir ein und bitten alle Besucher*innen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und mindestens 1,5 Meter Abstand zu halten.

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Waldspaziergang am 04.04. abgesagt

Auf Grund der aktuellen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen haben wir uns entschlossen, unseren regelmäßig einmal am ersten Sonntag des Monats stattfindenden Waldspaziergang diesmal (Sonntag, den 04.04.2021) abzusagen. 
Wir hoffen, dass wir den Informationsspaziergang am Sonntag den 02.05.2021 (unter Einhaltung der aktuell geltenden Coronaregeln) durchführen können. 
Unabhängig von unseren Waldspaziergängen hat jede/r die Möglichkeit durch den Osterholz-Wald spazieren zu gehen, um sich den Wald und die bisherige Halde (von weiten, da es sich um abgesperrtes Betriebsgelände handelt) anzuschauen.
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Klimaprotest am 19.03.

Fridays for future in Wuppertal ruft am 19.03. im Rahmen des globalen Klimastreiks um 12 Uhr vor dem Rathaus in Vohwinkel zu einer Kundgebung zum Thema #Osterholzbleibt auf.
Herzlichen Dank dafür.

Alle Kundegebungen im Überblick:

Rathaus Elberfeld
14:30 Uhr
Thema: Internationaler Streik / #NoMoreEmptyPromises
 
Rathaus Vohwinkel
12:00 Uhr
Thema: #OsterholzBleibt
 
Rathaus Barmen
12:30 Uhr
Thema: Verkehrswende / Autofreie Innenstadt
 
Mehr Infos auf Facebook:
 
Und Twitter:
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Pressemitteilung Bürgerinitiative ‚Osterholz Bleibt‘ – Wuppertal – Haan – 11.03.2021

Polizei Aktion im Osterholz Wald. Unter besonderem Schutz stehende Stechpalmen im Osterholz Wald.

Eine der Arten, die unter besonderen Schutz stehen und sich im Osterholz Wald befinden, ist die Stechpalme.

Heute Morgen fand, auf Veranlassung der Firma Oetelshofen, eine Polizeiaktion im Osterholz Wald statt, um einige Barrikaden zu räumen.

Marjolein Schlüter, eine der Sprecherinnen der Bürgerinitiative Osterholz Bleibt sagt dazu: „Die Polizisten, mit denen ich gesprochen habe, waren ruhig und haben mir erklärt, was sie vor hatten. Die ganze Operation lief dann auch in Ruhe ab. Auch die Waldbesetzer haben sich ruhig verhalten.“

Die Waldbesetzer hatten Anfang des Monats selbst einige Barrikaden abgebaut, aber das reichte der Firma Oetelshofen offensichtlich nicht. Als Bürgerinitiative können wir die Verärgerung über einige der Barrikaden verstehen. Aber dass heute für die Räumung der Barrikaden eine ganze Hundertschaft der Polizei ausrücken musste, macht uns nachdenklich, denn von der Waldbesetzung ist, soweit uns bekannt ist, noch nie Gewalt ausgegangen.

Noch immer hat die Firma Oetelshofen von der Bezirksregierung keine Genehmigung für ihre Rodungspläne im Osterholz Wald bekommen. Eine eventuelle Genehmigung dürfte aber vor Gericht nicht Stand halten. Eine der Arten, die unter besonderen Schutz stehen und sich im Osterholz Wald befinden, ist die Stechpalme, die auch Walddistel oder Christusdorn genannt wird. Die Stechpalme (Ilex aquifolia) ist zum Baum des Jahres 2021 ernannt worden. Sie ist in Deutschland gemäß Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und darf nicht aus der Natur entnommen werden.

Sprecher René Schuijlenburg sagt dazu: „Es wird Zeit das die Firma Oetelshofen sich endgültig von ihren Rodungsplänen verabschiedet. Eine andere Lösung für den Abfall der Firma zu finden ist alternativlos, denn die Bundesartenschutzverordnung gilt auch in Nordrhein-Westfalen.“

Osterholz Bleibt, 11. März 2021

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per Email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Eine der Arten, die unter besonderen Schutz stehen und sich im Osterholz Wald befinden, ist die Stechpalme.

Eine der Arten, die unter besonderen Schutz stehen und sich im Osterholz Wald befinden, ist die Stechpalme.

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Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Osterholz Bleibt“ – 21. Februar, 2021

 

Die Geschäftsführung der Kalkwerke Oetelshofen hat weiterhin keine Genehmigung für ihre Rodungspläne im Osterholz Wald. Wuppertaler Oberbürgemeister Uwe Schneidewind äußert sich. Waldbesetzer*innen kündigen Barrikadenabbau an

Wuppertal – Haan. Die Pressemitteilung der Kalkwerke Oetelshofen vom vergangenen Freitag klingt fast wie das gute Ende eines Märchens. Sie schreiben: „Aufgrund der aktuell angespannten öffentlichen Diskussion zur geplanten Haldenerweiterung haben wir uns in enger Abstimmung mit dem Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal dazu entschlossen, die dafür vorgesehene Rodung zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu forcieren.“

Damit startet die Firma erneut einen PR Vorstoß, der bei näherer Betrachtung erst mal nicht viel mehr ist, als ein Versuch das Image der Firma aufzupolieren. Es ist natürlich erfreulich, dass im Osterholz Wald vorerst nicht flächig gerodet wird, doch die Firma Oetelshofen unterschlug in ihrer Pressemitteilung einen wichtigen Fakt: Die Kalkwerke Oetelshofen dürfen im Moment wegen der fehlenden Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf gar nicht roden, dazu kommt, dass Ende Februar die Rodungssaison endet und dann für einige Monate Rodungen generell untersagt sind.

Einer der Pressesprecher der Bürgerinitiative, René Schuijlenburg sagt dazu: „Die Geschäftsführung der Firma Oetelshofen suggeriert, sie hätten angeboten vorerst auf die Rodung zu verzichten. Das stimmt aber nur bedingt. Fakt ist, dass die Bezirksregierung in Düsseldorf, Oetelshofen noch gar keine Genehmigung erteilt hat. Oetelshofen darf im Moment also gar nicht roden.“

In einem Post auf seiner Facebook Seite bestätigte Uwe Schneidewind heute, dass er mit der Firma Oetelshoven gesprochen hat. Schneidewind sagte: „In den letzten Wochen habe ich viele Gespräche geführt, um eine drohende Eskalation im Osterholz zu vermeiden.“

René Schuijlenburg dazu: „Wir begrüßen es, dass Herr Schneidewind geschrieben hat, dass er sich einsetzen wird um mögliche Alternativen zur Rodung zu erörtern. Mir persönlich gefällt zwar so einiges nicht was Herr Schneidewind über die Firma Oetelshofen in seinem Statement gesagt hat, einiges trifft meiner Meinung nach auch nicht zu, aber die Kernaussage ist erst mal positiv. Das Suchen nach alternativen Lösungen ist wichtig. Es geht hier um die Frage: Wird ein wertvoller Wald und ein Naherholungsgebiet für die Menschen für die Profitmaximierung einer privaten Firma geopfert oder wird eine Lösung gefunden, die die Natur, die viele Lebewesen im Wald und das Klima schützt, vorzugsweise natürlich eine Lösung der auch für die Firma Oetelshofen tragbar ist. Es wird nicht einfach werden, aber Prinzipiell sind wir Gesprächsbereit.“

Marjolein Schlüter, eine der Sprecher*innen der BI Osterholz Bleibt!: „Herr Schneidewind sagt, dass Wälder in Zeiten des Klimawandels einen besonderen Schutz genießen müssen. Gerade in den letzten Tagen ist berichtet worden, dass die EU Deutschland wegen jahrelanger Verstöße gegen geltendes Naturschutzrecht vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Wichtig ist zu klären, ob das auch auf den Osterholz Wald zutrifft.“

Aktivist*innen besetzen nach wie vor einen Teil des gefährdeten Osterholz Wald. Sie teilten der Bürgerintiative ‚Osterholz bleibt‘ mit, dass die Waldbesetzung fortgeführt wird, bis der Wald sicher ist. Als Zeichen ihres guten Willens werden sie aber am 01. März damit beginnen einige der Barrikaden abzubauen. Damit wollen sie die emotionale Anspannung auf Seiten der Kalkwerke abbauen.

Am Montag den 22. Februar und Donnerstag den 25. Februar 2021 organisiert die Bürgerinitiative Osterholz Bleibt zwischen 8:30 und 16:00 Uhr Mahnwachen. Die Versammlungen finden auf dem Parkplatz Osterholzer Straße, Waldeingang Osterholz, statt.

Osterholz Bleibt, 21. Februar 2021

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

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Osterholz Bleibt Mahnwachen: Donnerstag, 18.02.2021, Montag, 22.02.2021, Donnerstag, 25.02.2021

Osterholz Bleibt Mahnwachen:

Donnerstag, 18.02.2021 08:30 Uhr bis 16 Uhr
Montag, 22.02.2021 08:30 bis 16 Uhr
Donnerstag, 25.02.2021 08:30 bis 16 Uhr

Auch über das Wochenende gab es erhöhte Aktivitäten der Polizei rund um den Osterholz Wald. Sei es mit Fahrzeugen, einem Hubschrauber oder einer Besichtigung mit vielen Polizist:innen am vergangenen Donnerstag. Seit einigen Wochen gibt es immer öfter Polizei in oder rund um den Wald. Die Anzeichen für eine zukunftsnahe größere Polizeiaktion mehren sich. Unklar ist auch der Stand der Dinge vom Genehmigungsverfahren der Firma Oetelshofen bei der Bezirksregierung. Dort wird seit Wochen gemauert. Auch Anwohner:innen, die Beschwerde gegen die Rodung von 5 Hektar Wald eingelegt haben, bekommen von der Bezirksregierung seit Wochen keine Auskunft mehr. Eine Fachrechtbeschwerde wurde eingereicht.
 
Die Firma Oetelshofen ist nach wie vor fest entschlossen, 5 Hektar Wald im Osterholz zu roden. Die größeren Polizeiaktionen der letzten Tage, könnten die Einleitung zu genau dieser Rodungsaktion sein. Wir wollen uns solidarisch mit der Waldbesetzung zeigen, die seit dem 15. August 2019 für den Erhalt des Waldes und der vielen Lebeswesen, die dort ihr Zuhause haben, kämpfen. Auch für uns ist eine Rodung absolut inakzeptabel und eine Leugnung der Bedeutung der Klimakrise. Dagegen wollen wir erneut protestieren. Dieses mal mit einer Mahnwache, die am Montag den 15. Februar um 08:00 Uhr Morgens startet. Wir wollen am frühen Morgen anfangen, denn wir gehen davon aus, dass eine eventuelle Polizeiaktion gegen die Waldbesetzung schon sehr früh anfangen wird. 
 
Die Mahnwache findet auf dem Parkplatz Osterholzer Straße, Waldeingang Osterholz, statt. Diesen Parkplatz findet ihr aus der Richtung Wuppertal Vohwinkel kommend, an der rechten Seite, direkt nach dem Waldeingang am Ende des Waldes.
 
 
 
Mit dem Bus erreicht ihr die Mahnwache mit Linie 641. Dieser fährt ab Wuppertal Vohwinkel Bahnhof (Richtung Haan-Gruiten) von 07:40 Uhr bis 18:40 Uhr stündlich und von Haan Gruiten S-Bahnhof (Richtung Wülfrath Stadtmitte) von 07:04 Uhr bis 18:04 Uhr stündlich. Steigt an der Haltestelle „Neu Amerika“ aus. Wenn ihr in Wuppertal Vohwinkel Bahnhof eingestiegen seid, seid ihr bereits an der Mahnwache vorbeigefahren. Von der Haltestelle 250m (zurück) Richtung Wuppertal gehen, die Mahnwache findet ihr dann auf dem Parkplatz auf der linken Seite.
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Osterholz Bleibt Mahnwache – Montag, den 15.Februar, ab 08:00 Uhr

 
Auch über das Wochenende gab es erhöhte Aktivitäten der Polizei rund um den Osterholz Wald. Sei es mit Fahrzeugen, einem Hubschrauber oder einer Besichtigung mit vielen Polizist:innen am vergangenen Donnerstag. Seit einigen Wochen gibt es immer öfter Polizei in oder rund um den Wald. Die Anzeichen für eine zukunftsnahe größere Polizeiaktion mehren sich. Unklar ist auch der Stand der Dinge vom Genehmigungsverfahren der Firma Oetelshofen bei der Bezirksregierung. Dort wird seit Wochen gemauert. Auch Anwohner:innen, die Beschwerde gegen die Rodung von 5 Hektar Wald eingelegt haben, bekommen von der Bezirksregierung seit Wochen keine Auskunft mehr. Eine Fachrechtbeschwerde wurde eingereicht.
 
Die Firma Oetelshofen ist nach wie vor fest entschlossen, 5 Hektar Wald im Osterholz zu roden. Die größeren Polizeiaktionen der letzten Tage, könnten die Einleitung zu genau dieser Rodungsaktion sein. Wir wollen uns solidarisch mit der Waldbesetzung zeigen, die seit dem 15. August 2019 für den Erhalt des Waldes und der vielen Lebeswesen, die dort ihr Zuhause haben, kämpfen. Auch für uns ist eine Rodung absolut inakzeptabel und eine Leugnung der Bedeutung der Klimakrise. Dagegen wollen wir erneut protestieren. Dieses mal mit einer Mahnwache, die am Montag den 15. Februar um 08:00 Uhr Morgens startet. Wir wollen am frühen Morgen anfangen, denn wir gehen davon aus, dass eine eventuelle Polizeiaktion gegen die Waldbesetzung schon sehr früh anfangen wird. 
 
Die Mahnwache findet auf dem Parkplatz Osterholzer Straße, Waldeingang Osterholz, statt. Diesen Parkplatz findet ihr aus der Richtung Wuppertal Vohwinkel kommend, an der rechten Seite, direkt nach dem Waldeingang am Ende des Waldes.
 
 
 
 
 
Mit dem Bus erreicht ihr die Mahnwache mit Linie 641. Dieser fährt ab Wuppertal Vohwinkel Bahnhof (Richtung Haan-Gruiten) von 07:40 Uhr bis 18:40 Uhr stündlich und von Haan Gruiten S-Bahnhof (Richtung Wülfrath Stadtmitte) von 07:04 Uhr bis 18:04 Uhr stündlich. Steigt an der Haltestelle „Neu Amerika“ aus. Wenn ihr in Wuppertal Vohwinkel Bahnhof eingestiegen seid, seid ihr bereits an der Mahnwache vorbeigefahren. Von der Haltestelle 250m (zurück) Richtung Wuppertal gehen, die Mahnwache findet ihr dann auf dem Parkplatz auf der linken Seite.
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Pressemitteilung der Bürgerinitiative ‚Osterholz Bleibt‘ – 12. Februar, 2021

Die Bürgerinitiative ‚Osterholz Bleibt‘ fordert einen Stopp der Rodungspläne im Osterholz. Welche Position vertritt der Wuppertaler Oberbürgermeister Herr Schneidewind?

Gestern morgen, am Donnerstag den 11. Februar 2021, war eine große Gruppe Polizist*innen im Osterholz. Obwohl es keine offizielle Entscheidung der Bezirksregierung Düsseldorf zu den Rodungsvorhaben der Firma Oetelshofen gibt, scheint es, als ob eine Räumung vorbereitet wird. Die Besichtigung der Polizei wirkte wie eine Erkundung.

Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universitäten Harvard, Birmingham, Leicester und des University College in London sind allein durch das Verbrennen fossiler Energieträger im Jahr 2018 8,7 Millionen Menschen auf unserem Planeten gestorben [1]. Die Zahl der Opfer übersteigt die aller Menschen, die jedes Jahr weltweit durch das Rauchen von Tabak und an Malaria sterben. Die Firma Oetelshofen trägt in unserer Region dazu bei, die Zahlen der Opfer in die Höhe zu treiben, denn ihre Kalköfen werden mit fossilen Energieträgern wie Braunkohle betrieben.Das ist der dreckigste fossile Energieträger, der momentan verfügbar ist.

Anstatt zu begreifen, dass der ökologische Umbau unserer Gesellschaft kein PR-Spiel, sondern die Lebensgrundlage für unsere Kinder ist, möchte Oetelshofen weiter den Klimawandel ignorieren und Geld sparen. Die Erweiterungspläne für die Halde und die damit verbundene Rodung des Osterholz stellt die Firma ohne erkennbare Selbstweifel zynisch als Umweltschutz dar. Die Bürgerinitiative ‚Osterholz bleibt ist sicher: Die Firma bläst Tag für Tag eine große Menge CO2 in die Atmosphäre und möchte trotzdem 5 Hektar alten Waldbestand sowie 3,5 Hektar Aufforstungen für ihren Abfall aus dem Steinbruch roden. Damit wird wertvoller Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen zerstört, CO2 nicht mehr gebunden und die Verantwortung für die Bekämpfung des Klimawandels abgelehnt.

Wuppertal hat seit etwa 100 Tagen einen neuen Bürgemeister, der auch für eine ökologische Wende bei der Wahl 2020 angetreten ist. Wir erwarten, dass Herr Schneidewind sich einsetzt, um diesen ökologischen Irrsinn im Osterholz Wald zu stoppen. Es ist nicht hinnehmbar, dass im Jahr 2021 immer noch Wälder für Autobahnen, wie in Hessen, oder für den Müll der Firma Oetelshofen gerodet werden sollen.

Der Presseprecher der Initiative ‚Osterholz Bleibt!‘, René Schuijlenburg, sagt dazu: „Uns ist natürlich bekannt, dass die Entscheidung auf der Ebene der Bezirksregierung in Düsseldorf getroffen wird. Aber wir erwarten dennoch, dass der Wuppertaler Oberbürgermeister Uwe Schneidewind sich öffentlich und deutlich positioniert. Er kann nicht antreten mit dem Versprechen sich für eine ökologische Wende einzusetzen und dann tatenlos zusehen, wie 5 Hektar Wald für Müll gerodet werden. Wir erwarten von Herrn Schneidewind auch eine Aussage über die mit Braunkohle betriebenen Kalköfen im Wuppertaler Stadtgebiet.“

Die Sprecherin von ‚Osterholz bleibt‘ und engagierte Anwohnerin Marjolein Schlüter fügt hinzu: „Die Kosten für eine zeitgemäße Entsorgung spart sich die Firma Oetelshofen und zwingt die Konsequenzen der Allgemeinheit auf. Eine grüne Lunge verschwindet und auch der restliche Osterholz-Wald ist in Zukunft bedroht. Die Vergangenheit zeigt: Stück für Stück wird der Wald dem Kalkabbau geopfert. Typisches Verhalten der Industrie. Kosten werden externalisiert, Gewinne privatisiert. Die nächsten Generationen zahlen die Zeche“.

Die Firma Oetelshofen gibt sich zwar gesprächsbereit, scheint aber nur vordergründig an Alternativlösungen interessiert zu sein. In Wirklichkeit treibt die Geschäftsleitung der Firma ihre Rodungspläne immer weiter voran. Damit bringt sie auch jede Menge Arbeitsplätze auf längere Sicht in Gefahr, da ihr Geschäftsmodell auf diese Weise nicht zukunftsfähig ist, denn die

ökologische Wende wird kommen. Eine Firma, die ihre Kalköfen mit Braunkohle betreibt und 5 Hektar Wald für ihren Abfall rodet, ist schlichtweg nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

 

Osterholz Bleibt, 12. Februar 2021

 

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

[1] Die Studie wurde u.a. auf Science Direkt veröffentlicht: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0013935121000487

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