Pressemitteilung Osterholz Bleibt 08. August 2019

– Weltklimarat fordert Schutz von Wälder

– Firma Oetelshofen möchte weiterhin Osterholz Wald roden

– Kein Gesprächsbereitschaft der Firma Oetelshofen nach offenem Brief

– Weltklimarat macht deutlich, dass Wälder auch hierzulande geschützt werden müssen.

Am 1. Juli 2019 haben wir einen offenen Brief an die beiden Geschäftsführer der Firma Oetelshofen geschickt. Hintergrund war die geplante Rodung von etwa 5 Hektar Wald für eine Abraumhalde vom Kalksteinbruch Osterholz. Unser offener Brief wurde auch auf unserem alten Blog und einigen anderen Medien publiziert. In dem Brief haben wir u.a. geschrieben: „Da die Repräsentanten der Firma Oetelshofen immer wieder sagen, gesprächsbereit zu sein und dass sie offen für einen Dialog seien, bieten wir der Firma Oetelshofen ein Gespräch an. Um völlige Transparenz zu schaffen, würden wir auch Medienvertreter zu diesem Gespräch einladen wollen. Denn noch wurde für die jetzige Planung noch nicht im Osterholz gerodet, noch gibt es eine Möglichkeit sich über Alternativen zu einigen, wir und Sie sind dies dem Klima und der Natur schuldig.“

Direkt nach die Veröffentlichung des Briefes schrieb der Assistent der Geschäftsführung, Till Iseke, auf unserer Facebook-Seite, dass es der Firma nicht gefallen hat, dass unser offener Brief nicht von einer Einzelperson, sondern durch die Initiative Osterholz Bleibt geschrieben wurde. Aber er sagte auch, dass er das Gesprächsangebot erst einmal für eine gute Idee hielt. Auch sagte er zu, dass alles weitere per E-Mail geklärt werden würde. Diese erste Reaktion hat uns sehr gefreut, aber leider gab es diese zugesagte E-Mail nie. Während des zweiten Waldspaziergangs im Osterholz am 07. Juli, behauptete Till Iseke sogar, dies nie auf Facebook geschrieben zu haben. Das war einen peinlichen Moment, denn wir sind im Besitz von Screenshots von dieser Zusage durch Till Iseke.

Wir wissen nicht, warum Till Iseke diese 180 Grad-Umdrehung gemacht hat. Es könnte sein, dass die beiden Geschäftsführer der Firma Oetlshofen, Jörg und Moritz Iseke, Till Iseke zurückgepfiffen haben. Denn am 6. Juli publizierte die WZ einen Artikel, in dem einer der beiden Geschäftsführer (und gleichzeitig auch Mitglied des Umweltausschuss und Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Wuppertal-Vohwinkel), Moritz Iseke, sagt: „Wir haben derzeit keinen öffentlichen Redebedarf mit der Initiative.“ 

Nachdem die Firma Oetelshofen offenbar entschieden hat, nicht mit uns über Alternativlösungen sprechen zu wollen und ein Gespräch mit Mitgieder*innen der Fraktion der Grünen im Wuppertaler Stadtrat, das am 29. Juli stattgefunden hat, ergebnislos beendet wurde, können wir nur sagen dass die Gesprächsbereitschaft der Firma sich sehr in Grenzen hält. Denn entweder werden Zusagen nicht eingehalten oder Gespräche mit Lokalpolitiker*innen der Grünen enden ergebnislos. 

Wir haben das Stimmverhalten der Wuppertaler Grünen am 11. Juli zur Stellungnahme der Stadt Wuppertal zu den Rodungen im Osterholz stark kritisiert. Dennoch möchten wir uns bei den Grünen für ihre Versuche, die Firma Oetelshofen während des Gesprächs am 29. Juli umzustimmen und auch für ihre Bemühungen, sich im Düsseldorfer Landtag gegen die Deregulierung von Tagebauen zu positionieren, bedanken.

Wir bedauern, dass die Firma Oetelshofen die Möglichkeit nicht wahrgenommen hat, zusammen mit uns nach Alternativlösungen zu suchen. Durch die für uns unbegreifliche Haltung der Geschäftsführung startet eine neue Phase. Denn viele Menschen wollen die Rodungen im Osterholz Wald verhindern. Wir werden zusammen weiterhin Widerstand gegen die Rodungen leisten. Sollten Einwände bei der Bezirksregierung erfolglos sein, werden mehrere Personen gegebenenfalls Klage einreichen. Aber auch der öffentliche Protest wird weitergehen. Denn uns hat der heutigen Bericht des Weltklimarats eins nochmal deutlich gemacht: ein einfaches „weiter so“ kann es nicht geben! Dies hat der Weltklimarat gerade auch in Bezug auf den Schutz unsere Wälder deutlich gemacht. Laut Weltklimarat lässt sich nur mit einer naturnahen Landwirtschaft, dem Ende der Waldzerstörung und weniger Fleischkonsum die Erderhitzung bis 2100 bei 1,5 oder 2 Grad stoppen. Wir erwarten, dass die Firma Oetelshofen ihrer Verantwortung gerecht wird und keine weitere Rodungen im Osterholz Wald vornimmt. Falls die Firma dies doch weiterhin tun möchte, werden wir alles Mögliche tun um diese Rodungen zu verhindern. 

Osterholz Bleibt, 08. August 2019

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Offenen Brief  01. Juli 2019 als PDF Datei: offenenbrief01juli2019

Pressemitteilung 08. August 2019 als PDF Datei: Pressemitteilung 08.08.2019 Weltklimarat fordert Schutz von Wälder-converted

Teile diesen Beitrag

Downloads Erweiterung Abraumhalde Oetelshofen 2019 – Dokumente

Downloads Erweiterung Abraumhalde Oetelshofen 2019 – Dokumente.

Links sind PDF Dateien.

01_Antrag-Erweiterung-Abraumalde-Oetelshofen (1)

02_Anlagen-01-19_Erweiterung_Abraumhalde_Oetelshofen

03_Anhang-1_Schriftverkehr-Regionalplanung

03_Anhang-2_Chemische-Untersuchungen_DMT

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-2-IKM-

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-3-Chemische-Untersuchung

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-4-Vorbelastung-

03_Anhang-3_Staubimmissionsprognose_Anlage-5-Vorbelastung-Kalkwerke-Oeteslhofen

03_Anhang-4_Schalltechnische-Untersuchung

03_Anhang-5_Archaeologisch-historisch-bodenkundliches-Gutachten

03_Anhang-6_Faunistischer-Bericht

03_Anhang-7_Artenschutzrechtlicher-Fachbeitrag

03_Anhang-8_Hoehlen–und-Biotopbaumkontrolle

03_Anhang-8_Hoehlen–und-Biotopbaumkontrolle-Anlage01

03_Anhang-8_Hoehlen–und-Biotopbaumkontrolle-Anlage02

2019_13AmtsblattderStadtWuppertalApril2019

Ratsitzung Stadt Haan 02. Juli 2019

Beschluss:einstimmig beschlossen. Abstimmung:Ja: 21, Nein: 0, Enthaltungen: 17.

Quelle: https://www2.haan.de/bi/to0040.php?__ksinr=2127&toselect=14027

PDF Dokument: Stellungnahme_Stadt_Haan_Erweiterung_Halde_Oetelshoven

 

Ratsitzung Stadt Wuppertal (08. Juli 2019, vertagt auf 11. Juli 2019)

Tagesordungspunkt 9.2 „Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Halde Oetelshofen – Stellungnahme der Stadt Wuppertal – VO_0422_19_Beschlussvorlage Stadt Wuppertal (PDF Dokument) Beschluss des Rates der Stadt Wuppertal vom 11.07.2019: Die Verwaltungsdrucksache wird gemäß Vorlage beschlossen.

Abstimmungsergebnis:

Stimmenmehrheit gegen die Fraktionen DIE LINKE und Freie Wähler, bei Enthaltung der Stadtverordneten Frau Schäfer – Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – und Frau Glauner – Ratsgruppe DCW).“

Zitat aus: Rat_der_Stadt_Wuppertal_20190708_Niederschrift_oeffentlicher_Teil

Teile diesen Beitrag

Oetelshofen und Rheinkalk pumpen Grundwasser ab: Landesbehörde stuft Grundwassermengen in Kalkabbaugebieten als kritisch ein

In den letzten Wochen waren Trockenheit und Wassermangel immer wieder ein Thema in den Medien. In einigen Städten wurden Feuerwehrfahrzeuge eingesetzt, um Bäumen zu gießen. Es gab zudem Berichte über sterbende Bäume durch eine Kombination von Hitze und Trockenheit. Auch in Wuppertal und Haan-Gruiten ist das ein Thema. Wasser ist nicht nur eine der Lebensgrundlagen für Pflanzen und Bäume. Es ist die Lebensgrundlage für alle Lebewesen auf der Erde, auch für uns Menschen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) stuft die Mengen an Grundwasser unter Haan-Gruiten und Teilen von Wuppertal-Vohwinkel als „schlecht“ ein. Trotzdem sollen riesigen Mengen an Grundwasser genau dort durch die Firma Oetelshofen bis einschließlich 2047 weiterhin abgepumpt werden.
 
2013 bekam Oetelshofen die Genehmigung, 11 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr im Steinbruch Osterholz abzupumpen [4]. Die Stadt Wuppertal erteilte die Genehmigung, obwohl in einem Gegengutachten, das von der Stadt Haan in Auftrag gegeben wurde, große Bedenken geäußert wurden [1]. In dem Gegengutachten des Ingenieurbüros Heitfeld-Schetelig aus Aachen geht es um die Auswirkungen der damaligen Erweiterung des Steinbruchs Osterholz auf dem Stadtgebiet Haan. Das Büro des renommierten Hydrogeologen hielt es in dem Gegengutachten für wahrscheinlich, dass sich die für den Kalkabbau nötige „Sümpfung“ negativ auf die Grundwasser-Landschaft im Gruiten-Dornaper Massenkalkzug und die angrenzenden Schiefergebiete westlich von Gruiten auswirken wird. Dabei hat der Gutachter Konsequenzen auch für die angrenzenden Gebiete der Städte Erkrath und Mettmann nicht ausgeschlossen. Nach unserem Kenntnisstand gab die Stadt Wuppertal damals kein Gutachten in Auftrag.
 
Immer wieder fallen die Grundwasserkörper (GWK) Gebiete 27_15 und 27_16 in offiziellen Berichten auf. Das sind die GWKs der Massenkalkgebiete in Wuppertal. Unter der Steingrube Osterholz liegt GWK 27_16, dieser GWK umfasst auch Gruiten und Teile von Wuppertal-Vohwinkel. In einem Dokument von 30. Juni 2014 [2] auf https://www.flussgebiete.nrw.de/, einer Webseite vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, steht auf Seite 4: „Die Ursache für den schlechten mengenmäßigen Zustand der Grundwasserkörper des Wuppertaler Massenkalks liegt in der Sümpfung durch die Kalkabbaue. Bedingt durch Abbaumethoden, für die es keine technisch machbare wirtschaftliche Alternative gibt, wird den beiden Grundwasserkörpern mehr Grundwasser entzogen als sich neu bildet. Dieser Zustand wird voraussichtlich noch über mehrere Jahrzehnte anhalten, bis der Kalkabbau abgeschlossen ist. Daher sind weitere Maßnahmen kurz- und mittelfristig weder möglich noch sinnvoll. Im Rahmen des Kalkabbaus erfolgen bereits Maßnahmen zur Minderung der Umweltauswirkungen. Es wird eine Ausnahmeregelung bezüglich der Erreichung der Bewirtschaftungsziele für den mengenmäßigen Zustand beantragt.“ Auf Seite 9 vom gleichen Dokument ist zu lesen, dass der mengenmäßige Zustand von GWK 27_15 und GWK 27_16 schlecht ist. Die Mengenbilanz wird als „nicht ausgeglichen“ qualifiziert. Deweiteren steht auf Seite 9 auch, dass es signifikant fallende Trends gibt, was die Menge an Grundwasser in beiden GWKs betrifft und dass dies Auswirkungen auf die Oberflächenwasserkörper (OFWK) hat.
 
 
 
Im Grundwasserteil vom Bewirtschaftungssplan 2016-2021 [3] schreibt LANUV auf Seite 96: „In mengenmäßiger Hinsicht als gefährdet eingestufte Grundwasserkörper im Rheineinzugsgebiet (zweite Bestandsaufnahme) (…) 27_15 Wuppertaler Massenkalk· 27_16 Wuppertaler Massenkalk“. Auf Seite 136 heißt es: „Bei den drei Grundwasserkörpern 27_15, 27_16 und 27_08 ist die Grundwasserbilanz aufgrund hoher Entnahmen (Sümpfungen) nicht ausgeglichen. Dies sind die Grundwasserkörper des Wuppertaler Massenkalks (Kalksteinabbau) und ein Grundwasserkörper in der Niederung des Rheins.“ Auf Seite 188 geht es weiter mit „Im Teileinzugsgebiet Rheingraben-Nord erreichen derzeit neun Grundwasserkörper (von insgesamt 32 GWK) in mengenmäßiger Hinsicht nicht den guten Zustand. Es handelt sich dabei um sieben linksseitige Grundwasserkörper der quartären Lockergesteinsgebiete der Niederung des Rheins (27_01, 27_02, 27_04, 27_05, 27_06, 27_08 und 27_18) und zwei Grundwasserkörper im rechtsrheinischen Devon des Wuppertaler Massenkalkes (27_15, 27_16), wie oben angegeben und begründet.“ Auf Seite 227 wird klar, dass es in den kommenden Jahren wahrscheinlich nicht besser wird: „Die betroffenen Grundwasserkörper 27_15 und 27_16 können das Bewirtschaftungsziel für den mengenmäßigen Zustand aufgrund der durch den Kalkabbau bedingten Sümpfungsmaßnahmen bis 2015 und voraussichtlich auch bis zum Jahre 2027 nicht erreichen. Die Zielerreichung ist praktisch unmöglich, weil der Kalkabbau noch bis maximal 2048 anhält und sich danach nur sehr allmählich wieder der ursprüngliche Grundwasserstand einstellt. Ein Kalkabbau ohne künstliche Grundwasserabsenkung ist nur dort möglich, wo sich die Abbausohle natürlicherweise oberhalb des Grundwasserspiegels befindet, was in den betreffenden Tagebauen nicht der Fall ist.“
 
Im Planfeststellungsbeschluss der Stadt Wuppertal vom 26. März 2013 [4] geht hervor, dass die Firma Oetelshofen zur Beobachtung der Grundwasserstände, insbesondere im Bereich des westlichen Düsseltals (Grundwasserscheide), ein Hydromonitoring durchzuführen muss. Die Firma überwacht also selbst und muss die Ergebnisse an die Behörden melden. Aus einem Monitoring Leitfaden vom LANUV von 23. November 2018 geht hervor, dass das Landesamt selbst kein Monitoring in dem Wuppertaler Massenkalkgebiet durchführt. Auf Seite 58 steht: „In NRW wird das überblicksweise Monitoring für jeden [11] GWK durchgeführt, also auch für solche GWK, deren Zielerreichung im Rahmen der Bestandsaufnahme als „wahrscheinlich“ angesehen wird.“ Unter [11] steht dann aber: „Eine Ausnahme bilden derzeit infolge Bergbauaktivitäten leergesümpfte GWK (kein Messnetz: 274_06, 286_08, 27_15, 27_16), in denen zurzeit kein Grundwassermonitoring möglich ist. (…).
 
Aus einem Dokument [5] auf https://wassernetz-nrw.de/, einem Projekt der Umweltorganisationen BUND-NRW, NABU-NRW und LNV-NRW, geht hervor, dass GWK 27_16 auch ein Gebiet der sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, FFH) beeinflusst: das Neandertal. Auch laut diesem Dokument wird das Monitoring für das Neandertal von den Firmen Rheinkalk GmbH und Iseke GmbH & Co (Steinbruch Osterholz, Oetelshofen) übernommen. Die Landesbehörden selbst kontrollieren nicht. Unter GWK 27_16 liegt auch noch das Naturschutzgebiet Dolinengelände Krutscheid. Dieses Gebiet ist Teil vom Osterholz und liegt in Wuppertal-Vohwinkel. Dieses Naturschutzgebiet umfasst eine unterschied- lich strukturierte Waldfläche. Vor allem in den Randgebieten treten bis zu 25 m hohe Buchen und Eschen auf. Durch die Tiefe der Wurzeln der Bäume in dieses Gebiet ist stark davon auszugehen, dass auch sie durch die Absenkungen vom Grundwasser von Trockenheit bedroht sind. 
 

Screenshot Luftaufnahme GWK 27_16 (untere) auf https://www.elwasweb.nrw.de/elwas-web/index.jsf#

Neben der Rodung von 5 Hektar Wald für den Abfall der Firma Oetelshofen, wird das gesamte Osterholz Wald durch Trockenheit bedroht. Die Absenkung vom Grundwasser ist eine zusätzliche Belastung für den Wald. Zusätzlich betrifft der schlechte Mengenzustand auch Haan-Gruiten und Teile von Wuppertal-Vohwinkel. Besonders durch großräumige und lang anhaltende Grundwasserabsenkungen können in naheliegenden Ortschaften Schäden an Gebäuden auftreten. Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass viele Wälder und Bäume in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus durch Trockenheit sterben. Deswegen fordert BUND Vorsitzende Hubert Weiger: „Um die gestressten Wälder besser gegen die Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, müssen wir sie schonender behandeln. Wir müssen unsere Wälder endlich ökologisch verträglich bewirtschaften, sodass mehr Feuchtigkeit im Wald verbleibt und dieser sich selbst stabilisieren kann. Das bedeutet: weniger drastische Eingriffe für die Holzernte, ein Stopp der Entwässerung von Wäldern und die Vermeidung der Verdichtung von Waldböden durch Befahrung.“
 
Es wird höchste Zeit, dass mehr nach ökologisch vertretbaren Alternativen für den Rohstoff Kalk geforscht wird. Im Herstellungsprozess für braunen und weißen Zucker wird Kalk benötigt. Aber Produkte die braunen oder weißen Zucker ersetzen, gibt es jetzt schon. Für Vollrohrzucker und viele natürliche Zuckerersatzprodukte wie z.B. Birkenzucker wird z.B kein Kalk benötigt. Auch bei der Herstellung des sogenannten Portlandzement wird Kalk benötigt. Aber auch da gibt es bereits jetzt erste Resultate, um Zement in Zukunft ohne Kalk herstellen zu können [6]. Es ist wichtig, den massiven CO2-Ausstoß beim Kalkbrennen und das Absenken von Grundwasser schnellstmöglich zu beenden. Eine Zukunft ohne Kalk würde da einen großen Beitrag liefern. 
 
Osterholz Bleibt, 30. Juli 2019 

[6] PDF Datei: zementohnekalk
Teile diesen Beitrag

Samstag 27. Juli: Offenes #OsterholzBleibt Treffen

Die Initiative Osterholz Bleibt wird auch in Zukunft Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald leisten. Am Samstag dem 27. Juli wird es um 15:00 Uhr ein offenes #OsterholzBleibt Treffen geben wo das weitere Vorgehen der Initiative besprochen wird. Das Treffen findet im Enough Info-Café, Wiesenstraße 48 in Wuppertal statt. Alle Interessierten die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen.

Facebook Veranstaltungseite: https://www.facebook.com/events/888396624880115/

Teile diesen Beitrag

Dreihundert Menschen protestierten für den Erhalt vom Osterholz Wald

Pressemitteilung 21. Juli 2019

Dreihundert Menschen protestierten für den Erhalt vom Osterholz Wald

Am gestrigen Samstag haben über 300 Menschen an einer Demonstration für den Erhalt von Osterholz Wald in Wuppertal-Vohwinkel teilgenommen.

Bei leichtem Regenfall zog der Demonstrationszug vom Bahnhof Vohwinkel zu einer der schon bestehenden Abraumhalden der Firma Oetelshofen, die den Kalksteinbruch Osterholz betreibt. Oetelshofen hat eine Antrag zur Rodung von etwa 5 Hektar Wald im Osterholz bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt, aber der Widerstand gegen die Rodungen wächst.

Einer der Sprecher der Initiative Osterholz Bleibt, René Schuijlenburg, sagt: „Es war nicht ohne Risiko, eine Demonstration in der Ferienzeit zu organisieren. Viele Menschen sind im Moment im Urlaub. Wir sind als Initiative dennoch sehr zufrieden weil wir im Vergleich zum letzten Waldspaziergang zahlenmäßig noch mal zulegen konnten. Der Widerstand gegen die Rodungspläne wächst weiter.“

Marjolein Schlüter, eine der Sprecherinnen der Initiative Osterholz Bleibt sagt: „Es war eine tolle Atmosphäre während der Demo. Viele neue Menschen haben sich angeschlossen und es gab währenddessen regen Austausch von Informationen. Es sind auch Kontakte zu anderen Bürgerinitiativen geknüpft worden“.

Marjolein Schlüter spricht auf die Osterholz Bleibt Demonstration am 20. Juli.

In Redebeiträgen wurden die Kalklieferungen der Firma Oetelshofen an die Braunkohleindustrie im Rheinland kritisiert, aber auch über die Schönheit des Osterholzer Waldes gesprochen. Eine der Rednerinnen beschrieb, wie sie als Kind im Osterholz Wald gespielt hat.

Die Initiative Osterholz Bleibt hatte vor knapp 3 Wochen einen offenen Brief an die Firma Oetelshofen geschrieben, der bis heute leider nicht beantwortet wurde. René Schuijlenburg dazu: „Till Iseke, Assistent der Geschäftführung, beklagte sich zwar, dass der Brief von der Initiative Osterholz Bleibt als Initiative unterschrieben wurde, sagte auf unserer Facebookseite dennoch zu, die Details über Gespräche in einem E-Mail zu klären. Diese Zusage hat Till Iseke dann auf unserem zweiten Waldspaziergang, der am 07. Juli statt gefunden hat, abgestritten. Die Firma Oetelshofen hat in der Vergangenheit immer wieder gesagt, dass sie zum Dialog bereit sind. In der Realität werden gemachte Zusagen aber leider nicht eingehalten. Wir wissen, dass die Wuppertaler Grünen am 29. Juli einem Gespräch mit dem Kalksteingrubebetreiber hat und hoffen, dass bei diesem Termin die Firma noch zum Einlenken bewegt werden kann, und zwar von den Rodungspläne insgesamt. Es ist nicht einzusehen, dass auch nur ein Baum für den Müll der Firma Oetelshofen gerodet wird.“

Die Initiative Osterholz Bleibt wird auch in Zukunft Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald leisten. Am Samstag dem 27. Juli wird es um 15:00 Uhr ein offenes Treffen geben wo das weitere Vorgehen der Initiative besprochen wird. Das Treffen findet im Enough Info-Café, Wiesenstraße 48 in Wuppertal statt. Alle Interessierten die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen. (Facebook Veranstaltungseite: https://www.facebook.com/events/888396624880115/)

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Pressemitteilung als PDF Datei: Pressemitteilung21juli

Die Wuppertaler Musikgruppe „Fortschrott“ spielte einige ihre Lieder auf die Demonstration am 20. Juli.

Teile diesen Beitrag

Osterholz Bleibt Interview auf Radio Wuppertal

Audio Mitschnitt vom heutigen Interview auf Radio Wuppertal.

Bild oben: Studio Radio Wuppertal

Anja P. schrieb am 17. Juli: „Gesehen: Heute auf dem Milchweg im Osterholz.

Schutzstatus
„Besonders geschützt“ gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung. Besonders geschützte Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. (Nabu.de.)

Ein Grund mehr für die Erhaltung des Waldes zu demonstrieren! Kommt rum!“

Kommt zur Osterholz Bleibt Demonstration am Samstag, dem 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof WuppertalVohwinkel. Facebookveranstaltungseite mit mehr Informationen: https://www.facebook.com/events/1624510461012747/

Teile diesen Beitrag

Kommt zum #HambiBleibt Block auf der #OsterholzBleibt Demo am 20. Juli!

Was haben der OsterHolzer Wald und der Hambacher Forst gemeinsam? Kommt zum #HambiBleibt Block auf der #OsterholzBleibt Demo am 20. Juli!

Ursprünglich auf Indymedia DE veröffentlicht: https://de.indymedia.org/node/34623

Während RWE immer näher an den Hambacher Wald heran rückt und die ersten Bäume dort schon umgefallen sind, liefert die Wuppertaler Firma Oetelshofen einen großen Teil von dem im Kalksteinbruch Osterholz gefördeten Kalk an die RWE Braunkohle Industrie im Rheinland. Nach allen vorherigen Rodungen im Osterholzer Wald, möchte die Firma Oetelshofen nun fünf weitere Hektar Wald im Osterholz roden.

Die nächsten fünf Hektar Wald, die im Osterholzer Wald gerodet werden sollen, werden noch nicht einmal für die Kalkförderung gerodet, sondern für Müll! Laut Oetelshofen war weniger Kalk im Boden als es ein Gutachten vor der letzten Vergrößerung des Kalksteinbruchs im Osterholz fälschlicherweise prognostiziert hatte. So wurde einiges aus dem Boden geholt, was Thyssenkrupp, RWE und andere Kalkabnehmer der Firma Oetelshofen nicht haben möchten. Aus diesem Grund sollen nun weitere fünf Hektar Wald gerodet werden. Oetelshofen möchte dieses Stück Wald auf der Stadtgrenze von Haan und Wuppertal durch einen sogenannten „Abhalderaum“ ersetzen, um, wie die Firma Oetelshofen es euphemistisch nennt, „unbrauchbares Material“ zu lagern.

Oetelshofen liefert u.a. Kalk für die Entschwefelungsanlagen der RWE Braunkohlekraftwerke im Rheinland. Natürlich argumentiert Oetelshofen, dass dies den Ausstoß von giftigem Rauch aus den Braunkohlekraftwerken vermindert. Was Oetelshofen nicht sagt, ist, dass die Braunkohlekraftwerke im Rheinland trotzdem die größte Stickstoffdioxid-Wolke in Europa produzieren und dass die Entschwefelungsanlagen die RWE Kraftwerke erst genehmigungsfähig machen.

Kalk wird von RWE auch im Braunkohle- Tagebau im Rheinland benutzt. Kalk wird zusammen mit Kraftwerksasche als Säure-Puffer benutzt, um den stetigen Strom von Schadstoffen in den Untergrund zu minimieren. Aber während RWE ihre moralischen Umwelt-Verbrechen damit versucht rein zu waschen, schreibt der BUND, dass im Endeffekt diese Maßnahmen lediglich zu einer Reduzierung der Pyritverwitterung um circa vier Prozent absolut führen könnten. Damit ist eine relative Minimierung der Versauerung des Grundwassers von maximal einem Drittel erreichbar, das heißt, es verbleiben zwei Drittel Versauerungspotential.

Oetelshofen klopft sich auf die Schultern und betont immer wieder, was ihr Kalk so alles Gutes für die Umwelt tut. Das ist mehr als zynisch. Damit der gefördete Kalk überhaupt brauchbar wird,muss zuerst das gespeicherte CO2 aus dem rohen Kalkstein freigesetzt werden. Das passiert in den Kalkbrennöfen, damit sogeannter Branntkalk entseht. In 2018 hat Oetelshofen 243.000 Tonnen CO2 emittiert. Hinzu kommen noch durch die Kalklieferungen an Konzerne wie RWE und Thyssenkrupp zusätzliche Tonnen von CO2 in die Athmosphäre. Kalkbrennen ist vergleichsweise so „schmutzig“ wie Strom aus Braunkohle. Aus dem industriellen Prozess stammen dabei nur zwei Drittel bis drei Viertel der gesamten Emissionen bei der Kalkherstellung. Der „Rest“ kommt noch aus den eingesetzten fossilen Brennstoffen hinzu. Oetelhofens Kalkbrennöfen VII und VIII bekamen erst vor ein paar Jahren eine Genehmigung, um u.a. mit Braunkohle befeuert zu werden.

Während weiterhin gigantische Mengen an CO2 ausgestoßen werden, sind Wälder wie der Hambacher Forst und der Osterholzer Wald von Rodungen bedroht, obwohl sie jede Menge CO2 speichern. Wir werden aber alles tun um diese Rodungen zu verhindern! Die Zerstörung von Lebensraum für viele Pflanzen, Bäume und Tierarten muss hier und jetzt ein Ende haben!

Klimaschutz bleibt Handarbeit!

Alarmstufe ROT! – für den Wald – für die Dörfer – Keinen Meter Weiter! Hambi Bleibt!

Alarmstufe ROT! Wald statt Müll! Osterholz Bleibt!

Kommt zum Hambi Block auf der Osterholz Bleibt Demo am 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz am Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel. Ihr erkennt uns an den Hambi-Fahnen.

One Struggle! One Fight!

 

 

Teile diesen Beitrag

Pressemittilung: Initiative Osterholz Bleibt! ruft zu Demonstration am 20. Juli 2019 auf.

Pressemitteilung Osterholz Bleibt 13. Juli 2019

  • Initiative Osterholz Bleibt! ruft zu Demonstration am 20. Juli 2019 auf. Treffpunkt um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel
  • Ratsfraktion Bündis90/Die Grünen Wuppertal ist Zusammenarbeit mit Koalitionpartner CDU wichtiger als Waldschutz

Wuppertal/Haan. Nachdem die Initiative Osterholz Bleibt! zwei Waldspaziergänge im Osterholz organisiert hat, ruft die Initiative jetzt zu einer Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel auf. Die Demonstration wird am 20. Juli ab 13:00 Uhr stattfinden. Der Treffpunkt ist der Bahnhofsvorplatz am Bahnhof Wupertal-Vohwinkel.

Am 7. Juli wurde deutlich, dass der Widerstand gegen die Rodungen im Osterholz Wald wächst. 250 Menschen kamen zum zweiten Waldspaziergang im Osterholz. Die Haltung der Wuppertaler Grünen sollte nur wenige Tage später zeigen, wie wichtig es ist, dass Menschen die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Osterholz Bleibt Aktivist René Schuijlenburg dazu: „Die Wuppertaler Ratssitzung von vergangenen Donnerstag war ein Trauerspiel. Die Stadt Wuppertal scheint in den70er Jahre stecken geblieben zu sein und speziell die Haltung der Grünen zeigt, dass nicht überall, wo Grün drauf steht, auch Grün drin ist. Die Stellungnahme der Städte Haan und Wuppertal spielt natürlich sehr wohl eine Rolle im Entscheidungsprozess der Düsseldorfer Bezirksregierung, auch wenn die Wuppertaler Grünen behaupten, dass sie kein Einfluss hätten. In Haan war die Haltung da sehr viel klarer und das haben wir auch begrüßt.“

Die Grünen hatten während der Wuppertaler Ratssitung am vergangenen Donnerstag für eine Stellungnahme gestimmt, in der die Rodung im Osterholz Wald gebilligt wird, während die in Wuppertal mit der CDU regierende „Ökopartei“ in einer Mitteilung gleichzeitig sagte, dass sie gegen eine Rodung vom Osterholz Wald ist. Ein Ratsmitglied der Grünen hat sich enthalten. Die Fraktionen der Linken, der Freien Wähler und auch die Piraten stimmten gegen die Stellungnahme der Stadt Wuppertal.

Schuijlenburg ergänzt: „Es ist eine ähnliche Situation, wie in der damaligen Rot/Grünen Landesregierung in NRW, als die Grünen für eine Betriebsgenehmigung für den Tagebau Hambach stimmten und damit dem RWE-Konzern den Weg frei machten, den Hambacher Forst zu roden. Auch damals, aus Rücksicht auf ihren Koalitionspartner, in diesem Fall war das die SPD. Wenn der letzte Teil vom Hambacher Forst doch nicht gerodet wird, ist das der Verdienst von den vielen Menschen und Iniativen, die sich für diesen wunderschönen Wald eingesetzt haben, und nicht der Verdienst der Grünen.“

Die Initiative Osterholz Bleibt! war darauf eingestellt, dass sie selbst aktiv werden müssen, um den Osterholz Wald zu schützen. „Es passiert immer wieder, dass wirtschaftliche Interessen durch große Teile der Politik und Unternehmen über den Klimaschutz und den Erhalt von Wäldern und anderer Naturgebiete gestellt werden. Nicht nur die Grünen, auch die CDU, SPD und FDP zeigen durch ihr Stimmverhalten im Wuppertaler Stadtrat für ein ‚weiter so‘, dass sie eine Politik betreiben, welche der Vergangenheit angehören sollte und muss. Und das passiert in 2019, obwohl wir jetzt alle wissen, dass diese Politik in eine Katastrophe führt. Aus dem Grund ist uns klar, dass nur wir als Bevölkerung die Rodung stoppen und Wälder schützen können. Als nächster Schritt ist die Demonstration am 20. Juli in Vohwinkel geplant. Wir wissen, dass es mitten in der Ferienzeit ist, dennoch ist es uns wichtig den Druck zu erhöhen. Der Osterholz Wald darf auf gar kein Fall gerodet werden und wir werden unser Bestes geben, um die Rodung zu stoppen.“ sagt Schuijlenburg.

Demonstration: Samstag, dem 20. Juli 2019, 13:00 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel.

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Initiative Osterholz Bleibt, 13. Juli 2019

 

Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1624510461012747/

Teile diesen Beitrag

Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel: Wald statt Müll!

Kommt zur Osterholz Bleibt Demonstration am Samstag, den 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel.
 
 
Wenn es nach der Firma Oetelshofen geht, werden Ende des Jahres fünf Hektar Wald im Osterholz auf der Stadtgrenze von Wuppertal und Haan-Gruiten „aus Kostengründen“ gerodet. Der Osterholzer Wald soll für eine sogenannte Abraumhalde weichen. Auf dieser Abraumhalde soll unbrauchbares Material aus dem Steinbruch Osterholz gelagert werden. Die Geschäftsführer der Firma Oetelshofen, Herr Jörg Iseke und Herr Moritz Iseke (letzterer ist gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Wuppertal-Vohwinkel) hören es nicht so gerne, wenn wir die Dinge beim Wort nennen: Der Osterholzer Wald soll für die Müllentsorgung von „unbrauchbarem Material“ aus dem Steinbruch Osterholz benutzt werden.
 
Osterholz ist ein artenreiches Waldgebiet, wo der besonders schutzwürdige Lebensraumtyp „Waldmeister Buchenwald“ großflächig vertreten ist. Ein Teil des Untergrundes ist aus wasserdurchlässigem Kalkstein bzw. aus Dolomit aufgebaut. Dort haben sich ökologisch wertvolle und seltene Landschaftselemente entwickelt, wie z.B. Fließquellen, Dolinen (Einsturztrichter früherer oberflächennaher Höhlen)und eine Bachversickerung. In dem Gebiet gibt es u. a. auch seltene Kröten und Fledermäuse.
 
Während immer mehr Politiker*innen endlich das Ende von Waldrodungen und stattdessen zusätzliche Aufforstungen fordern, soll im Osterholz weiter gerodet werden. In dem Planverfahren konnten die Städte Haan und Wuppertal nur eine Empfehlung abgeben. Es ist die Bezirksregierung Düsseldorf, die letztendlich entscheidet. Die Bezirksregierungen sind in erster Linie Landesmittelbehörden, die für die Landesregierung Aufgaben im Rahmen der Landesverwaltungen in ihren Bezirken wahrnehmen. Sie sind daher Teil der Exekutive des Landes und werden nicht direkt von der Bevölkerung gewählt. Klimapolitik bleibt also Handarbeit und Waldrodungen müssen wir selbst stoppen.
 
Kalk aus dem Boden zu fördern ist alles andere als nachhaltig. Zukünftigen Generationen steht der Rohstoff irgendwann nicht mehr zur Verfügung. Bei der Aufbereitung muss viel Energie in Form von fossilen Brennstoffen aufgewendet werden. Oetelshofen bekam erst vor einigen Jahre die Genehmigung der Bezirksregierung, zwei ihrer Kalkbrennöfen mit Braunkohle zu betreiben. Außerdem entweicht beim Brennen von Kalk CO2, welches in dem Gestein gebunden ist. Gebrannter Kalk wird unter anderem in Entschwefelungsanlagen für Kohlekraftwerke und für die Herstellung von Zement verwendet. Die Firma Oetelshofen unterstützt auch die Braunkohleindustrie im Rheinland. RWE ist eine der größte Abnehmer der Firma Oetelshofen und damit trägt Oetelshofen eine Mitverantwortung für die größte Umweltzerstörung, die es in NRW gibt. Nach Braunkohle ist die Kalkindustrie eine der schmutzigsten Industrien, wenn es um CO2 Ausstoß und Feinstaubbelastung geht.
 
Mit altbewährten „Greenwashing“-Argumenten wie „Renaturierung“ wird das Vorhaben der Firma Oetelshofen schön geredet. Doch es ist bekannt, dass alte Waldbestände wesentlich mehr CO2 aufnehmen können als neu angepflanzte Wälder. Darüber spricht diese Firma natürlich nicht. Den Abfall woanders lagern möchte die Firma auch nicht, denn das sei zu kostspielig.
 
Wer braucht noch Geld auf einem zerstörten Planeten? Niemand! Wir werden für den Erhalt des Osterholzer Waldes kämpfen. Es muss ein Ende haben, dass Wälder und andere Naturgebiete wegen der Profitlogik weichen müssen.
 
Kommt zur Demonstration am Samstag, den 20. Juli 2019. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel.
 
Mobilisierung
 
Auf unsere Downloadseite könnt ihr Facebook und Twitter Titelbilder downloaden. Auch gibt es da Vorlagen für Aufkleber, Plakate und Flyer in JPEG und PDF Format: https://osterholzbleibt.org/downloads/
 
Ihr könnt die Mobilisierung u.a. unterstützen durch die Facebook Veranstaltung für die Demonstration zu liken, teilen und dort eure Freund*innen einzuladen: https://www.facebook.com/events/1624510461012747/
Teile diesen Beitrag