Mustertext Schreiben an Ratsmitglieder*innen

Sehr geehrte ……,

die Haldenerweiterung Oetelshofen ist in einem Landschaftsschutzgebiet des Landschaftsplanes Wuppertal Nord geplant. Dafür sollen zirka 5 Hektar Wald im Osterholz gerodet werden. In diesem Wald gibt es Bäume, die bis zu 140 Jahre alt sind und einige unter strengem Schutz stehende Tierarten. Neben verschiedenen Vogelarten lebt u.a. die bedrohte Fledermausart „Kleiner Abendsegler“ in dem Gebiet. Diese nutzt laut Gutachten das Gebiet, welches gerodet werden soll, als Nahrungshabitat. Auch der gemäß FFH-Richtlinie in NRW streng geschützte Nördliche Kammmolch lebt in dem Gebiet. Als „Teilsiedler“ mit jahreszeitlich unterschiedlichen Lebensräumen reagieren Kammmolche und andere Arten aber auch empfindlich auf Landschaftsveränderungen im weiteren Umfeld der Gewässer. So führt alleine schon die Abholzung von Hecken und anderen Feldgehölzen zum Verlust von Sommer- bzw. Überwinterungshabitaten. Auch die unter strengem Schutz stehende Kreuzkröte lebt in dem von Rodung bedrohten Gebiet. Das Gutachten schreibt über die Folgen für die Kreuzkröten: „Fortpflanzungshabitat der Art ist vom Vorhaben betroffen, der Verlust kann auch zu Tötung bzw. Verletzung von Individuen führen.“

Gemäß des Verbotes:

A 1 ist es u.a. untersagt, bauliche Anlagen im Schutzgebiet zu errichten.
A 6 Zäune zu errichten
A 7 mit Fahrzeugen außerhalb von Wegen zu fahren
A 8 Aufschüttungen durchzuführen
A 20 Bäume oder Sträucher zu beschädigen.

Ein Antrag zur naturschutzrechlichen Befreiung von den Verboten des Landschaftsplanes, dem von Beirat und der unteren Naturschutzbehörden zugestimmt wurden, ist meines Erachtens skandalös.

Zu einer geplanten Neuaufforstung möchte ich noch erwähnen, dass alte Wälder viel mehr CO2 und Feuchtigkeit speichern, zudem artenreicher und resilienter sind.
Neu aufgeforstete Wälder brauchen mehrere Jahrzehnte bis über hundert Jahre, ehe sie auch nur annähernd so etwas leisten können und im schlimmsten Fall ähneln sie eher einer Monokultur.

Die Petition gegen die Rodung von 5 ha Wald zur Haldenerweiterung Oetelshofen hat bereits über 900 Unterschriften erreicht. Die Liste wächst stetig weiter
https://weact.campact.de/petitions/stoppt-die-halde-erweiterung-steinbruch-oetelshofen

Ich bitte Sie, sich für eine geänderte Stellungnahme, welche die Haldenerweiterung und die damit verbundenen Rodungen im Osterholz ablehnt, stark zu machen oder die Stellungnahme der Stadtverwaltung abzulehnen und sich für den Klimaschutz zu positionieren.

Zusätzlich würde ich gerne erfahren, ob die Frist für die Stellungnahme verlängert wurde. Die Frist für die Stellungnahme der Stadt Wuppertal wurde von der Bezirksregierung bisher nur bis zum 09. Juli verlängert. Durch die Vertagung der Ratssitzung auf den 11. Juli 2019 droht die ursprüngliche Frist abzulaufen.

Mit freundlichen Grüßen
…….

Die E-Mail-Adressen der jeweilige Ratsmitglieder*innen findet ihr, wenn ihr auf den Namen klickt:
https://ris.wuppertal.de/kp0040.php?__kgrnr=1

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Osterholz Bleibt Info Veranstaltung im Hambi Camp 2.0

#OsterholzBleibt Info Veranstaltung, Montag 15. Juli, 20:00 Uhr, Hambi Camp 2.0, Oberstraße 14 – Im Garten – 52399 Morschenich ( Anfahrt: https://hambicamp.net/anfahrt/ )
 
 

Die Firma Oetelshofen plant Ende des Jahres fünf Hektar Wald im Osterholz in Wuppertal / Haan-Gruiten zu roden. Das Osterholz ist ein artenreiches Waldgebiet, wo der besonders schutzwürdige Lebensraumtyp „Waldmeister Buchenwald“ großflächig vertreten ist. Ein Teil des Untergrundes ist aus wasserdurchlässigem Kalkstein bzw. aus Dolomit aufgebaut. Dort haben sich ökologisch wertvolle, seltene Landschaftselemente entwickelt, wie z.B. Fließquellen, Dolinen (Einsturztrichter früherer oberflächennaher Höhlen) und eine Bachversickerung. In dem Gebiet gibt es u.a. auch seltene Kröten und Fledermäuse.
 
Der Kalksteinbruch Betreiber Oetelshofen möchte einen Teil des Osterholz Waldes durch eine Abraumhalde ersetzen. Der Osterholzer Wald müsse aus finanziellen Gründen weichen, das Verfrachten von (wie die Firma Oetelshofen es nennt) „unbrauchbarem Material“ zu einem weiter weg gelegenen Ort, sei zu kostenspielig. Eine Abraumhalde ist nichts anderes als ein schönes Wort für eine Mülldeponie für „unbrauchbares Material“ das von der Firma Oetelshofen im Kalksteinbruch Osterholz gefördert wurde. Mit alt bewährten „Greenwashing“-Argumenten wie Renaturierung wird das Vorhaben schöngeredet, doch es ist bekannt, dass alte Waldbestände wesentlich mehr CO2 aufnehmen können, als neu angepflanzte Wälder. Darüber spricht die Firma Oetelshofen natürlich nicht.
 
Ein großer Teil von dem im Osterholz geförderten Kalk geht an Thyssen-Krupp, ein anderer großer Teil geht an RWE’s Braunkohlen Industrie im Rheinischen Revier. Der Kalk von Oetelshofen wird in Entschwefelungsanlagen in den Braunkohlekraftwerken eingesetzt. Kalk wird in Kombination mit Kraftwerksasche aber auch direkt im Braunkohlentagebau benötigt und zwar als Säure-Puffer. Hiermit wird versucht den steten Strom von Schadstoffen in den Untergrund vom Tagebau zu stoppen. Der BUND schreibt dazu: „Im Endeffekt könnten diese Maßnahmen lediglich zu einer Reduzierung der Pyritverwitterung um circa vier Prozent führen. Damit ist eine relative Minimierung der Versauerung des Grundwassers von maximal einem Drittel erreichbar, das heißt es verbleiben zwei Drittel Versauerungspotential.“
 
Die Frankfurter Rundschau publizierte am 17. Februar 2017 einem Artikel über die Kalkindustrie. Dort ist u.a. zu lesen: „Kalkbrennen vergleichsweise so „schmutzig“ wie Strom aus Braunkohle. Beim Brennen wird jede Menge Treibhausgas frei, pro Tonne Branntkalk sind es nach Angaben der Branche rund 785 Kilo CO2. Aus dem industriellen Prozess stammen dabei nur zwei Drittel bis drei Viertel der gesamten Emissionen bei der Kalkherstellung. Der „Rest“ kommt noch aus dem eingesetzten fossilen Brennstoff hinzu. Die Kalkindustrie unterliegt zwar dem EU-Emissionshandel, erhält aber kostenfreie Emissionszertifikate großzügig zugeteilt. Auf diese preiswerte Weise konnte nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) die Branche 2015 etwa 88 Prozent ihres CO2-Ausstoßes abdecken und musste nur für zwölf Prozent ihrer Emissionen Zertifikate zukaufen.“. Wir brauchen also dringend mehr Forschung wie Kalk ersetzt werden kann, denn Kalk ist nicht nur ein Klimakiller, als fossiler Rohstoff ist Kalk nicht nachhaltig und irgendwann schlichtweg alle. Ein Waldstück für eine Abraumhalde zu Roden ist in 2019 schlichtweg völlig inakzeptabel.
 
Aber es brodelt in Wuppertal und Haan. Der Widerstand gegen die geplante Rodungen im Osterholz wächst.
 
Mehr Informationen:
 
Osterholz Bleibt Info Veranstaltung, Montag 15. Juli, 20:00 Uhr, Hambi Camp 2.0, Oberstraße 14 – Im Garten – 52399 Morschenich ( Anfahrt: https://hambicamp.net/anfahrt/ )
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Mit dem Fahrrad zum Osterholz Bleibt Waldspaziergang

Nachhaltig in Wuppertal schreibt auf ihre Facebook Veranstaltungseite: Diesen Sonntag (07. Juli) überschneidet sich der Osterholz bleibt!-Waldspaziergang mit unserem Stammtischtreffen. Deshalb dachten wir uns, dass es doch schön wäre, beides zu kombinieren und gemeinsam teilzunehmen. Der Spaziergang fängt um 13.00 Uhr an und wir halten danach unser Treffen im kühlen Wald ab.

Wer mag, kann sich zur Anreise mit dem Fahrrad anschließen – wir treffen uns um 11.30 am Cafe Tacheles (Rudolfstr. 125, 42285 Wuppertal) und nehmen dann folgende Route: Nordbahntrasse Richtung Vohwinkel bis zum Ende, rechts Homanndamm, links Nathrather Str., links Nathrather Str. (entgegen Einbahnstraße), geradeaus Gruitener Str., rechts Waldkampfbahn, wird später zur Osterholzer STr., rechts Hahnenfurther Weg(Beschilderung Schöller), erste Straße scharf links (Beschilderung Wanderparkplatz Grube 7).

Wir fahren ca. 50 min. und haben bei der Routenplanung darauf geachtet, dass nicht zu viele Höhenmeter genommen werden müssen.

Wir freuen uns!

Nachhaltig in Wuppertal

Facebook Veranstaltungseite: https://www.facebook.com/events/346383869373655/

Siehe auch (Inklusive Karte mit Radrouten usw):

Osterholz Bleibt: Aufruf Waldspaziergang am 30.06.2019 und 07.07.2019

Waldspaziergang

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Osterholz Bleibt Info Veranstaltung im AZ Wuppertal

Osterholz Bleibt Info Veranstaltung, Mittwoch 10. Juli, 20:00 Uhr, AZ Wuppertal, Markomannenstr. 1 – 3 (Ecke Gathe) Wuppertal.
 
Die Firma Oetelshofen plant Ende des Jahres fünf Hektar Wald im Osterholz in Wuppertal / Haan-Gruiten zu roden. Das Osterholz ist ein artenreiches Waldgebiet, wo der besonders schutzwürdige Lebensraumtyp „Waldmeister Buchenwald“ großflächig vertreten ist. Ein Teil des Untergrundes ist aus wasserdurchlässigem Kalkstein bzw. aus Dolomit aufgebaut. Dort haben sich ökologisch wertvolle, seltene Landschaftselemente entwickelt, wie z.B. Fließquellen, Dolinen (Einsturztrichter früherer oberflächennaher Höhlen) und eine Bachversickerung. In dem Gebiet gibt es u.a. auch seltene Kröten und Fledermäuse.
 
Der Kalksteinbruch Betreiber Oetelshofen möchte einen Teil des Osterholz Waldes durch eine Abraumhalde ersetzen. Der Osterholzer Wald müsse aus finanziellen Gründen weichen, das Verfrachten von (wie die Firma Oetelshofen es nennt) „unbrauchbarem Material“ zu einem weiter weg gelegenen Ort, sei zu kostenspielig. Eine Abraumhalde ist nichts anderes als ein schönes Wort für eine Mülldeponie für „unbrauchbares Material“ das von der Firma Oetelshofen im Kalksteinbruch Osterholz gefördert wurde. Mit alt bewährten „Greenwashing“-Argumenten wie Renaturierung wird das Vorhaben schöngeredet, doch es ist bekannt, dass alte Waldbestände wesentlich mehr CO2 aufnehmen können, als neu angepflanzte Wälder. Darüber spricht die Firma Oetelshofen natürlich nicht.
 
Ein großer Teil von dem im Osterholz geförderten Kalk geht an Thyssen-Krupp, ein anderer großer Teil geht an RWE’s Braunkohlen Industrie im Rheinischen Revier. Der Kalk von Oetelshofen wird in Entschwefelungsanlagen in den Braunkohlekraftwerken eingesetzt. Kalk wird in Kombination mit Kraftwerksasche aber auch direkt im Braunkohlentagebau benötigt und zwar als Säure-Puffer. Hiermit wird versucht den steten Strom von Schadstoffen in den Untergrund vom Tagebau zu stoppen. Der BUND schreibt dazu: „Im Endeffekt könnten diese Maßnahmen lediglich zu einer Reduzierung der Pyritverwitterung um circa vier Prozent führen. Damit ist eine relative Minimierung der Versauerung des Grundwassers von maximal einem Drittel erreichbar, das heißt es verbleiben zwei Drittel Versauerungspotential.“
 
Die Frankfurter Rundschau publizierte am 17. Februar 2017 einem Artikel über die Kalkindustrie. Dort ist u.a. zu lesen: „Kalkbrennen vergleichsweise so „schmutzig“ wie Strom aus Braunkohle. Beim Brennen wird jede Menge Treibhausgas frei, pro Tonne Branntkalk sind es nach Angaben der Branche rund 785 Kilo CO2. Aus dem industriellen Prozess stammen dabei nur zwei Drittel bis drei Viertel der gesamten Emissionen bei der Kalkherstellung. Der „Rest“ kommt noch aus dem eingesetzten fossilen Brennstoff hinzu. Die Kalkindustrie unterliegt zwar dem EU-Emissionshandel, erhält aber kostenfreie Emissionszertifikate großzügig zugeteilt. Auf diese preiswerte Weise konnte nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) die Branche 2015 etwa 88 Prozent ihres CO2-Ausstoßes abdecken und musste nur für zwölf Prozent ihrer Emissionen Zertifikate zukaufen.“. Wir brauchen also dringend mehr Forschung wie Kalk ersetzt werden kann, denn Kalk ist nicht nur ein Klimakiller, als fossiler Rohstoff ist Kalk nicht nachhaltig und irgendwann schlichtweg alle. Ein Waldstück für eine Abraumhalde zu Roden ist in 2019 schlichtweg völlig inakzeptabel.
 
Aber es brodelt in Wuppertal und Haan. Der Widerstand gegen die geplante Rodungen im Osterholz wächst.
 
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Osterholz Bleibt Info-Veranstaltung Fridays For Future Dauerstreik in Köln

Osterholz Bleibt Info-Veranstaltung während #WeekForFuture #Dauerstreik Fridays For Future Köln. Dienstag 09. Juli 2019, 12:00 Uhr, Alter Markt, Köln.

Die Firma Oetelshofen plant Ende des Jahres fünf Hektar Wald im Osterholz in Wuppertal / Haan-Gruiten zu roden. Das Osterholz ist ein artenreiches Waldgebiet, wo der besonders schutzwürdige Lebensraumtyp „Waldmeister Buchenwald“ großflächig vertreten ist. Ein Teil des Untergrundes ist aus wasserdurchlässigem Kalkstein bzw. aus Dolomit aufgebaut. Dort haben sich ökologisch wertvolle, seltene Landschaftselemente entwickelt, wie z.B. Fließquellen, Dolinen (Einsturztrichter früherer oberflächennaher Höhlen) und eine Bachversickerung. In dem Gebiet gibt es u.a. auch seltene Kröten und Fledermäuse.

Der Kalksteinbruch Betreiber Oetelshofen möchte einen Teil des Osterholz Waldes durch eine Abraumhalde ersetzen. Der Osterholzer Wald müsse aus finanziellen Gründen weichen, das Verfrachten von (wie die Firma Oetelshofen es nennt) „unbrauchbarem Material“ zu einem weiter weg gelegenen Ort, sei zu kostenspielig. Eine Abraumhalde ist nichts anderes als ein schönes Wort für eine Mülldeponie für „unbrauchbares Material“ das von der Firma Oetelshofen im Kalksteinbruch Osterholz gefördert wurde. Mit alt bewährten „Greenwashing“-Argumenten wie Renaturierung wird das Vorhaben schöngeredet, doch es ist bekannt, dass alte Waldbestände wesentlich mehr CO2 aufnehmen können, als neu angepflanzte Wälder. Darüber spricht die Firma Oetelshofen natürlich nicht.
 
Ein großer Teil von dem im Osterholz geförderten Kalk geht an Thyssen-Krupp, ein anderer großer Teil geht an RWE’s Braunkohlen Industrie im Rheinischen Revier. Der Kalk von Oetelshofen wird in Entschwefelungsanlagen in den Braunkohlekraftwerken eingesetzt. Kalk wird in Kombination mit Kraftwerksasche aber auch direkt im Braunkohlentagebau benötigt und zwar als Säure-Puffer. Hiermit wird versucht den steten Strom von Schadstoffen in den Untergrund vom Tagebau zu stoppen. Der BUND schreibt dazu: „Im Endeffekt könnten diese Maßnahmen lediglich zu einer Reduzierung der Pyritverwitterung um circa vier Prozent führen. Damit ist eine relative Minimierung der Versauerung des Grundwassers von maximal einem Drittel erreichbar, das heißt es verbleiben zwei Drittel Versauerungspotential.“
 
Die Frankfurter Rundschau publizierte am 17. Februar 2017 einem Artikel über die Kalkindustrie. Dort ist u.a. zu lesen: „Kalkbrennen vergleichsweise so „schmutzig“ wie Strom aus Braunkohle. Beim Brennen wird jede Menge Treibhausgas frei, pro Tonne Branntkalk sind es nach Angaben der Branche rund 785 Kilo CO2. Aus dem industriellen Prozess stammen dabei nur zwei Drittel bis drei Viertel der gesamten Emissionen bei der Kalkherstellung. Der „Rest“ kommt noch aus dem eingesetzten fossilen Brennstoff hinzu. Die Kalkindustrie unterliegt zwar dem EU-Emissionshandel, erhält aber kostenfreie Emissionszertifikate großzügig zugeteilt. Auf diese preiswerte Weise konnte nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) die Branche 2015 etwa 88 Prozent ihres CO2-Ausstoßes abdecken und musste nur für zwölf Prozent ihrer Emissionen Zertifikate zukaufen.“. Wir brauchen also dringend mehr Forschung wie Kalk ersetzt werden kann, denn Kalk ist nicht nur ein Klimakiller, als fossiler Rohstoff ist Kalk nicht nachhaltig und irgendwann schlichtweg alle. Ein Waldstück für eine Abraumhalde zu Roden ist in 2019 schlichtweg völlig inakzeptabel.
 
Aber es brodelt in Wuppertal und Haan. Der Widerstand gegen die geplante Rodungen im Osterholz wächst.
 
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Osterholz: Werden Wählerinnen und Wähler mundtot gemacht?

Wuppertal, den 03. Juli 2019

Pressemitteilung

Osterholz: Werden Wählerinnen und Wähler mundtot gemacht?

Die Stadträte in Haan und Wuppertal dürfen nur eine Stellungnahme über die geplanten Rodungen im Osterholz abgeben. Das entlässt sie unserer Meinung nach aber nicht aus der Verantwortung, den Klimaschutz ernst zu nehmen. Auffällig dabei ist, dass die Grüne Alternative Liste in Haan, wo sie in der Opposition sitzt, gegen die Rodungen ist, während die in Wuppertal mitregierenden Grünen im Ausschuss Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen für die Rodungen im Osterholz gestimmt haben. Das Wuppertaler Ratsmitglied für Bündnis 90/Die Grünen, Yazgülü Zeybek, lies uns auf unserer Facebook Seite eine Stellungnahme von der Grünen Wuppertaler Bürgermeisterin und Vorsitzenden des Umweltausschusses, Bettina Brücher, zukommen, worin diese u.a. schreibt: „Natürlich sind wir mit der Rodung des Waldes Osterholz nicht einverstanden, denn einen so alten und schönen Wald abzuholzen, verträgt sich in keiner Weise mit dem Umwelt- und Klimaschutz. Ich selbst habe mir das betroffene Gelände angesehen und halte es für nicht begründbar, den Wald abzuholzen. Darüber hinaus ist es nicht nachvollziehbar, dass das völlig unbelastete Bodenmaterial als Abfall deklariert wird und als Abraumhalde gelagert werden soll.

Die Situation ist aber kompliziert, das Vorhaben nicht so leicht zu stoppen. Die Kalkwerke Oetelshofen haben bei der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf einen Antrag auf Erstellung einer Abraumhalde auf der Fläche des Waldes Osterholz gestellt, um dort Abraum aus dem Steinbruchgelände der Grube Osterholz abzulagern. Für die Abholzung des Waldes sollen Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden, die gesetzlich gefordert werden. Grundsätzlich besitzen die Kalkwerke Oetelshofen eine Genehmigung, den Wald für den Kalkabbau zu nutzen.

Die politischen Gremien in Wuppertal können über den Antrag nicht entscheiden. Die Genehmigung erteilt die Bezirksregierung.“

Das nimmt die Fraktionen der politischen Parteien natürlich nicht aus der Pflicht hier das klimapolitisch einzig Richtige zu tun und zwar die Firma Oetelshofen nicht von den bestehenden Gesetzen in Bezug auf Landschaftsschutzgebiete zu befreien. Der Kalksteinbruchbetreiber muss sich an die bestehenden Gesetze halten. Damit wären Rodungen im Osterholz so gut wie unmöglich. Die Beschlussvorlage der Stadt Wuppertal zur Stellungnahme über die Rodungen im Osterholz sieht nämlich vor, die Firma von genau dieser Gesetzgebung zu befreien. Warum? Ist das Grüne Klimapolitik?

In der Entwurf Stellungnahme der Stadt Wuppertal heißt es: „Die Haldenerweiterung ist in einem Landschaftsschutzgebiet des Landschaftsplanes Wuppertal Nord geplant. Gemäß des Verbotes A.1 ist es u.a. untersagt, bauliche Anlagen im Schutzgebiet zu errichten, gemäß A.6 Zäune zu errichten, gemäß A.7 mit Fahrzeugen außerhalb von Wegen zu fahren, gemäß A.8 Aufschüttungen durchzuführen und gemäß A.20 Bäume oder Sträucher zu beschädigen.“ Wie ist es möglich das ein Unternehmen von dieser klaren Regelung befreit wird? Das geht nach § 67 (1) BNatSchG und zwar „aus Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer und wirtschaftlicher Art, notwendig ist oder die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall zu einer unzumutbaren Belastung führen würde und die Abweichung mit den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege vereinbar ist.“ Also mal wieder aus wirtschaftlichen Gründen. Dies macht noch mal deutlich das nachwievor wirtschaftliche Interessen von einzelnen Unternehmern über dem Allgemeinwohl stehen. Wir brauchen eine konsequente und wirksame Klimapolitik, diese ist aber auf diesen Grundlagen nicht realisierbar. Daran ändert auch das neu vorgeschlagene 14 Punkte Programm der in Wuppertal regierende Schwarz/Grüne Koalition nichts.

Der zweite Teil der Stellungnahme von der Grünen Wuppertaler Bürgemeisterin macht deutlich, dass die Politik anscheinend gar keine Entscheidungsbefügnisse hat, wenn es um die Rodungen im Osterholz geht. Bettina Brücher schreibt nämlich auch: „Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich mit der GRÜNEN Fraktion im Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf beraten, auch auf der Ebene ist eine politische Entscheidung nicht im Genehmigungsverfahren vorgesehen. Wir hoffen, dass es doch noch alternative Möglichkeiten für die Abraum-Lagerung gibt oder die Genehmigung nicht erteilt wird.“. Mit anderen Worten die Firma Oetelshofen und einige nicht gewählte und damit nicht demokratisch legitimierte Beamte scheinen Planverfahren genehmigen zu können, die schädlich für das Klima und die Lebewesen im Wald sind. Wir begrüßen es, dass Bettina Brücher gegen Rodungen im Osterholz ist, aber das reicht unserer Meinung nach nicht.

Mit der oben beschriebenen Vorgehensweise im Planverfahren zeigt die Politik, dass sie demokratische Prozesse garnicht ernst nimmt. Was genau soll es bringen, in Städten den sogenannten „Klimanotstand“ auszurufen, wenn die Politik laut Bettina Brücher keine Entscheidungskompetenzen hat, wenn es z.B. um die Rodung im Osterholzer Wald geht? Und zwar weder auf lokaler, noch auf der Ebene vom Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf. Uns zeigt dies umsomehr, dass Klimapolitik Handarbeit ist und wir uns selbst organisieren müssen um die Rodungen im Osterholzer Wald zu stoppen, denn wir lassen uns nicht mundtot machen: Osterholz Bleibt!

Osterholz Bleibt, 03. Juli 2019


Nächsten Sonntag findet der zweite Waldspaziergang statt. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem östlichen Wanderparkplatz Grube 7 (Nähe Kreuzung Hahnenfurther Weg – Habbach, dort steht ein Schild Wanderparkplatz Grube 7), Haan (Gruiten)
Karte Waldspaziergang

Treffpunkt: Routen Planer und Karte: https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.2323&mlon=7.0280#map=15/51.2323/7.0280

Rad Route Karte (Open Street map):https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.23229&mlon=7.02798#map=17/51.23229/7.02798&layers=C

Infoabend 27.06.2019

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Wuppertal/Haan #OsterholzBleibt: Ein Waldspaziergang mit Überraschungen

Ein Waldspaziergang gegen die Rodung von 5 Hektar des Osterholzes mit schönen Überraschungen. Es brodelt an der Statdtgrenze von Wuppertal und Haan-Gruiten.

Waldspaziergang 30.06.2019

oznor

Der Osterholz liegt auf die Stadtgrenze von Wuppertal und Haan-Gruiten. Dort möchte die Firma Oetelshofen noch dieses Jahr 5 Hektar Wald roden. Der Betreiber von einem Kalksteinbruch geht seit Jahrzehnten mit einer Salami Taktik vor, hier wird ein bißchen gerodet, da wird ein bißchen gerodet und es geht ja immer nur um ein kleines stückchen Wald. Dieses mal sind es 5 Hektar Wald für eine Abraumhalde. Eine Abraumhalde ist ein verniedlichendes Wort für eine Mülldeponie. Dort soll das unbrauchbaren Material das aus der Kalksteingrube gefördert wurde gelagert werden.

Osterholz 30.06.2019

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Heute, Sonntag den 30. Juni 2019, wurde mittels eines ersten Waldspazierganges dagegen protestiert. Obwohl es ein Dorfsfest in Haan-Gruiten gab, begaben sich etwa 70 Menschen in den Wald. Es wurde gezeigt, welcher Teil vom Wald gerodet werden soll und welche Funktionen der Wald für das Ökosystem hat. Während des Spaziergangs war Till Iseke, Assistent der Geschäftsführung auch anwesend und hat dort mit Teilnehmer*innen diskutiert. Über die Kalklieferungen an RWE’s Braunkohleindustrie wollte er nicht so gerne sprechen. Als ihm gesagt wurde das diese Kalklieferungen wichtig für die Braunkohleindustrie sind und die Firmen Iseke und Oetelshofen deswegen mitverantwortlich für die größte Umweltzerstörung in NRW sind, wiegelte er das ab. „Das sehe er anders…“ Das hat jetzt nicht wirklich jemanden überrascht, Till Iseke lenkte dann schnell wieder vom Thema ab und versuchte weiterhin Menschen zu überzeugen. Dies gelang ihm allerdings nur mäßig.

Osterholz 30.06.2019

oznor

Ein großen Teil von dem am Osterholz geförderten Kalk geht an Thyssen-Krupp, ein anderer großer Teil geht an RWE’s Braunkohlen Industrie im Rheinischen Revier. Der Kalk von Oetelshofen wird in Entschwefelungsanlagen in den Braunkohlekraftwerken eingesetzt. Kalk wird in Kombination mit Kraftwerksasche aber auch direkt im Braunkohlentagebau benötigt und zwar als Säure-Puffer. Hiermit wird versucht den steten Strom von Schadstoffen in den Untergrund vom Tagbau zu stoppen. Der BUND schreibt dazu: „Im Endeffekt könnten diese Maßnahmen lediglich zu einer Reduzierung der Pyritverwitterung um circa vier Prozent führen. Damit ist eine relative Minimierung der Versauerung des Grundwassers von maximal einem Drittel erreichbar, das heißt es verbleiben zwei Drittel Versauerungspotential.“
Osterholz 30.06.2019
Kurz nachdem der Waldspaziergang an einem vor einigen Jahren schon gerodeten Waldstück vorbei kam, hing plötzlich Ein Transparent an den Bäumen: „Wald statt Müll – Osterholz Bleibt“. Es war das Intro von was noch kommen sollte. Etwa 150 Meter nach dem Transparent, hing ein Aktivisti mit einem weiteren Transparent in den Bäumen. Auf diesem zweiten Transparent stand: „Soli Grüße an Hambi – One Struggle One Fight – #OsterholzBleibt“. Ein Stückchen weiter hingen wieder Aktivistis in den Bäumen: „Wie ihr in Wald hineinruft…“. Die Aktivistis in den Bäumen wurden mit Applaus von den Teinehmer*innen des Waldspaziergangs begrüßt.

Später erfuhren wir das vor den Waldspaziergang ein Aktivisti in Gewahrsam genommen wurde. Diese Person wurde aber nach einige Zeit wieder freigelassen. Dies mag damit zusammen hängen dass das Klettern in Bäumen nicht verboten ist, es ist noch nicht mal eine Ordnungswidrigkeit.

Osterholz 30.06.2019

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Wir schicken solidarische Grüße aus dem Wuppertaler/Haaner Osterholz an alle diesen lieben Menschen im Hambacher Wald.

Nächsten Sonntag findet der zweite Waldspaziergang statt. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem östlichen Wanderparkplatz Grube 7 (Nähe Kreuzung Hahnenfurther Weg – Habbach, dort steht ein Schild Wanderparkplatz Grube 7), Haan (Gruiten)

Treffpunkt: Routen Planer und Karte: https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.2323&mlon=7.0280#map=15/51.2323/7.0280

Rad Route Karte (Open Street map):https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.23229&mlon=7.02798#map=17/51.23229/7.02798&layers=C

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Osterholz stays! Call for a forest walk on June 30 and July 7, 2019

Haan (Gruiten), Wuppertal, Germany: Imagine we are living in 2019 and more and more cities are calling for a state of climate emergency. But even today the climate crisis is still not taken seriously by large sections of the political establishment, and the proclamation of a state of climate emergency is often only a symbolic act.
Waldspaziergang
If things work out as planned for Oetelshofen, at the end of the year five hectares of forest will be harvested in Osterholz for cost reasons. The Osterholzer forest is to give way to a so-called spoil dump. On this spoil dump, unusable material from the Osterholz stone quarry is to be stored. The managing directors of the company Oetelshofen, Mr. Jörg Iseke and Mr. Moritz Iseke (the latter is at the same time parliamentary group chairman of the CDU in the district council Wuppetal-Vohwinkel) do not like to hear it so much, but if we call things by name, the Osterholzer Wald is to be used for the garbage disposal of „unusable material“ from the Osterholz quarry.

Osterholz is a species-rich forest area, where the biotope „Waldmeister Buchenwald“, which is particularly worthy to be protected, is extensively represented. Part of the subsoil is made up of water-permeable limestone and dolomite. Ecologically valuable, rare landscape elements have developed there, such as free flow springs, sinkholes (collapse funnels of earlier near-surface caves) and a creek infiltration. There are also rare toads and bats in the area.

Extracting lime out of the earth is anything but sustainable. At some point the raw material will no longer be available to future generations. A lot of energy in the form of fossil fuels has to be used for processing. In addition, the burning of lime releases CO2, which is bound in the limestones Burnt lime is used, for example, in desulphurization facilities for coal-fired power plants and in the production of cement.

The project of the Oetelshofen company is nicely talked about with tried and tested „greenwashing“ arguments such as renaturation, but it is known that old forests can absorb considerably more CO2 than newly planted forests. Of course, the company does not talk about this. The company does not want to store their waste elsewhere, because it is too expensive.

But who needs money on a destroyed planet? Nobody! We will fight for the preservation of the Osterholzer forest. It has to come to an end that forests and other natural areas have to give way due to the logic of profit.

Come for a walk in the Osterholz forest and get to know this beautiful forest. Together we can prevent the deforestation!

On both Sundays, June 30 and July 07, we will organize a „forest walk“. We meet at 13:00 o’clock, place: eastern hiking parking area Grube 7 (near crossing Hahnenfurther Weg – Habbach, there is a sign hiking parking area Grube 7), Haan (Gruiten).

Osterholz remains!

On June 27, 2019, there will be an information event about Osterholz in the Enough Info-Café, Wiesenstraße 48, Wuppertal (Germany).

Poster as PDF: Plakat Waldspaziergang

Karte Waldspaziergang

Bigger map: https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.2323&mlon=7.0280#map=15/51.2323/7.0280

Geo point: geo:51.23229,7.02796?z=17

Bicycle Route Map (Open Street map):

https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.23229&mlon=7.02798#map=17/51.23229/7.02798&layers=C

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Osterholz – Das Greenwashing der Firmen Oetelshofen und Iseke

Das Gebiet, welches im Osterholzer Wald für eine Abraumhalde des Kalksteinbruchs der Firma Oetelshofen in Haan und Wuppertal gerodet werden soll, beherbergt auch mehrere angeblich unter strengen Schutz stehende Tierarten. Das Angeblich bezieht sich dabei auf den „Schutz“, denn dieser scheint den Plänen zur Rodung von 5 Hektar Wald nicht im Wege zu stehen. Zumindest bis jetzt nicht sowohl von behördlicher Seite, seitens der Firma Oetelshofen, seitens der Firma Iseke und seitens der von Ihr beauftragten Gutachter. Neben verschiedene Vögelarten lebt u.a. die bedrohte Kleinabendsegler Fledermaus in dem Gebiet. Diese nutzt laut Gutachten das Gebiet, welches gerodet werden soll, als Nahrungshabitat. Auch die gemäß FFH-Richtlinie in NRW streng geschützte Nördliche Kammolch lebt in dem Gebiet. Als „Teilsiedler“ mit jahreszeitlich unterschiedlichen Lebensräumen reagieren Kammmolche und andere Arten aber auch empfindlich auf Landschaftsveränderungen im weiteren Umfeld der Gewässer. So führt die Abholzung von Hecken und anderen Feldgehölzen zum Verlust von Sommer- bzw. Überwinterungshabitaten. Auch der unter strengen Schutz stehenden Kreuzkröte lebt in dem von Rodung bedrohten Gebiet. Das Gutachten schreibt über die Folgen für die kreuzkröten: „Fortpflanzungshabitat der Art ist vom Vorhaben betroffen, der Verlust kann auch zu Tötung bzw. Verletzung von Individuen führen.“.

In dem Gutachten (Stand September 2018) steht u.a.: „Im Juli 2018 wird die Planfläche der Haldenerweiterung mit einem Krötenzaun eingeschlossen um die Amphibien auf die Haldenerweiterungsfläche abzufangen und zudem eine Zuwanderung zu unterbinden. Hierzu wird der Amphibienzaun der entlang des Milchweges steht und der Erfassung der Wanderbewegungen diente, bis an den Haldenfuß verlängert. Da erfahrungsgemäß im Sommer in diesem Waldbereich nur wenige Amphibien aktiv sind, muss der Zaun stehen, bevor die Tiere in den Winterlebensraum einwandern können.“. Neben dem Fakt das Amphibien wie z.B. Kröten und Molchen durch den Zaun Lebensraum genommen wird, konnten wir heute feststellen das der Zaun an mehrere Stellen kaputt ist und aus dem Grund gar keinen Schutz für diese Tiere bietet (Bild 1 und 2).

Bild 1

Bild 1

Bild 2

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Und nicht nur Molche und Kröten sind betroffen. Im Gutachten steht auch dass der Verlust von Nahrungshabitat und mögliche Störungen für die Uhu Eulen die dort leben nicht generell ausgeschlossen werden kann. Wir haben vieles über die Eulen, mit denen die Firma Oetelshofen so gerne ihr „Greenwashing“ betreibt, auf der Webseite „Niederbergischen Uhu-Projekt“ gelesen. So steht auf der Webseite u.a.: „Die Steinbruchbetreiber schützen die Brutplätze, kümmern sich um verletze oder geschwächte Tiere und bereiten den Umzug zum neuen Brutplatz vor, sollte der alte dem Abbau im Weg stehen.“. Die Brutplätze stehen aber nicht dem Abbau im Wege, sondern der Abbau kommt den Bruttplätzen in die Quere. Weder auf der Website der Kalkwerke H. Oetelshofen GmbH & Co. KG, noch auf der Seite vom Niederbergische Uhu-Projekt, welche auch von Oetelshofen betrieben wird, haben wir die Informationen gefunden, dass die Eulen durch die Rodung und die Halde möglicherweise vertrieben werden. Mit der Liebe zu den Tieren kann es also nicht weit her sein, wenn in Kauf genommen wird, dass die Eulen und andere Tiere möglicherweise aus dem Wald vertrieben werden.

Osterholz

Und dies sind nicht die einzigen Tiere die in dem betroffenen Gebiet leben und offiziell unter strengem Schutz stehen, der aber bis jetzt noch nicht dazu geführt hat, dass von offizieller Seite, den Rodungs-Plänen eine klare Absage zu erteilt wird. Wir tun dies aber und werden uns für den Osterholz Wald und die da drin lebende Pflanzen- und Tierarten einsetzen.

Kommt zu den Waldspaziergängen am 30. Juni und 07. Juli: Osterholz Bleibt!

Mehr Informationen zu den Waldspaziergänge: Aufruf Waldspaziergang am 30.06.2019 und 07.07.2019

Gutachten artenschutzrechtlicher Fachbeitrag als PDF Datei: Artenschutzrechtlicher-Fachbeitrag
Infoabend 27.06.2019Waldspaziergang

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