Pressemiteilung Osterholz Bleibt, 31. Mai, 2021

 
Update 31. Mai 2021, 21:23 Uhr: Wir haben diese Pressemitteilung sehr schnell geschrieben, nachdem die Firma Oetelshofen heute überraschend bekannt gegeben hat, dass sie eine Genehmigung zur Abholzung von 5 Hektar des Osterholzer Waldes erhalten hat. Leider hat die Schnelligkeit einige Rechtschreibfehler zur Folge gehabt. Wir bitten dies zu entschuldigen. Die Pressemitteilung wurde so wie sie hier steht verbreitet, aus dem Grund haben wir den Text nicht geändert.
 
Wuppertal/Haan 31. Mai, 2021
 

Oetelshofen hat nach eigene Aussage eine Rodungsgenehmigung bekommen – Bürger Initiative Osterholz Bleibt organisiert Aktionswoche im Juni – Bürger Initiative Osterholz Bleibt fordert öffentlichen runden Tisch

 
Die Firma Oetelhofen hat heute eine Pressemitteilung heraus gegeben, wo die Geschäftsführung der Firma bekannt gibt, dass sie heute den Planfeststellungsbeschluss zur Genehmigung der Erweiterung der Halde Oetelshofen erhalten haben. Konkret heißt dies, dass die Firma nach eigegen Aussage eine Rodungsgenehmigung für 5 Hektar Wald zuzüglich der Vernichtung von 3,5 Hektar Aufforstungen im Osterholz Wald bekommen haben.
 
In dieser Pressemitteilung diffamiert die Firma die Initiative „Osterholz Bleibt!“, in dem sie unter anderem fälschlicherweise behauptet, dass die Kritik der Initiative dazu führte das „im Frühjahr 2021 sogar zum Verbarrikadieren von Wander- und Rettungswegen im Osterholz mit Stacheldraht und Baumstämmen führte.“. Wir möchten hier noch einmal klar stellen, dass die Waldbesetzung eine eigenständige Aktionsgruppe ist, die ihre eigenen Entscheidungen trifft. Die permanenten kriminalisierungsversuche der Firma Oetelshofen sowohl der Initiative „Osterholz Bleibt!“, als auch der Waldbesetzer*innen dienen lediglich dazu, um von den geplante Rodungen im Osterholz und deren negativen Folgen für die Allgemeinheit abzulenken.
 
Die Firma Oetelhofen erklärt in ihrer heutigen Pressemitteilung auch, dass die Gespräche zwischen der Firma Oetelshofen am Anfang positiv verliefen. Dies ist zwar richtig, wir wollen aber darauf hinweisen, dass die Firma Oetelshofen von Anfang an deutlich machte, dass sie nicht von ihren Plänen, 5 Hektar Wald im Osterholz zu roden abrücken werde. Alternativlösungen wurden immer wieder abgelehnt, und zwar mit eine Geschwindigkeit das klar wurde, dass die Firma diverse Alternativlösungen nicht ernsthaft geprüft haben kann. Dies sind die Gründe das die Gespräche gescheitert sind.
 
Eine der Sprecher der Bürgerinitiative, René Schuijlenburg sagt dazu: „Die Gespräche sind gescheitert, weil Oetelshofen von Anfang an klar gemacht hat, dass sie an ihren Rodungsplänen festhalten werden. In der Öffentlichkeit wurden dann immer wieder Nebelkerzen gezündet, wie zum Beispiel die Bekanntgabe der temporäre Rodungsverzicht. Dies tat die Firma in eine Zeit wo noch gar keine Genehmigung vorgelegen hat. Die Firma spannte sogar den Wuppertaler Oberbürgemeister Uwe Schneidewind vor ihren Karren mit diesem PR coup.“
 
In Mai wurde erneut eine Altenativlösung vorgeschlagen, damit der Osterholz Wald gerettet werden kann. Aber kurz darauf liess einer der Geschäftsführer, Moritz Iseke, dann in einem Artikel in der Westdeutschen Zeitung die Katze aus dem Sack und sagte: „Wir halten grundsätzlich an der Haldenerweiterung fest.“ Damit wurde endgültig klar das der im Februar angekündigte temporäre Rodungsverzicht nur eine PR Maßnahme der Firma Oetelshofen war.
 
Marjolein Schlüter sagt:“ Meine Fachaufsichtsbeschwerde wegen der artenschutzrechtlichen Prüfung, die ich am 23. April beim Ministerium eingereicht habe, ist noch nicht bearbeitet worden. Der Artenschutz wird hier von der Unteren Naturschutzbehörde Wuppertal mit Füßen getreten. Die Halde ist seit 2005 im Regionalplan als BSN (Bereich für den Schutz der Natur) dargestellt. Die Stadt Wuppertal hat bis heute ihren Flächennutzungsplan nicht geändert. Was sich hier abspielt, ist ein Skandal“.
 
Die Bürger Intitiative Osterholz Bleibt wird weiterhin für den Erhalt des Osterholz Waldes kämpfen, sowohl auf juristische Wege, als auch durch Proteste auf der Straße. Am 6. Juni findet auf der Lichtung an der Aufforstung zwischen Wanderparkplatz Hermgesberg und der Osterholzer Straße eine Kundgebeung statt. Am 12. Juni findet in Wuppertal eine Demonstration für den Erhalt vom Osterholz Wald statt. Die Demonstration startet um 14:00 Uhr auf dem Döppersberg (Bahnhofsplatz, Hbf Wuppertal). Am 17. Juni findet eine Fahrrad Demonstration statt. Die Fahrrad Demonstration startet um 14:00 Uhr auf dem Wanderparkplatz Hermgesberg und wird zum Tagungsort der Ratsitzung der Stadt Wuppertal fahren.
 
Schuijlenburg dazu: „Wir fordern von dem Wuppertaler Rat, dass er sich eindeutig gegen die Rodungen positioniert und sich aktiv für Alternativlösungen einsetzt. Oberbürgemeister Uwe Scheidewind hat hier die Chance die viele Versprechungen aus seinem Wahlkampf Taten folgen zu lassen. Bis jetzt sprach er zwar mit der Firma Oetelshofen, jedoch nicht mit uns. Es wird Zeit das die Hinterzimmergespräche aufhören und stattdessen ein öffentlicher runder Tisch stattfindet, wo ernsthaft über Alternativlösungen gesprochen wird. In einer Zeit wo sich die Klimakrise immer weiter zuspitzt kann es nicht sein, dass Waldstücke aus Profitgründen gerodet werden. Im Osterholz Wald können wir alle hier und jetzt etwas für das Klima tun.Wir fordern das ein öffentlicher runder Tisch stattfindet wo über alternativlösungen gesprochen wird, damit der Wald endgültig gerettet wird.“
 
Bürger Initiative „Osterholz Bleibt!“, 31. Mai 2021.
 
Aktionen
 
Kundgebung
Sonntag 06. Juni 14:00 Uhr auf der Lichtung an der Wiederaufforstung zwischen Wanderparkplatz Hermgesberg, Haan und Osterholzer Straße, Wuppertal statt.
 

Demonstration

Samstag 12. Juni, 14:00 Uhr, Döppersberg (Bahnhofsvorplatz Hbf), Wuppertal
 

Fahrraddemo

Donnerstag 17. Juni, 14:00 Uhr, Wanderparkplatz Hermgesberg in Haan.
 
Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
 

Per Email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

 
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