Pressemitteilung Donnerstag, den 19. September 2019

Osterholz Bleibt unterstützt Klimastreik – Osterholz Bleibt Demonstration in Wuppertal-Elberfeld am 28. September.

Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet wird, wird morgen, den 20. September 2019, zum größten globalen Klimastreik aller Zeiten aufgerufen. Auch Osterholz Bleibt wird dabei sein. René Schuijlenburg, einer der Pressesprecher von Osterholz Bleibt sagt: „Auch wir rufen zur Teilnahme am Klimastreik am 20. September auf. Zusammen mit Fridays For Future, dem Klimanetzwerk Wuppertal und vielen anderen werden wir uns um 11:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz am Hauptbahnhof Wuppertal sammeln und danach zum Barmer Rathaus laufen. Wir erwarten,dass viele Menschen teilnehmen werden.“

Der 20. September ist der Auftakt einer Aktionswoche für das Klima. Osterholz Bleibt wird sich an einer Vielzahl von Aktionen beteiligen und organisiert am 26. September zusammen mit den Falken auch einen Diskussionsabend mit dem Titel: „Osterholz – Wald schützen oder Wald roden?“ Der Diskussionsabend startet um 19:00 Uhr im Bildungsforum auf der Robertstraße 5a in Wuppertal-Elberfeld.

Am 28. September organisiert Osterholz Bleibt eine Demonstration in Wuppertal-Elberfeld. Motto der Demonstration ist: „Ob Amazonas, Hambi oder Osterholz – Jeder Baum zählt!“ Die Demonstration startet um 13:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz am Hauptbahnhof Wuppertal (Elberfeld). Die Demonstration am 28. September thematisiert nicht nur die geplanten Rodungen im Osterholz Wald, sondern auch weitere Rodungen und die Beseitigung von Grünstreifen. In und rund um Wuppertal gibt es Pläne, Grünstreifen, wie die Kleine Höhe, zu versiegeln, sowie Platanen und einen alten Ahorn in Elberfeld zu roden. Pläne für Rodungen für die Verbreiterung der A3, vom Kreuz Hilden bis zum Kreuz Leverkusen und im Osterholz Wald sollen rund 1000 Bäume für den Abfall des Kalksteinbruchs Oetelshofen auf der Grenze von Wuppertal-Vohwinkel und Haan-Gruiten gerodet werden. An der anderen Seite von Wuppertal plant die Stadt Schwelm die Versiegelung von Grünstreifen für ein Gewerbegebiet in Schwelm-Linderhausen. In Wuppertal Nächstebreck sollen 63 000 Quadratmeter für eine Gewerbefläche geopfert werden. Also auch an der Ostseite von Wuppertal wird munter weiter versiegelt. Der Nächstebrecker Bürgerverein hat immerhin erreicht, dass die ursprünglich geplante Fläche, welche für das Gewerbegebiet in Nächstebreck gerodet und versiegelt werden soll, um rund 50% reduziert werden konnte. 63.000 Quadratmeter ist aber immer noch zu viel. Insgesamt werden die oben genannten Pläne negative Folgen für die Luftqualität und Temperatur in Wuppertal, den Klimawandel und die Artenvielfalt haben. Bäume im Wald, auf Grünstreifen und in der Stadt speichern nicht nur CO2, sie kühlen auch ab.

René Schuijlenburg: „Am 01. Oktober startet die Rodungsaison und bald wird auch die Bezirksregierung bezüglich der Rodungen im Osterholz entscheiden. Es ist wichtig alle Kräfte zu mobilisieren, um die Rodung in diesem wunderschönen Mischwald zu stoppen. Wir haben uns gefreut, dass bei unseren ersten Waldspaziergängen und auch bei der letzten Demonstration für den Erhalt vom Osterholz Wald,auch Familien mit Kindern teilgenommen haben. Wir hoffen auf eine schöne, friedliche, bunte Demonstration.“

Im Wald ist alles friedlich. Schuijlenburg dazu: „Die Gruppe Jeder Baum Zählt hat nach wie vor einen Teil des Waldes besetzt. Bis jetzt war alles friedlich im Wald. Nach einem umstrittenen Polizeieinsatz vor einigen Wochen, hat auch die Polizei sich sehr deeskalativ verhalten. Auch wenn nach einigem hin und her die Firma Oetelshofen leider nicht mit uns über eine Alternativlösung für ihr Abfallproblem reden möchte, müssen wir anerkennen, dass auch die Firma Oetelshofen das Nötige tut, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Auch die Waldbesetzer*innen tragen zu der friedlichen Situation bei. Wir begrüßen dies sehr.“

Wenn die Bezirksregierung Düsseldorf entscheiden sollte den Wald zu Roden, wird der Widerstand weiter gehen. Schuijlenburg: „Der Protest auf der Straße wird weiter gehen und die Waldbesetzer*innen haben mehrmals verkündet,dass sie den Wald nur dann freiwillig verlassen, wenn die Rodungspläne vom Tisch sind. Eine Rechtsgruppe bereitet zusammen mit Anwälten eine Klage gegen eine eventuelle Rodung vor. Ob diese Klage auch eingereicht wird, hängt von der Entscheidung der Bezirksregierung ab. Vielleicht springt aber auch die Firma Oetelshofen über ihren Schatten und sucht doch noch mal das Gespräch. Das würden wir sehr begrüßen.“

Demonstration: „Ob Amazonas, Hambi oder Osterholz – Jeder Baum zählt! Samstag 28. September 2019, 13:00 Uhr, Bahnofsvorplatz (Döppersberg), Wuppertal-Elberfeld Hauptbahnhof

Osterholz Bleibt, 19. September 2019.

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

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